Archiv für Juni, 2012

Aktuelles in Kurzform

Veröffentlicht: 27. Juni 2012 in AKTUELLES / NEUES
Was hat der Verbraucher vom Ölpreis-Tief? Nichts!

Der Ölpreis ist seit Anfang April um stolze 30 Prozent gefallen. Doch bei den Endverbrauchern kommt davon kaum etwas an. Inzwischen kostet das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent nur noch etwas mehr als 90 Dollar – Anfang April waren noch Rekordwerte von 120 Dollar üblich. Sind die Preise etwa um 1/4 gefallen? Nicht einmal annährend! Die Benzinpreise sanken um die 10%, Rohöl um 30%! Wo bleibt da die Aufsichtsbehörde?

800.000 Deutsche können Strom nicht bezahlen

Das muss man wohl nicht kommentieren, Deutschland scheint ja für alles genug Geld zu haben. Und die Bürger können doch nicht wenig Geld besitzen wenn es Rekord-Steuereinnamhen gibt, oder?

Europa langsam aber sicher am Ende?

Unbegründet ist die Furcht vor der Katastrophe ganz sicher nicht. Spätestens als mit Spanien die viertgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union ihren Offenbarungseid leistete und mit Italien möglicherweise ein echter Industrieriese kurz davorsteht, zeigt sich, dass der bisherige Kurs der selbst ernannten Rettungspolitiker geradezu ins Verderben führte. Seit ihrem Ausbruch im Frühjahr 2010 hat sich die Krise immer weiter ausgebreitet.

Hätte auch gerne etwas positives geschrieben aber Deutschland spielt erst morgen gegen Italien 🙂

Deutschland hat die 2 Billionen Schuldengrenze überschritten und es wird sekündlich mehr. Durch den Rettungsschirm, der anderen EU-Ländern hilft, kommen noch weitere rund 190 Milliarden € Kosten auf Deutschland dazu…Deutschland…die Kuh Europa´s wird weiterhin gemolken. Aber irgendwann versiekt auch diese Quelle, irgenwann fliesst keine Milch…Geld…von uns aus. Kann Deutschland unter den Rettungsschirm kriechen? Nein! Fakt ist: Wenn Deutschland Hilfe benötigt, dann kann uns kein Land, kein Schirm helfen! Ausbaden dürfen wir das ganze Fiasko dann alleine. Dieses Szenario wäre weltweit verheerend. Des weiteren wird jedes Land zu seiner Währung zurückkehren müssen, ein € ohne Deutschland ist unmöglich (warum nicht gleich die Bremse ziehen?).

Die Schulden des Staates steigen pro Sekunde mehr als um das, was viele Deutsche im Monat netto verdienen. Trotz guter Konjunktur und Steuereinnahmen in Rekordhöhen…die Steueruhr läuft stets in die eine Richtung weiter. Wie lange wird unser System noch funktionieren?

Gestern Abend gab es eine Premiere in meiner Fussballwelt! Ich kann die italienische Fussballmannschaft eigentlich kaum leiden, was anscheinend mit meiner ersten wahrgenommenen WM 1982 (Finalsieg gegen Deutschland) zu erklären ist, also ein Kindheitstrauma.
Gestern war das jedoch anders…ich hielt für Italien! Was die Engländer bei dieser EM „gespielt“…nein…“verteidigt“ haben, das war einem Sieg nicht würdig! Wenn so eine Mannschaft aus Griechenland spielt, okay, aber keine Mannschaft die Titelambitionen hat und sich selbst zur Weltspitze zählt. England ist seit der Jahrtausenwende nur noch Durchschnitt, das muß man mal klar sagen. Die hochgelobte Premier-League wird durch ausländische Stars erst ansehnlich. Und was englischer Fußball ohne Ihre Ausländer ist, das hat die Nationalmannschaft nun gezeigt. Keine vorhandene Offensive, lediglich der britische Kampfgeist ist zu bewundern. Selbst gegen überlegene Ukrainer im letzten Gruppenspiel gab es kaum Chancen. Mir war auch schleierhaft warum die Engländer sich überhaupt bei einem Turnier auf ein Elfmeterschießen einlassen…eine Geschichte, die so ziemlich jedem bekannt sein dürfte.
Auch wenn es gegen Italien schwer wird, ich freue mich lieber auf ein Duell mit Italien als gegen solche Graupen von der Insel.

Grazie Italia!

6 Rätsel / Was passierte? -laterales Denken

Veröffentlicht: 21. Juni 2012 in RÄTSELhaft
Schlagwörter:

1. PAUL & PAULA

Die Story:

Paul und Paula besuchen ein Konzert. Plötzlich wird Paul unruhig und beginnt Paula heftig zu treten. Enttäuscht verläßt Paula das Konzert und geht nach Hause.

WARUM?

2. GRÄFIN GARCIA 

Die Story:

Gräfin Garcia erschrickt, bleibt abrupt stehen und Caruso bricht sich das Genick.

WARUM?

3. CÄSAR & CLEOPATRA

Die Story:

Nachdem Cäsar das Zimmer betreten hatte, machte er sich nass, und Kleopatra starb eines qualvollen Todes.

WARUM?

4. SAM

Die Story:

Sam lebte alleine und so wollte er das auch. Er hatte nie irgendwelche Besucher und besuchte auch selbst niemanden. Da er nie ausging, wurde ihm alle zwei Wochen das vorbeigebracht, was er brauchte. In einer dunklen, stürmischen Nacht schnappte Sam über, wusch sich, putzte sich die Zähne, machte das Licht aus und ging schlafen. Das kostete mehreren Menschen das Leben!

Was ist GESCHEHEN?

5. DIE SCHLÄGEREI

Die Story:

Er war ganz ruhig. Trotzdem schlug man ihn, bis er schrie. Danach war sie glücklich.

WARUM?

Mehr Rätsel unter http://unterhaltungsspiele.com  / Die Antworten zu den Rätseln  findet ihr hier -> LÖSUNGEN

 

Morgen ist es endlich so weit, die Fête de la Musique startet.  (Programmübersicht als pdf-Datei, klick -> Programm )

Inzwischen verbindet Fête de la Musique die Menschen in mehr als 340 Städten weltweit, davon 60 in Europa und 22 in Deutschland.

