Archiv für August, 2012

Carmen Brussig hat am Donnerstagabend das erste paralympische Gold für die deutsche Mannschaft erkämpft. In der 48-kg-Klasse setzte sich die stark sehbehinderte Judoka gegen die Taiwanesin Kai-Lin Lee durch. 15 Minuten vor Zwillingsschwester Ramona war Carmen Brussig auf die Welt gekommen – und wieder rund 15 Minuten nach ihr kämpfte Ramona in der 52-Kilo-Klasse um Gold. Und im Finale ließ sie sich keine Zeit: Nach nur 19 Sekunden hatte sie die Chinesin Lijing Wan mit der K.-o.-Wertung Ippon besiegt.

Wie klasse ist das denn 🙂

Zudem gab es am ersten Wettkampftag 3 weitere Medaillien für Deutschland, 1x Silber, 2x Bronze.

Wenn ich so meine Konzerthistorie überfliege, dann denke ich an geniale Stunden. Es sind Momente auf die man sich manchmal monatelang freut und schwupps sind sie da und man feiert und genießt die Zeit.

Ich habe hier mal meine Top-10-Konzerte aufgelistet. Musikgiganten wie Phil Collins und AC/DC (wäre Platz 11) haben es nicht hineingeschafft…dafür allerdings zwei hannoversche Bands!

  1. 1999 – Metallica – Minden Weserufer (u.a. mit Sepultura als Vorband!)
  2. 1994 – Pink Floyd – Niedersachsenstadion Hannover (einfach gigantisch!)
  3. 2006 – Metallica – Waldbühne Berlin (06.06.06!)
  4. 1996 – Inner Circle – Capitol Hannover (allerfeinster Reggae, Sound zum abfeiern)
  5. 2012 – Cosmic Tribe – Chez Heinz, Hannover (zusammen mit HORE)
  6. 2010 – Blakvise, Cosmic Tribe – GIG Hannover
  7. 2003 – Metallica – Preussag Arena Hannover (mit Godsmack als Vorband!)
  8. 2011 – Metallica, Slayer, Anthrax, Megadeth – Veltins Arena, Gelsenkirchen
  9. 1995 – Therapy? – Hanomag Hallen, Hannover
  10. 2012 – Blakvise – Faust, Hannover (CD-Release-Gig)

Wie ekelig & dumm!

Veröffentlicht: 28. August 2012 in NERVig!
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Vorgestern lag ich am See. Im Liegen konnte ich 23 Kippen im Sand zählen, pfui! Und als wir letztens die fast 40-Grad-Hitzewelle hatten, haben gleich 2 Fahrerinnen (!!) vor mir ihre Fluppen aus dem Autofenster geworfen! Was kann man nur gegen diese egoistischen und dummen Menschen tun??

So etwas ärgert mich richtig!

Neben der Euro-League – 96 Fans mal anders

Veröffentlicht: 24. August 2012 in Hannover 96

Letztes Jahr hatte Hannover 96 erstmals über 1.000.000 Zuschauer in einer Saison. Über 10.000 Fans fuhren nach Kopenhagen um ihre 96er zu unterstützen, mehr als 3.000 reisten nach Sevilla.

Aber nicht nur die Fantreue ist in Zahlen beachtlich. Abseits der Spiele gab es noch weitere Zahlen, die duch 96-Fans entstanden sind.

96-Fans setzen Zeichen!

Sevilla – Hannover: Ein 96-Fan trampt von Hannover nach Sevilla und sammelt pro Kilometer Geld. Es kommen 5.000€ bei 2.500km für  leukämiekranke Kinder zusammen.

Poltawa – Hannover: 96-Fans spendeten 16.000€, 750kg Spielsachen und Kleidung für Waisenkinder in der ukrainischen Stadt.

St. Patrick´s – Hannover: Mit einer sehr schönen Spontan-Aktion sorgten Fans von Hannover 96 aus einem Forum im Vorfeld der EL-Quali-Spiele gegen St. Patrick’s Athletic für positive Schlagzeilen: Nachdem Athletic-Fan Gary für nach Irland anreisende 96-Fans umfangreiche Reisetipps zusammengestellt hatte und in einem späteren Posting bedauerte, dass er sich eine Reise zum Spiel in Hannover nicht leisten kann, setzte sich eine Hilfewelle in Gang. Initiiert durch Forumuser wurden „Spenden“ gesammelt, um Gary eine Reise zu ermöglichen. In Rekordzeit kam dabei das benötigte Geld zusammen, sodass der Spendenaufruf sogar wieder „zurückgezogen“ wurde.

