Archiv für 11. Juli 2012

Das nervt gewaltig!

Veröffentlicht: 11. Juli 2012 in NERVig!
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Datenklau, Datenverkauf…Datenmissbrauch! Was sind wir eigentlich? Wo bleibt unsere Privatsphäre? Und…warum nur muss man stets im Internet sein??

Google, Facebook, Apple…Unternehmen verdienen mittlerweile viel Geld mit unseren Daten. Was im Juni einige Politiker versucht haben durchzusetzen, das grenzte an Verrat! Ein paar unserer Politiker wollten still und heimlich ein Gesetz ändern, damit man UNS verkaufen kann!

Die Steuern von uns scheinen nicht mehr zu genügen, gleich noch den Bürger verkaufen! Es ist eine Schande!

Aber zurück zu uns, die, die wertvoll sein können.

Rennt den sozialen Netzwerken, den Apps, dem ganzen neumodischen (Internet-) Kram nicht blind hinterher…die Erde dreht sich auch ohne den künstlich erzeugten Stress und Schnickschnack weiter, mal auf das wesentliche besinnen! Mal Zeit zum bewußten Leben nehmen. Nicht permanent in die Technikwelt tauchen. Nur weil einer schreibt „es gibt heute Spinat zu den Kartoffeln“ (und das gibt´s!), muss ich nicht sofort und unbedingt antworten oder „gefällt mir“ klicken. Einfach mal so einen Müll, so etwas unwichtiges ignorieren. Auch wenn es von einem „Freund“ kommt. Dafür muss man nicht ständig im Netz sein. Wichtige Informationen kann man auch 1 oder 2 mal am Tag abrufen, wichtige Daten sind bei Facebook & Co. eh selten. Kann das Leben denn so langweilig sein, dass man öfters online sein muß? Ist man weniger online, werden zudem weniger Daten über jeden einzelnen gesammelt…so ganz nebenbei.  

Bewußtes Leben heisst seine Umwelt bewußt wahrnehmen. Gestern schaute ein jugendlicher nicht einmal hoch, als er über die Straße überquerte. Er ging einer Person einfach hinterher, diese rannte allerdings, er nicht. Zum Glück bremste das Auto, der Fußgänger hatte noch rot! Gehört hatte er das Auto auch nicht, hauptsache Blick auf´s Handy und zur Krönung Musikstöpsel im Ohr! Total von der Umwelt abgekapselt! Ja nichts verpassen, immer und überall dabei sein. Lieber den Stress leben und überall angemeldet sein, zu jeder Zeit erreichbar zu sein und auf jeden scheiss Antworten, zumindest aber „liken“…ist das nicht krank?

So, habe nicht einmal mehr Lust weiter zu schreiben und nehme mir die Zeit hier aufzuhören…die Politiker kommen hier vorerst glimpflich weg.

Und falls man mich sucht, ich bin nun draußen an der Sonne, die kann man ganz ohne Technik und Apps „liken“.

Soviel zu meinem 250. Artikel

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Millionen Facebook-Nutzer sind mit Pseudonymen oder Fantasienamen angemeldet. Diese will das Netzwerk nun ausfindig machen – und spannt dafür die Freunde dieser Nutzer als Helfer ein.

„Ist dies der echte Name deines Freundes?“, fragt ein unschuldiges Pop-Up-Fenster, dazu zeigt es Benutzername und Foto eines beliebigen Kontakts aus der eigenen Freundesliste. Die Antwortmöglichkeiten: „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht“ und „Ich möchte nicht antworten.

Ratsam ist in jedem Fall der Klick auf die letzte Option, denn sonst instrumentalisiert der Konzern seine Nutzer dazu, ihren Bekannten hinterher zu spionieren. Auch wenn der Text im Fenster beteuert: „Bitte hilf uns dabei, zu verstehen, wie Nutzer Facebook verwenden. Deine Antwort bleibt anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto deines Freundes“, ist die Absicht der Entwickler klar: Mit dem unschuldigen Pop-Up soll Facebooks Klarnamen-Richtlinie knallhart durchgesetzt werden, der Konzern will mit Hilfe seiner Nutzer diejenigen rund 40 Millionen Facebook-Konten finden, die unter Pseudonymen oder falschen Namen laufen.

Dass der Konzern seine AGB durchsetzen möchte, ist verständlich. Dass er dafür jedoch seine Nutzer zum Spitzeln ermutigt, dürfte diese verärgern.

Facebook dürfte auch deshalb so deutlich auf die Verwendung echter Namen drängen, weil die Nutzeraccounts für die Vermarktung damit deutlich attraktiver werden. Der neueste Werbevorstoß des Netzwerks: Die Plattform registriert, welche Apps die Nutzer installieren und anwenden.

Diese Information gibt der Konzern zum einen an Werbekunden weiter, damit diese passende Anzeigen schalten können.

Dass viele US-Nutzer das Netzwerk inzwischen als zu gläsern erleben, zeigt sich an den Nutzerzahlen: Die nahmen dort in den letzten sechs Monaten um fünf Prozent ab.

(Auszug aus www.welt.de, © Axel Springer AG 2012)

 

 

Bis zu 36.000.000 Tote!

Veröffentlicht: 11. Juli 2012 in DIES, DAS & JENES
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Die von Peking 1958 gestartete Massenkampagne des „Großen Sprungs nach vorn“ hatte für das ganze Land China weitreichende Folgen. Der damalige Führer Mao Tsetung hatte das Ziel ausgerufen in nur 15 Jahren Großbritannien und die USA wirtschaftlich einzuholen. Dieses (Menschen-)Experiment kostete in nur 4 Jahren schätzungsweise bis zu 36.000.000 Menschen das Leben! Die, die überlebt haben lebten in Hunger und Angst. Die Menschen aßen alles was Ihnen die Möglichkeit gab etwas satt zu werden. Schätzungsweise 1300 Fälle von Kannibalismus soll es gegeben haben, wie verzweifelt muß man für solche Taten nur sein? Im Galopp sollte das Land kommunistisch und zum Industriestaat kollektiviert werden, um den Sowjetrussen die chinesische Überlegenheit zu demonstrieren. Dafür war Mao jedes Mittel recht. Pekings Führer waren sich im Klaren darüber, dass sich die Bauern nicht ohne Widerstand in Volkskommunen pferchen oder zu Stahlschmelzern pressen lassen, um Maos Utopien zu erfüllen. Terror müsste sie in Schach halten, damit es keine Revolten gebe.

Der damals 23-Jährige Polizeifunktionär Yin Shusheng war Mitglied der Untersuchungsgruppe. Nun bricht er sein Schweigen über die bis heute in ihrem Ausmaß von Peking geleugneten Verbrechen, für die kein Funktionär jemals zur Rechenschaft gezogen wurde.

Sein Buch über dieses Verbrechen am chinesischen Volk: Yang Jisheng: „Grabstein – Mùbei. Die große chinesische Hungerkatastrophe 1958-1962“. (Übers. von Hans Peter Hoffmann. S. Fischer, Frankfurt/M. 800 S., 28 Euro. ISBN: 978-3-10-080023-7)