1982, vor dreißig Jahren wurde die Fête de la Musique in Frankreich das erste Mal gefeiert. Inzwischen hat sie Städte auf dem ganzen Globus in ihren Bann gezogen. Menschen feiern die Musik als Kunstform, die für Völkerverständigung und Toleranz steht.

Paris, Berlin, New York, Peking, aber auch Quedlinburg, Weimar oder Saarlouis – jede Stadt hat ein eigenes Konzept entwickelt. Immer aber ist die Fête de la Musique umsonst, draußen und findet am längsten Tag des Jahres statt: am 21. Juni. Somit feiert man nicht nur die Musik, sondern auch den Sommer und reiht sich damit in eine lange Reihe von Festen in allen Kulturen ein.

Die größte Fête de la Musique in Deutschland findet seit 1995 in Berlin statt. Die Berliner Organisatoren kümmern sich auch um den deutschlandweiten Austausch und waren erfreut über das Engagement in Hannover, das die zweitgrößte Fête de la Musique in Deutschland hervorbrachte.

“Die Innenstadt wird zu einer einzigen großen Bühne. Hannovers Musikszene beweist, wie vielfältig und bunt sie ist”, erklärte Ralf Sonnenberg, Eventmanager der Stadt. 

 

 

 

Durch die EM steigen die Statistiken mal so richtig vollkrasscool! Seht selbst:

meistgelesener Artikel in einer Woche:

1.181 Leser, „Heimreise der niederländischen Mannschaft“

Die meisten Besucher an einem Tag:

554 Besucher

Country Views
Austria FlagAustria 364
Germany FlagGermany 125
Netherlands FlagNetherlands 21
Switzerland FlagSwitzerland 17
Belgium FlagBelgium 8
Italy FlagItaly 4
United States FlagUnited States 4
United Kingdom FlagUnited Kingdom 3
Albania FlagAlbania 2
France FlagFrance 2
Denmark FlagDenmark 1
3 Besucher sind keinem Land zuzuordnen 
 
 

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Lieber Damian,

ich hoffe, du hast dich von deinem Trampolinunfall mittlerweile gut erholen können und das du wieder unbeschwert rumhüpfen kannst. Aber das ist nicht mein Anliegen. 

Dein Vater hat mit seiner Mannschaft bei dieser EM überhaupt keinen Punkt geholt und die Niederlage gegen Deutschland hast du ja live miterleben dürfen…das Leben ist hart, oder? Das deine Elftal  in den Farben von Müllmännern so schlecht bei der noch laufenden EM abschneidet, war so nicht zu erahnen. Ich habe ja in meinem Blog prognostiziert, dass dein Papa früher nach Hause kommen wird, was du dann nicht verstehen kannst, da ja die Europameisterschaft noch läuft. Vielleicht kannst du dich ja doch darüber freuen, dass du mehr Zeit mit Papa verbringen kannst.

Verliere nun nicht die Lust am Fussball und sei froh, dass du ja auch ein schönes Deutschland-Trikot im Schrank hast. Dein Trost ist, das du deutscher Abstammung bist…also schwarz-rot-gold anziehen und weiter feiern!

Viel Spaß & Grüße aus dem Nachbarland

Frank     (nicht Froonck!)

P.S. Sei darüber glücklich, dass du nicht Robben mit Nachnamen heisst, ansonsten könntet ihr mit dieser Frage konfrontiert werden: „Welche Tiere schießen keine Tore?“ 🙂

Die 96-Fans sind in Poltawa angekommen  (siehe Artikel vom 10.06.) und übergeben die Spende. Am Ende wird noch das Spiel gegen Holland richtig getippt.

Fernsehbericht im Morgenmagazin

Ganz großer Sport!

Vorwort: Ich habe diesen Bericht auf www.welt.de gelesen und fand ihn sehr aufschlußreich. Man gewinnt aus einer anderen Sicht Eindrücke und Ansichten über eine Stadt, unser Land, von drei Mitbürgern, die aus Israel stammen. Man kann darüber diskutieren, ob der Inhalt nun (un)sinnig ist, ärgerlich, quatsch, toll,…er ist auf jeden Fall aufschlußreich und informativ. Zumindest regt es das Denken über ein Thema an, dass in unserer Zeit nicht vergessen, aber die Schuldgefühle unseres Landes endgültig beenden sollte.

 

18.000 Israelis leben mittlerweile in Berlin, viele sind Künstler. Was erhoffen sich die jungen Kreativen von der Stadt, in der das historische Trauma so präsent ist?

Die Großeltern wurden in Deutschland verfolgt und gequält, ihre Enkel haben in Berlin ihren Sehnsuchtsort gefunden: Kaum eine europäische Metropole zieht junge Israelis so an wie Berlin. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl israelischer Touristen verdreifacht, die Deutschkurse in den Goethe-Instituten in Tel Aviv und Jerusalem sind ausgebucht, mehrmals am Tag gehen Direktflüge in die Hauptstadt. Die meisten kommen, um zu bleiben. Wie erleben die jungen Kreativen die deutsche Gegenwart, wie den Blick auf Israel? „Welt Online“ hat die Musikerin Ofri Brin, den Choreografen Nir de Volff und den Tenorsänger Assaf Kacholi im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg getroffen.

Welt Online: Immer mehr junge Israelis zieht es dauerhaft nach Berlin. Sie drei leben schon seit einigen Jahren in der Stadt. Wie nehmen Sie diesen enormen Zulauf wahr?

Nir de Volff: Es gibt tatsächlich einen riesigen Hype um die Stadt. Für junge Israelis ist Berlin das neue Traumziel. Vor zehn Jahren war das noch ganz anders.