 

 
Herzlichkeit neben dem Sport, Ein tolles Miteinander mit Fans der anderen Mannschaften…so muss es sein.

Ein deutscher Kriegsgefangener und Feind wird zur Legende vieler Engländer. Selbst ein Genickbruch während eines Pokalendspiels konnte Bernhard „Bert“ Trautmann nicht aufhalten!

Zweiter Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieg kämpfte Trautmann als Fallschirmjäger für die Wehrmacht im Westen der Sowjetunion. Er geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft, konnte entkommen und wurde von den Briten erneut festgenommen. Die Briten sollen ihm bei der Gefangennahme „Hello Fritz, fancy a cup of tea?“ („Hallo Fritz, Lust auf eine Tasse Tee?“, Fritz diente als Synonym für die Deutschen) zugerufen haben. Er wurde in das britische Kriegsgefangenenlager POW Camp 50 (heute die Byrchall High School) in Ashton-in-Makerfield gebracht, das zwischen St Helens und Wigan liegt. Später wurde er in ein ähnliches Lager in Huyton bei Liverpool verlegt. Bei Fußballspielen zwischen den Lagern spielte er im rechten Mittelfeld, bis es eines Tages keinen Torhüter gab und Trautmann sich an dieser Aufgabe versuchte, was ihm auch durchaus gut gelang. In dieser Zeit wurde er Bert gerufen, da es den Briten schwer fiel, Bernd, die Kurzform seines Vornamens, korrekt auszusprechen.

Ein schwieriger Start

Trautmann blieb nach dem Kriegsende im Vereinigten Königreich und spielte als Torwart für den Provinzklub St Helens Town aus der Nähe von Liverpool. Bei einem Freundschaftsspiel gegen Manchester City zog er die Aufmerksamkeit des gegnerischen Vereinsvorstands auf sich. Bei City unterschrieb er im Oktober 1949 einen lukrativen Vertrag und ersetzte den äußerst beliebten englischen Nationaltorhüter Frank Swift. Das einstige Mitglied der Luftwaffe wurde in Manchester teilweise mit offener Feindseligkeit empfangen. Zwanzigtausend gingen aus Protest auf die Straße, um gegen den Transfer von „Traut the Kraut“ zu protestieren und Plakate mit Aufschriften wie „Off with the German“ („Raus mit dem Deutschen!“) zu präsentieren. Einige Fans von Manchester City gaben aus Protest ihre Dauerkarten an den Verein zurück, der von diversen Fangruppen mit Protestbriefen bombardiert wurde. Zwei Dinge ließen die Proteste in Manchester jedoch schnell verstummen: Zum einen schrieb der Rabbi von Manchester, Dr. Alexander Altmann, einen offenen Brief an die Bürger der Stadt und bat darum, unvoreingenommen mit Trautmann umzugehen. Zum anderen überzeugte Trautmann seine Kritiker mit Leistung. Bei seinem ersten Auftreten bei einem Auswärtsspiel in London beim Spiel gegen den FC Fulham applaudierten ihm nach der Begegnung die gegnerischen Spieler und die Fans von Fulham. Dennoch hätte er fast den Weg zurück nach Deutschland genommen: Ende des Jahres 1952 sagte Trautmann dem FC Schalke 04 einen Wechsel nach Gelsenkirchen zu. Der Transfer scheiterte letztlich an der verlangten Ablösesumme von 20.000 Pfund Sterling – zu jenem Zeitpunkt etwa 200.000 Deutsche Mark.

Goldene Jahre bei Manchester City

Innerhalb weniger Jahre wurde Trautmann zum besten Torhüter der englischen Liga und konnte sich zur Weltspitze zählen. In England unvergessen ist das Finale des FA Cups 1956 im Londoner Wembley Stadium, in dem Manchester City gegen Birmingham City antrat und 3:1 gewann. In der 75. Spielminute wehrte Trautmann eine hereingeschlagene Flanke ab und wurde dabei von Birminghams Stürmer Peter Murphy im Nacken getroffen. Da zu dieser Zeit noch keine Auswechslungen erlaubt waren, spielte Trautmann auch die restliche Viertelstunde und avancierte zum Spieler des Tages, als er trotz Verletzung sein Tor verbissen gegen das anstürmende Birmingham verteidigte. Eine Röntgenuntersuchung drei Tage nach dem Spiel ergab, dass Trautmann sich bei dem Zusammenprall mit Murphy einen Genickbruch zugezogen hatte und fünf weitere Halswirbel ausgerenkt waren. Dass er überlebte, gilt bis heute als medizinisches Wunder.

