Facebook I – Neues zum Datenschutz

Veröffentlicht: 15. November 2011 in DIES, DAS & JENES
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Seit zwei Jahren untersucht die US-amerikanische Wettbewerbsbehörde Facebooks Umgang mit Nutzerdaten. Nun ist eine Einigung in Sicht: Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ hat das Unternehmen der Behörde einen Kompromiss angeboten. Demnach müsste Facebook seine mittlerweile 800 Millionen Nutzer künftig bei „entscheidenden nachträglichen Änderungen“, die deren Privatsphäre betreffen, vorab um Einwilligung bitten.
Trotzdem schränkt das Abkommen Facebooks Optionen für künftige Angebote ein. Das Unternehmen lebt davon, möglichst viele Daten seiner Nutzer zu sammeln, um auf deren Basis personalisierte Werbung zu vermarkten. In der Vergangenheit hat die Plattform ihre Nutzer mit neuen Funktionen überrascht, hinterher aber teils Zugeständnisse machen müssen, um es den Mitgliedern zu ermöglichen, sich aus den neuen Angeboten auszuklinken.
Inzwischen lässt sich beinahe jede Einstellung ändern, die die Privatsphäre der Nutzer betrifft. 2009 waren es allerdings Beschwerden von Datenschützern über Facebooks mangelhafte Informationspolitik, die zur Untersuchung der FTC führten. Damals hatte das soziale Netzwerk kommentarlos verschiedene Einstellungen zur Privatsphäre geändert. So war etwa die eigene Freundesliste plötzlich für alle Welt sichtbar. Zwar konnte man diese Funktion – ebenso wie viele andere – ausstellen; Voraussetzung war jedoch, dass man die Änderungen überhaupt bemerkt hatte. Nach etlichen Aufregern bemüht sich Facebook inzwischen, seinen Nutzern zumindest größere Änderungen direkt nach der Anmeldung mitzuteilen – und zu erklären, wie man die entsprechenden Funktionen ausschaltet.
Die Vereinbarung mit der FTC würde Facebook dazu verpflichten, seine Datenschutzstandards offenzulegen. Deren Einhaltung würde alle zwei Jahre von einer spezialisierten Anwaltskanzlei oder Prüfgesellschaft kontrolliert – über 20 Jahre hinweg. Ähnliche Pflichten bekam auch Google  im März auferlegt, ebenso Microsoft  im Jahr 2002.
(Quelle: Financial Times Deutschland)
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