Assaf Kacholi: Stimmt. Vor zehn Jahren gab es nur wenige Israelis in der Stadt. Die meisten meiner Freunde sind nach London oder New York gegangen, um Gesang zu studieren. Berlin hatten die wenigsten im Blick. Als ich 2002 im Flugzeug nach Berlin saß, war mir nicht klar, wie hart der Anfang sein würde. Die Israelis, die heute herkommen, wissen viel mehr über das Leben hier. Sie tauschen sich vorher auf Facebook aus, wie man ein Visa bekommt, eine Wohnung, eine Arbeit. Sie sind informierter, haben aber auch enorm hohe Erwartungen.

De Volff: Ich bin Ende 2003 hergezogen, eher aus Zufall, weil ich am Tanztheater Dock 11 einen Platz im „Artist in Residence“ Programm bekommen habe. Das erste Mal habe ich Berlin 1995 besucht. Das war gruselig. Mein erstes Bild: Flughafen Schönefeld, Sicherheitsleute mit einem Schäferhund. Ich dachte: Die warten auf die Immigranten aus Israel. Ich hatte das Gefühl, enorm herauszustechen. Ich war ziemlich paranoid, weil ich mit diesen ganzen düsteren Bildern von Deutschland aufgewachsen bin.

Kacholi: So schlimm habe ich das nie erlebt. Sind deine Eltern nie vorher nach Deutschland gekommen?

De Volff: Nein. Im Reisebüro in Tel Aviv haben sie von Reisen nach Deutschland abgeraten. Paris, London: kein Problem. Berlin: lieber nicht. Es gab damals nur zwei Flüge in der Woche. Die waren nie ausgebucht. Deutschland war in den Neunzigerjahren ein Tabu.

Ofri Brin: Stimmt: Urlaub in Italien oder Deutschland zu machen: Das war für viele Israelis kein Thema. Es war eine andere Zeit.

Welt Online: Warum haben Sie sich dennoch entschieden, nach Berlin zu kommen?

Brin: Die Stadt bietet viele Optionen. Damit meine ich nicht nur günstige Mieten und bezahlbare Studios. Als Künstler hat man hier die Chance, ein Teil von etwas zu sein. Es herrscht eine große Offenheit gegenüber jeder Art von Kunst.

De Volff: Ich bin ja erstmal zurück nach Israel gegangen, wo ich bei der Pina-Bausch-Produktion „Viktor“ an der Oper in Tel Aviv mitarbeiten konnte. Dann habe ich eine Zeit in Amsterdam gelebt. Berlin hat mich aber nie losgelassen. Ich wusste, ich kann hier noch Dinge entwickeln, auch, weil alles so roh und unfertig wirkte. Das ist heute schon ziemlich anders.

Kacholi: Ich muss protestieren: Ich habe Israel nie verlassen. Das würde ich so nie sagen. Für einen Israeli ist es sehr schwer, seine Herkunft loszulassen.

De Volff: Aber du bist doch aus Israel weggegangen. Du hast hier deine Basis, zahlst Steuern, bist Teil der Gesellschaft.

Kacholi: Auch wenn das jetzt pathetisch klingt: Meine Seele hat Israel nie verlassen.

De Volff: Klar, die Erinnerung an unsere Heimat konstruiert ja auch unsere Person. Wir haben in Israel unsere Wurzeln. In der Gesellschaft, im Judentum, im Staat.

Brin: Ich war sehr jung, als ich weggegangen bin, noch keine achtzehn. Klar, ich wollte die Welt sehen. Gleichzeitig habe ich mich in der israelischen Gesellschaft immer wie ein Außenseiter gefühlt. Ich bin in einem Dorf in den Golanhöhen aufgewachsen, das war wunderschön. Doch ich wollte der Enge entkommen. Die Projekte, die ich hier mache, hätte ich nie in Israel machen können. Der Weg ist dort ja vorgezeichnet: Armee, Reisen, Studieren, Arbeiten. Als ich siebzehn war, lebte ich in New York. Dann musste ich für den Armeedienst zurück nach Israel. Das war schwierig.

Kacholi: Als Künstler musst du auch in die Welt gehen. Für mich als Opernsänger war immer klar, dass ich allein in Israel keine Karriere machen würde. Dort gibt es eine Oper, das Repertoire wird ständig gewechselt, sie können die Sänger nicht fest an ihr Haus binden.

Brin: Es gibt in Israel schon eine lebendige Kulturszene. Aber es ist ein sehr kleines Land, es gibt nur ein kleines Publikum. Für einen Künstler ist das Leben dort sicher härter als anderswo.

De Volff: Mit zwanzig wollte ich die Welt verändern. Ich wollte mit aller Macht die gängigen Tanzstile, die ich nicht mochte, von Grund auf verändern. Die Ernüchterung kam mit der Erkenntnis, dass es in Israel nur ein Zentrum, ein Monopol gibt. Ich wollte aber verschiedene Dimensionen ausprobieren. Und ich bin auch weggegangen, weil ich es nicht mehr ertragen habe, jede Stunde die Nachrichten zu hören. Überall in Israel ist die Politik um dich herum, du bist wie in einer ständigen Blase.

Kacholi: Selbst wenn du im Bus durch Tel Aviv fährst, weißt du, dass der Busfahrer zur vollen Stunde das Radio aufdrehen wird, damit alle hören, was gerade passiert.

De Volff: In Berlin kann man sich komplett aus dem Nachrichtenfluss rausziehen. Das ist etwas sehr Deutsches: Hier macht man die Fenster zu, man hört nicht alles, was um einen herum geschieht. Die Privatsphäre ist den Deutschen extrem wichtig. Das genieße ich als Israeli sehr.

Brin: Das trifft es sehr gut. In einer jüdischen Familie gibt es wenig Privatsphäre. Man ist immer allem ausgesetzt: den Freunden, der Familie, der Politik.

Kacholi: Deswegen steht man als Künstler in Israel viel mehr in der Öffentlichkeit – und in der Kritik. Du wirst in Kategorien eingeteilt. Das kann für die Kunst sehr einschränkend sein.

Welt Online: Wie sehr berührt das, was in Israel passiert, Ihren Alltag?