Zwischen 1949 und 1964 spielte Trautmann 545 Mal für Manchester City. Allerdings stand er nie im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, da Bundestrainer Sepp Herberger in seiner Mannschaft keine Legionäre einsetzte, was für Trautmann, der als der beste Torhüter der Welt angesehen wurde, sehr frustrierend war. Trautmann wurde 1956 schon vor seinem Auftritt im Finale des FA Cups als nach dem Iren Johnny Carey zweiter ausländischer Spieler in England zum Fußballer des Jahres gewählt. Zuvor hatte er bereits 1955 im Finale desselben Wettbewerbs gestanden, dieses wurde jedoch von Newcastle United, das von Jackie Milburn angeführt wurde, gewonnen. 1960 entschied sich der englische Fußballverband, bei den Ligaauswahl-Mannschaften auch Ausländer zuzulassen. Trautmann war Kapitän dieses All Star-Teams, das gegen die irische Liga antrat, und spielte auch gegen die italienische Serie A.

1964 beendete er seine Karriere als Spieler mit 41 Jahren in seinem 639. Spiel. Über 60.000 Zuschauer wohnten seinem Abschiedsspiel im völlig überfüllten Stadion an der Maine Road bei – eine bemerkenswerte Wandlung der Fans, die den Deutschen zuerst nicht in ihren Reihen haben wollten. Trautmann war in diesem Spiel der Kapitän einer Manchester-Auswahl, für die unter anderem Bobby Charlton und Denis Law spielten, die gegen eine England-Auswahl antrat, für die unter anderem Tom Finney, Stanley Matthews und Jimmy Armfield gegen den Ball traten. Nach der Partie nannte ihn Bobby Charlton einen der größten Torhüter aller Zeiten. Der russische Torwart Lew Jaschin erklärte: „Es gab nur zwei Weltklasse-Torhüter. Einer war Lew Jaschin, der andere war der deutsche Junge, der in Manchester spielte – Trautmann.“ (Kurioserweise hatten diese beiden Torhüter auch den gleichen Geburtstag, den 22. Oktober.) Im Stadion an der Maine Road wurden sogar die Pfosten abgerissen und ausgetauscht, da zwischen diesen Pfosten niemand anderes mehr stehen sollte als Trautmann.

Trautmann ist vielleicht das bekannteste Beispiel eines Deutschen, der im Zweiten Weltkrieg gegen die Briten kämpfte, sich nach dessen Ende aber in deren Herzen spielte. In England gilt Bert Trautmann noch immer als einer der besten Torhüter aller Zeiten.

Die unglaubliche Story in einem Bericht des WDR, schaut es euch an ->

Bernhard Trautmann und das legendäre FA-Cup Finale

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William Henry Foulke war ein besonderer Torhüter. Seine Fäuste ließen Torlatten zerbrechen, er tunkte Stürmer mit dem Kopf in den Schlamm und setzte sich auf sie, wenn sie ihn ärgerten. Vor allem war Foulke aber eines: Er war sehr, sehr dick.

Schließlich verzweifelt der Elfmeterschütze des Burton Albion FC. Zwei Elfmeter hat er platziert geschossen, beide Strafstöße hat der Torhüter sicher pariert. Auf Vorhal- tungen seiner Mitspieler, er hätte schon ein wenig platzierter schießen können, entgegnet der Schütze nur achselzuckend: »Wohin hätte ich schießen können? Da war überall er!« Er. Sein bürgerlicher Name William Foulke, sein Spitzname in ganzen Land, Fatty. Und den trug er nicht ohne Grund, seine körperlichen Stammdaten hätten jedem modernen Fußballtrainer den Schweiß auf die Stirn getrieben. Denn Foulke wog zu Spitzenzeiten stolze 140 Kilo, bei gerade einmal 1,88 Metern Größe.

Die Geschichte des William Foulke ist eine Geschichte aus der Frühzeit des Fußballs. Als die Regeln noch biegsam waren und auf dem Spielfeld nicht nur austrainierte Athleten gegen den Ball traten. Sie beginnt in Dawley im Distrikt Shropshire, dort wird am 12. April 1874 William Henry Foulke geboren, später wird er »Foulke« genannt, nach seinem Tod wird er zu »Foulkes«. Und wie sein Name wächst auch Foulke sehr schnell, vornehmlich in die Breite. Bereits mit 18 Jahren wiegt er über 110 Kilo, seine Erscheinung massig zu nennen, wäre sehr zurückhaltend. Zunächst sucht sich Foulke einen Sport, der ihn nicht zu allzu viel Bewegung zwingt, schließlich fällt seine Wahl auf Cricket. Er bestreitet immerhin vier Erstligaspiele für Derbyshire, dann kehrt er dem Cricket den Rücken. Fußball ist seine neue Leidenschaft. Und weil er nicht zu viel laufen will, entscheidet er sich für das Tor.