De Volff: In Israel war ich kaum politisch interessiert. Wohl deshalb, weil die permanente Angst vor Feinden den Alltag sowieso beherrscht. In Berlin hat sich das gewandelt. Ich sehe mir jeden Tag im Internet die Nachrichten an. Ich bin süchtig. Mich machen viele Entscheidungen der Regierung sehr wütend. Und dann ist es schon seltsam, nur noch Zuschauer von außen zu sein.

Brin: Mich berühren die politischen Geschehnisse hier auch stärker. Mich interessiert, wie sich die Menschen in Internetforen organisieren und austauschen, um ihr Unbehagen zu äußern, an der veränderten finanziellen Situation, an der globalen Komplexität. Es ist eine Zeit der Umbrüche. Auch in Israel.

Kacholi: Ich ziehe mich da total raus. Ich genieße mein beschauliches Leben in Berlin, diese Ruhe, auch in mir selbst. Hier kann ich mich konzentrieren.

De Volff: 2007 habe ich das Stück „3Some“ entwickelt, zusammen mit dem deutschen Schauspieler Knut Berger und der palästinensischen Tänzerin Sahara Abu Gosh. Darin ging es um das Verhältnis von Deutschland, Israel und Palästina, etwas, was ich in Israel nie hätte machen können. Wir sind auf Welttournee gegangen, überall ein Riesenerfolg. Zur Aufführung in Israel kamen viel weniger Leute als an allen anderen Orten. Die Menschen wollten nicht mit Politik konfrontiert werden. Ich bin hier in einer bequemen Position: Ich schaue die Nachrichten und verarbeite das, was mich dort bewegt, in meinen Choreographien. Ich bearbeite es aus der Distanz, in einem neutralen Umfeld. Das ist ein großer Luxus.

Welt Online: Wie hat denn Ihr Umfeld reagiert, als Sie nach Berlin gezogen sind?

De Volff: Mein Opa hat das KZ in Bergen-Belsen überlebt. Ich habe nie mit ihm darüber gesprochen. Er ist 96 Jahre alt und kauft bis heute keine Produkte aus Deutschland. Sein einziger Kommentar in all den Jahren, die ich hier lebe, war: „Verdien‘ gut. Nimm all das von den Deutschen, was ich nie bekommen habe.“ Ich schicke ihm nie Postkarten aus Deutschland, aus Respekt.

Brin: Die Erinnerungskultur ist in Berlin ja sehr lebendig. Der Schrecken der Nazizeit ist ein großer Teil der Öffentlichkeit.

De Volff: Für mich ist das ein großes Thema. Seit 2007 werde ich vom Kulturfonds des Landes Berlin gefördert. Wohl auch deshalb, weil man sich von mir ein politisches Statement erhoffte, so eine Art Wiedergutmachung, wie mir mal ein Jurymitglied sagte. Ich antwortete: Warum können die Deutschen ihre Vergangenheit nicht mal ruhen lassen? Warum können sie mich nicht nur als Künstler annehmen? Er sagte: Die Geschichte ist Teil ihres Bewusstseins, gewöhn dich dran, das wird sich nie ändern.

Kacholi: Ich war drei Jahre in Berlin, bin nach Israel zurück und bekam dann das Angebot, bei „Adoro“ zu singen, einem Klassik-Pop-Crossover-Projekt, verbunden mit der Chance, einen Plattenvertrag bei Universal Music zu bekommen. Und doch: Ich habe gezittert bei dem Gedanken, hier bei einem so großen Projekt mitzumachen.

De Volff: Du bist natürlich auch in einer besonderen Situation.

Kacholi: Klar, wir interpretieren deutsche Hits. Wir singen vor riesigem Publikum Popsongs wie „Liebe ist alles“ von Rosenstolz oder „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena, begleitet von einem Sinfonieorchester. Ich muss mich also in diese Kultur einfühlen und vielleicht auch vergessen, woher ich komme.

De Volff: Das klingt verwirrend.

Kacholi: Verwirrend war es, als wir zum zwanzigjährigen Jubiläum des Mauerfalls 2009 am Brandenburger Tor „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen sangen. Vor Hillary Clinton und Michail Gorbatschow. Ein Kollege sagte zu mir: „Ist es nicht toll, dass du als Israeli die Hymne der deutschen Wiedervereinigung singst?“ Das fand ich seltsam, ich wollte doch nur singen! Noch verwirrender war es, als wir im gleichen Jahr die deutsche Nationalhymne beim Länderspiel gegen Südafrika in Leverkusen gesungen haben.

De Volff: Was? Ich könnte nie die deutsche Nationalhymne singen.

Brin: Ich auch nicht.

Kacholi: Beim Proben zuhause war ich leicht hysterisch. Aber dann habe ich mit ein paar israelischen Opernsängern gesprochen und die sagten: „Was ist dein Problem? Warum macht es einen Unterschied, ob du eine Arie von Mozart oder die deutsche Hymne singst? Es ist eine schöne Melodie, ein eingängiger Text.“ Und ich dachte: Sie haben recht. Es sollte eine Art Heilungsprozess beginnen, auf beiden Seiten.

Brin: Ich nehme schon wahr, dass junge Deutsche zum Holocaust eine ziemliche Distanz haben.

De Volff: In der Schule sind sie damit konfrontiert. Aber die Zeit verändert den Zugang zur Geschichte. Das ist gut und schlecht zugleich: Gut, weil die junge Generation viel unbefangener mit den Israelis umgeht und die Einteilung in Täter und Opfer wegfällt. Schlecht, weil auch ein junger Deutscher wissen sollte, was sein Urgroßvater getan hat.

 

 

96-Fans helfen in der Ukraine

Quelle: Neue Presse Hannover

Morgen früh um vier gehts los. Tanja Behrends freut sich „volle Pulle“. Die Mitarbeiterin des Fanprojekts Hannover gibt Gas. Mit einem VW Crafter, einem Bulli und einem Turan startet die 14-Personen-Gruppe aus Projektmitgliedern und 96-Fans Richtung EM-Land Ukraine, nach Poltawa, zum Waisenhaus „Schule Nr. 2“.
Volle Pulle und voller Kofferraum für Waisenkinder! 753 Kilo Hoffnung in Paketen auf sieben Europaletten, mit Spielzeug und Klamotten für 150 Jungs und 90 Mädchen bringt der Hilfskonvoi aus Hannover ins Waisenhaus. Die Aktion ist einzigartig. 16370,98 Euro kamen zusammen bei der Aktion „96-Fans helfen Kindern!“. Die Fans machten mit dem Geld Hilfsshopping bei C&A und der Galeria Kaufhof. In Poltawa werden außerdem TV-Geräte, DVD-Spieler und Computer in der Metro besorgt.
Im Rahmen des 96-Auswärtsspiels in der Euro-League-Gruppenphase bei Worskla Poltawa knüpften die Fans Kontakt zu dem Waisenhaus. Das Fanprojekt und der Dachverband „Rote Kurve“ nahmen die Aktion in ihre Hände. Auf der Weihnachtsfeier und bei Heimspielen sammelten die 96-Anhänger, 96-Chef Martin Kind legte nochmal knapp 8000 Euro drauf.
Tanja Behrends und die vielen Helfer reißen bis zur Rückkehr nächsten Mittwoch 4000 Kilometer runter. „Ein Abenteuer“, sagt sie. Wahrscheinlich nicht das letzte: Fans und Fanprojekt wollen die „Schule Nr. 2“ auch in Zukunft unterstützen.
Behrends ist „wichtig, dass wir persönlich hinfahren“. Als fantastischen Bonus gibts Karten für das deutsche EM-Spiel in Charkow gegen Holland. In Poltawa übernachtet die Gruppe im Palazzo-Hotel, wo auch die 96-Profis im Herbst 2011 abstiegen. Ein echtes Abenteuer mit EM-Feeling und eine große Hilfe für die Kinder von Poltawa. Gute Reise, 96-Fans!

Ich habe meine neue Bestellung von Barfish.de erhalten. Besonders auf meinen neuen Bourbon, der relativ günstig gekauft wurde, war ich gespannt. Fast stundenlang habe ich mich damit beschäftigt, welcher Bourbon in die Bestellung kommt….E.C., Buffalo Trace,… es wurde der Elijah Craig.

Heute war der perfekte Abend ihn zu kosten. Was kann man denn von einen Bourbon für 22,95€ erwarten? Leute…dieser Whiskey ist eine Wucht! Und bei dem Preis kann man nichts falsch machen! Seine Daten:

  • Alter: 12 Jahre
  • Fassart: Amerikanische Steineiche, neue Fässer
  • Herkunft: Kentucky, USA
  • Menge: 700ml

Er wird nach traditioneller Rezeptur aus Mais, Roggen und Gerste sorgfältig destilliert. Der Elijah Craig (12 years old) Kentucky Straight Bourbon Whiskey erhielt seinen Namen nach dem Baptistenprediger Elijah Craig, der im 18. Jahrhundert in Kentucky lebte und als Erfinder des Bourbons gilt.

Ein Kenner schrieb, dass er der perfekte Whiskey für einen Mint Julep ist. Es bleibt abzuwarten, wie er sich in den anderen amerikanischen Klassikern macht. Pur hat er überzeugt. Das Preis/Leistungsverhältnis ist sehr gut.

 

 

 

 

Man stelle sich vor, bei der Fußball-EM ginge es so absurd zu wie in dem Drama um die Rettung des Euro. Am Ende würden die Tore der Deutschen und Holländer in einen Pool zur Griechenrettung fließen.
Freitag, 8. Juni: Eröffnungsspiel. In der Gruppe A trifft Polen auf Griechenland. Die Griechen dachten: Schaffen wir mit links, das geht auch ohne Training. Sie verlieren 0:3. Der griechische Nationaltrainer insistiert: „Ich habe nur ein Tor gesehen.“

Samstag, 9. Juni: In der Gruppe B besiegen die Niederlande Dänemark mit 4:0. Deutschland gelingt ein 5:0 gegen Portugal. Aus der Fifa dringt der Vorschlag an die Öffentlichkeit, man könne doch einen Teil der Tore, die die starken Mannschaften geschossen haben, in der Turnierstatistik einfach Griechenland zuschlagen. Die Uefa verbittet sich die Einmischung des Weltverbands in innereuropäische Angelegenheiten.

Sonntag, 10. Juni: Griechenlands Sponsoren werden nervös. Der griechische Nationaltrainer sagt: „Ich will kein einziges Tor von den Deutschen.“

Griechenland gerät in Schieflage

Montag, 11. Juni: Gegen die Tschechen verlieren die Griechen ebenfalls mit 0:3. Eine große Debatte entbrennt. Die Griechen hatten sich eigentlich eh nicht für die Euro 2012 qualifiziert, sich aber mit dem Argument ins Turnier gezwängt, ihr Land sei doch die Wiege des Fußballs. Jetzt wird klar: Wenn die Griechen nicht bald besser werden, wird ein solcher Schmu den Sponsoren beim nächsten Mal nicht mehr zu verkaufen sein.

Dienstag, 12. Juni: Die Uefa beschließt: Griechenland darf bis auf weiteres mit zwölf Spielern antreten. Außerdem bekommen die Griechen qua Uefa-Beschluss drei Tore gutgeschrieben, eines von Deutschland – schließlich haben die Deutschen bisher am meisten geschossen -, zwei von den übrigen Teilnehmern zusammengenommen. Wird nicht wieder vorkommen, sagt Jogi Löw, das ist eine einmalige Angelegenheit. Außerdem sei das Tor ja nur geliehen, das bekomme man zurück. Und obendrauf noch ein paar Eckbälle. Bestimmt.
Mittwoch, 13. Juni: Überraschend verliert Portugal auch sein zweites Gruppenspiel – 1:2 gegen Dänemark. Nun ist das vorzeitige Ausscheiden kaum noch zu verhindern. Ronaldo droht, sich umoperieren zu lassen. Panik bei den Sponsoren. Die Uefa bildet einen Pool von Rettungstoren: Vorübergehend sollen sich notleidende Nationaltrainer daraus bedienen, wenn sie im Gegenzug versprechen, doller trainieren zu lassen. Deutschland und Holland spielen daraufhin am Abend aus Protest 0:0.

Rettungstore werden dauerhaft errichtet

Donnerstag, 14. Juni: Griechische Zeitungen zeigen den wohlgefönten Strenesse-Liebhaber Jogi Löw mit Vokuhila und in Ballonseide. Die Uefa beschließt, die Rettungstore zur dauerhaften Einrichtung zu machen. Nur so sei das Vertrauen der Sponsoren zurückzugewinnen. Jogi Löw sagt, das sei alternativlos. Das Deutsche Sportgericht erklärt: Man wende das Reglement ja schon bei Fortuna Düsseldorf nicht an, da könne man ja wohl nicht jetzt, mitten in der EM-Krise, anfangen, pingelig zu sein.

Freitag, 15. Juni: Ein früherer zweiter Hilfstorwarttrainer veröffentlicht ein neues Buch, Startauflage fünf Millionen Exemplare, Titel: „Europa braucht den Fußball nicht.“ Jogi Löw knurrt: „Nicht hilfreich“. Jürgen Trittin kreischt „Abseits!“ und fordert alle guten Fußballfans auf, das Buch auch nicht zu lesen.

Samstag, 16. Juni: Der Druck auf Deutschland und Holland wird immer größer. Künftig sollen sämtliche Tore von vornherein in einen Europool fließen, aus dem sie dann nach Bedürftigkeit verteilt werden. Mario Gomez und Klaas-Jan Huntelaar gründen die Protestbewegung „Occupy Strafraum“, die irgendwie dagegen ist. Abends verliert Griechenland gegen Russland auch sein letztes Gruppenspiel. Wie immer mit 0:3.

Ein Trainigsplan für alle Mannschaften

Sonntag, 17. Juni: Jogi Löw und sein niederländischer Kollege wollen eine Gegenleistung für den Europool. Sie setzen durch, dass es künftig eine Trainingsunion geben wird: Alle Nationalmannschaften bekommen von Löw ihren Trainingsplan diktiert, der strikte Freudlosigkeit vorschreibt und mit „Löw IV“ überschrieben ist. England droht damit, die Uefa zu verlassen: Der High-frequency-Handel mit Doppelpässen müsse ein Monopol von Wayne Rooney bleiben.

Montag, 18. Juni: Der griechische Coach stellt ein Ultimatum: Wenn wir nicht sofort einen Platz im Viertelfinale bekommen, lassen wir die Mannschaft darüber abstimmen, ob wir die geliehenen Tore zurückgeben oder nicht.

Dienstag, 19. Juni: Spaniens Nationalspieler haben sich vor Wochen mit Mumps infiziert und sind nur mit Ach und Krach durch die Vorrunde gekommen. Nun verlangen sie, für das Viertelfinale gegen Frankreich am 24. Juni schon einmal eine vorbeugende Torlinie in Höhe von zwei Treffen gutgeschrieben zu bekommen: „Sonst stecken wir alle an. Alle!“

Mittwoch, 20. Juni: Sponsoren kündigen vor dem Viertelfinale gegen Schweden ihre Verträge mit Italien auf. Sie fürchten, dass Deutsche und Holländer gar nicht so viel Tore schießen können, wie Italien bekommen müsste, nachdem die halbe Mannschaft wegen Korruptionsverdachts inhaftiert wurde.

Krisengipfel zur Rettung des Fußballs

Donnerstag, 21. Juni: Im ersten Viertelfinale besiegt Deutschland Co-Gastgeber Polen mit 1:0. Auf einem eilig einberufenen Krisengipfel beschließt die Uefa im Namen von Gerechtigkeit und paneuropäischer Solidarität, dass bis auf Weiteres jedes Team mit so vielen Spielern und Bällen antreten darf, wie es möchte.

Freitag, 22. Juni: Viertelfinale zwischen Holland und Griechenland, das per Dekret zum Zweiten der Gruppe A ernannt worden ist. Im Stadion stehen so viele Menschen auf dem Platz wie sonst nur in der Esprit-Arena zu Düsseldorf. Griechenland obsiegt mit 81:57.

Samstag, 23. Juni: Italiens Kicker erklären vor dem Viertelfinale gegen England, dass man zwar Rettungstore entgegennehmen werde, aber Trainingsauflagen nicht akzeptieren könne. Nach 90 Minuten steht es 3:0 für England. Italien bekommt vier Rettungstore zugeteilt und zieht ins Halbfinale ein.

Sonntag, 24. Juni: Im Viertelfinale zwischen Frankreich und Spanien stimmen die Teams vor dem Spiel darüber ab, wer im Turnier bleiben darf. Die ersten drei Abstimmungen gehen unentschieden aus. Franzosen und Spanier beschließen daraufhin, dass sie ihre Hausaufgaben gemacht haben und im Halbfinale gemeinsam antreten werden.

Europäische Fußballregierung ohne England

Montag, 25. Juni: Die Uefa verwirft den deutsch-holländischen Vorschlag, eine Trainingsunion zu gründen. Stattdessen wird eine europäische Fußballregierung ins Leben gerufen. England ist dafür, will aber selbst nicht mitmachen, sondern sich fortan ganz dem Rugby widmen.

Dienstag, 26. Juni: Die neue europäische Fußballregierung beschließt, dass Deutschland sich durch Askese und gute Jugendarbeit einen Wettbewerbsvorteil erschlichen habe. Den deutschen Kickern wird auferlegt, nun erst einmal einen kräftigen Schluck aus der Pulle zu nehmen.

Mittwoch, 27. Juni: Im ersten Halbfinale trifft Deutschland auf Italien. In der 92. Minute gibt es einen Elfmeter für Italien, nachdem Bastian Schweinsteiger dem Schiedsrichter vor die Füße gekotzt hat. Manuel Neuer sieht den heranfliegenden Ball doppelt und greift nach dem falschen. Italien steht im Finale.

EM-Abstimmung aller Zuschauer

Donnerstag, 28. Juni: Im Halbfinale zwischen Griechenland und Frankreich/Spanien setzen sich die Spieler im Schneidersitz in den Mittelkreis. Nach 90 Minuten wird entschieden: Griechenland hat gewonnen, wird dafür aber Frankreich/Spanien bei der nächsten WM den Vortritt lassen.

Freitag, 29. Juni: Die Uefa fasst den Beschluss, die Fernsehzuschauer über die Europameisterschaft abstimmen zu lassen.

Sonntag, 1. Juli: Finale zwischen Griechenland und Deutschland. Deutschland bekommt „pas de goal“. Europameister wird eine Boygroup aus Schweden.

(Quelle: www.welt.de, Verf. Olaf Gersemann)

Kurzinformationen

Veröffentlicht: 8. Juni 2012 in AKTUELLES / NEUES
Schlagwörter:, , , ,

Es gibt auch mal Gutes zu berichten.

 Spaniens Banken brauchen weniger Geld als befürchtet

Spanien steht wegen seiner Bankenkrise besonders im Fokus der Finanzmärkte. Ein bislang unveröffentlichter Bericht des IWF zeigt, dass die Banken weniger Geld brauchen als bisher angenommen. Man geht von weniger als 50 Mrd. € aus.

Jagd auf die Steuermilliarden der Elite-Griechen

Athens oberster Steuerfahnder Nikos Lekkas holt eine Milliarde nach der anderen aus den Steuerverstecken Griechenlands hervor. Es scheint klar: Wenn die Griechen ihre Steuern zahlten, wäre alles gut! „Die Steuerflucht in Griechenland erreicht 12 bis 15 Prozent des Bruttosozialprodukts. Das sind 40 bis 45 Milliarden Euro im Jahr. Wenn man davon auch nur die Hälfte eintreiben könnten, wäre Griechenlands Problem gelöst!

Ein schönes Wochenende

Das Oberlandesgericht Düsseldorf ist der Ansicht, dass falsche Berechnungsmethoden angewandt wurden, zum Nachteil der Netzbetreiber. Bald könnten die Preise für Millionen Verbraucher stark anziehen.

Die Schufa plant in großem Umfang, Daten aus Facebook, Xing, Twitter und anderen Netzwerken zur Bewertung der Bürger heranzuziehen. Dazu läuft ein Forschungsprojekt. Datenschützer sind entsetzt.

Die Schufa, Deutschlands bekannteste Auskunftei, plant, in großem Umfang Daten aus dem Internet zu sammeln und für Bonitätsprüfungen von Verbrauchern zu nutzen.

Nach Recherchen von NDR Info und „Welt Online“ lässt das Unternehmen dafür an der Universität Potsdam Projektideen entwickeln, wie soziale Netzwerke wie Facebook, Geodatendienste wie Google Street View oder Mitarbeiterverzeichnisse von Unternehmen für die Schufa nach personenrelevanten Daten durchsucht werden können.

Zu den Ideen gehört demnach auch, Profile bei Facebook, Xing und Twitter zu bilden, andere User zur Teilnahme aufzufordern und diese dann zur verdeckten Beschaffung von Adressen zu nutzen. Zudem sind digitale Marktplätze wie immoscout24 oder mobile.de im Visier des Schufa Lab.

Datenschützer sind entsetzt

Daten- und Verbraucherschützer reagieren auf die Schufa-Pläne mit Entsetzen und Unverständnis. „Hinter einem solchen Forschungsprojekt steckt immer eine Absicht. Sollte die Schufa die gewonnenen Daten tatsächlich einsetzen, wäre das eine völlig neue Dimension“, sagt der schleswig-holsteinische Landesdatenschutzbeauftragte Thilo Weichert, der die Dokumente analysierte.

Besonders problematisch sei, „dass Informationen, die beiläufig ins Netz gestellt worden sind, systematisiert werden sollen“, so Weichert. Auch die Hamburger Verbraucherschützerin Edda Castelló sieht den Schufa-Vorstoß ins Netz mit Unbehagen.

„Für hochgefährlich halte ich es, wenn verschiedene Datensammlungen mit persönlichen Lebensläufen und Angaben von einem Wirtschaftsunternehmen zusammengeführt und ausgenutzt werden“, so Costello.

„Leute, die bei Facebook unterwegs sind, denken nicht daran, dass das, was sie dort sagen, vielleicht einmal für ihre Kreditwürdigkeit von Belang ist“, sagte Costello. „Das ist eine Grenzüberschreitung.“

Astrid Kasper, Leiterin der Unternehmenskommunikation der Schufa, kann dagegen nichts Schlimmes an der Ausforschung finden. Es gehe lediglich „um die wissenschaftlichen Möglichkeiten der Einsichtnahme, aber auch der Bewertung von Informationen aus dem Netz.“

(Quelle: Auszug aus einem Bericht bei www.welt.de)

Vorwort: Udo habe ich 2002 während der Aufstiegssaison von Hannover 96 in einem Fussball-Forum kennengelernt. Nach kurzer Zeit war ein Treffen im Irish Pub unumgänglich und bereits während dem ersten Bier war man vollends auf einer Wellenlänge. Da ging es dann auch um Sledgeeishockey und er lud mich zu einem Probetraining ein. So ergab es sich, das wir gemeinsam 2x Deutscher Meister wurden und eine tolle Zeit auf dem Eis hatten. Unvergessen bleibt, wie er mir eine (Streethockey-)Torwartmaske während einer Reportagen-Besprechung von Sat1 zerschoss! Das Gitter der Goalie-Maske riß ab, der Helm platzte und ich konnte das Blut auf der Stirn spüren. Während dieser Zeit sah der Sport von der Tribüne noch behäbig aus, vom Eis aus dagegen erheblich schneller. Jetzt sieht Sledgeeishockey als Zuschauer rasant aus…wie dann erst vom Eis?

Hallo Udo, danke, dass du dir die Zeit genommen hast, und los geht´s.

1) Wir kennen uns mittlerweile 10 Jahre! Damals bin ich durch dich zum Sledgeeishockey gekommen, was zu der Zeit noch relativ langsam gespielt wurde. Kannst du uns sagen wie die Leistungssteigerung in Deutschland zustande kam?

Ich denke es liegt daran, dass wir relativ schnell anfingen im Olympiastützpunkt zu trainieren. Schnell haben wir dann auch am Material geschliffen und uns ordentliche und leichte Schlitten aus Norwegen bestellt. Das war damals ein riesen Schritt nach vorne. Das Training hat sich seit dem Umzug in Lennys Halle um 200% verbessert und man hat häufiger trainiert. Ausserdem haben wir viele Turniere im Ausland gespielt und gegen die ganz Großen im SH gerockt.

2) Wie überbrückt ihr den Sport im Sommer?

Handbiken, Schwimmen, Olympiastützpunkt – Die Meister vom Winter werden im Sommer gemacht

3) Was sind die aktuellen Ziele der Nationalmannschaft und wann wird Deutschland (nach 2005) wieder Europameister?

Das ist eine gute Frage. Das mittelfristige Ziel wird wohl die Qualifikation für Sochi 2014 sein. Das wird aber extrem schwer. Im November ist die B-WM und dort möchten wir wieder in den A-Pool aufsteigen!
Nachdem wir unglücklich abgestiegen sind und uns noch unglücklicher nicht für Vancouver 2010 qualifiziert haben geben wir jetzt richtig Gas.

4) Ich entsinne mich noch genau an die Paralympics 2006 in Turin…war das bisher euer Karriere-Highlight, riesige, volle Hallen, eine wahnsinns Stimmung,…?

Definitiv JA! Weltmeisterschaften und Europameisterschaften sind schon geil. Aber mit 8 Teams und anderen Sportlern im Olympischen Dorf zu wohnen und sich schon etwas wie ein Sport-V.I.P. zu fühlen, das ist schon geil. 4000 Zuschauer in der Halle, das Drumherum und dann noch der 4. Platz (Scheiss 3:4 gegen die Amis) waren ein riesen Traum. Welches Kind träumt nicht von Olympia? Für mich war das das Größte und ich schaue mir heute noch die Zusammenfassungen von 2006 an. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

5) Hannover (bis 2008 Hannover Scorpions) bzw. Langenhagen ist Serienmeister mit 11 Meistertiteln. Was steckt hinter diesem Erfolg?

Anfangs lag es sicher daran, dass der Hauptteil der Spieler auch in der Nationalmannschaft gespielt hat und sich in anderen Städten die Teams erst entwickeln mussten. Das ist aber vorbei. In Hamburg/Bremen zum Beispiel spielen jetzt schon mehr Natio-Spieler als in Langenhagen. Aber Langenhagen hat den Siegeswillen, das Teamgefühl und den Ehrgeiz einfach immer den Titel zu holen. Dieses Jahr war es eng – nächstens Jahr wird es enger – und das ist gut so. So sind die Spiele einfach interessanter. Ich gewinne lieber nach einem Kampf mit 4:3 als ein 20:0!

6) Zum Schluß noch einmal zu Dir. Du bist Deutscher Rekordtorschütze und Topscorer in der Liga (Stand 08.05.2012 / 377 Tore, 214 Assist) …wie geht´s bei dir weiter?

Ich werde noch versuchen die Quali für 2014 zu spielen und wenn das gelingt, dann werde ich auch nach Sochi fliegen! Das ist noch ein riesen Ziel. Aufstieg in die A-WM. Aber man weiss ja nie, was noch kommt. Wenn ich körperlich fit bleibe (ok, 4 Fingerbrüche, Schnittwunden, Prellungen und Rippenbrüche gehören dazu), dann schauen wir mal.

In der Liga wollte ich schon noch ein paar Jahre spielen. Es würde mir auch nichts ausmachen mal einen Titel nicht zu holen. Es wird enger und das ist gut so.

Udo, vielen Dank! Bis auf unser nächstes gemeinsames Bier und alles Gute!

Udo Segreff (Ice Lions Langenhagen)

(Bildquelle: http://www.ice-lions-langenhagen.de)

68:0 Punkte!Super, THW Kiel!
Mit dem Titel-Triple und nun dem Abschluss der Handball-Bundesliga ohne Minuspunkt hat das Ausnahmeteam die Mission „Perfekte Saison“ vollendet. Bejubelt von 10 250 Zuschauern in der heimischen Halle und tausenden Fans auf dem Kieler Rathausplatz, feierten die „Unbesiegbaren“ am Samstag eine 39:29 (18:16)-Torgala gegen den VfL Gummersbach.
Durch den 34. Sieg im 34. Liga-Spiel und 68:0 Punkten sowie den Gewinn von Champions League, deutscher Meisterschaft und DHB-Pokal hat der deutsche Rekordmeister Geschichte geschrieben. Saisonübergreifend sind die Kieler seit 41 Bundesliga-Spieltagen ohne Niederlage.

Die aktuelle Lage

Veröffentlicht: 1. Juni 2012 in AKTUELLES / NEUES, NERVig!
Schlagwörter:, ,
  • In Spanien gerät die Bankenkrise außer Kontrolle
  • Griechenland erhält nach wie vor Geld
  • Der Deutsche Staat hat Mehreinnahmen in Milliardenhöhe und trotzdem gibt´s keine Steuersenkungen
  • Die Krankenkassen haben Überschüsse im Milliardenhöhe und zahlen diese nicht an die Beitragszahler aus (wetten, dass die Beiträge trotzdem steigen?)
  • Mehrkosten bei Medikamenten
  • Benzinpreise stiegen mal wieder an, obwohl Benzin günstiger gehandelt wurde.
  • Die Banken verjubeln Milliarden
  • Die Autobahnmaut (oder Vignette) steht im Raum! (Das Geld soll  in die Straßen investiert werden! Das Gleiche sagte man auch bei der überhöhten Mineralölsteuer!)
  • Die Strompreise steigen permanent!

Leute, ihr seht worauf es hinausläuft? Das sind lediglich einige Punkte von vielen. Steuerzahler olé!

Auch wenn es in Deutschland zur Zeit (noch) gut läuft, die derzeitige Konjunktur geht trotzdem an den meisten Bürgern vorbei!