Und so erregt er einiges Aufsehen, als er im Jahre 1894 sein erstes Match für Sheffield United bestreitet. So etwas hat man noch nicht gesehen, es staunen die Zuschauer und die Gegenspieler, denn trotz seiner beachtlichen Leibesfülle ist der 19-jährige Foulke erstaunlich geschwind auf den Beinen, fängt souverän die Flanken und taucht bei Flachschüssen behende ab. »Agile like a cat«, beweglich wie eine Katze, nennen ihn die Gazetten. Die Tribünen spenden begeistert Beifall, binnen 90 Minuten wird Foulke zum Publikumsliebling. Es dauert nicht lange und der korpulente Torhüter ist Stammspieler bei United. Seine Figur ist dabei kein Hindernis, ganz im Gegenteil. Denn um die Jahrhundertwende leben Fußballtorhüter noch wild und gefährlich. Sie dürfen den Ball überall in der eigenen Hälfte in die Hand nehmen, dürfen aber auch überall niedergerungen werden, mit oder ohne Ball. Und von Schutzbestimmungen im Fünfmeter- raum ist noch keine Rede. Nicht selten müssen sich Torhüter mit Tritten und Stößen gegen die Sturmreihe wehren.

Besonders hoch her geht es im Strafraum. Vor der Torlinie wird gerempelt und gestoßen, und wenn im Getümmel der Keeper samt Ball in sein Tor gerammt wird, kommen nur wenige Schiedsrichter auf die Idee, dies als Unsportlichkeit abzupfeifen.

»Who ate all the pies?«, singen die gegnerischen Anhänger.

In diesem Getümmel behauptet sich Foulke wie kein Zweiter, ihn über die Torlinie zu stoßen erweist sich für die weitaus schmächtigeren Stürmer als vergebliches Unterfangen. Ganz im Gegenteil, manch ein Angreifer landet nach einem Infight mit Foulke mit der Nase im Schlamm, andere Stürmer schleichen mit Blessuren davon. In der Hitze des Gefechts greift Foulke sogar mitunter nach den Beinen der Stürmer, hebt sie an den Knöcheln in die Luft und tunkt sie mit dem Kopf in den Morast. Und auch das Material leidet, manche Torlatte zerbirst unter Foulkes mächtigen Fauststößen, die Spiele müssen abgebrochen werden.

Der Erfolg ist zunächst ein steter Begleiter Foulkes. Zweimal gewinnt er den FA Cup mit United, einmal wird Sheffield Meister. Der Koloss im Kasten ist maßgeblich an den Triumphen beteiligt. Das macht ihn immun gegen den Spott, den er in nahezu jedem Spiel von gegnerischen Spielern zu hören bekommt. Foulke reagiert auf seine Art. Mitunter schnappt er sich Spieler, die es zu arg mit ihm getrieben haben, wirft sie zu Boden und setzt sich auf sie – bis sie sich entschuldigt haben. Kein gutes Rezept allerdings, um die Zuschauer auf den Rängen verstummen zu lassen. Die singen jedes Mal, wenn der vollschlanke Keeper das Spielfeld betritt: »Who ate all the pies?« Foulke begegnete den Anfeindungen, die ihn verdächtigen, die beliebten Pausenspei- sen der Anhänger verspeist zu haben, gelassen und mit Humor: »Mir egal, wie sie mich rufen. Hauptsache, sie rufen mich nicht zu spät zum Lunch.«

Eine launige Bemerkung mit Hintergrund, denn ein hungriger William Foulke neigte zu unberechenbaren Fressattacken. Überliefert ist jene Geschichte vom Pokalspiel, auf das sich die Mannschaft mit einem gemeinschaftlichen gemütlichen Früh- stück einstimmen will. Doch als die ersten Spieler im Klubhaus eintreffen, staunen sie nicht schlecht. Ein früher Gast hat bereits ordentlich zugelangt und alle elf Frühstücksteller leer gefuttert.

Die Druckbetankung mit Frühstückscerealien bleibt nicht ohne Folgen, sein Körper legt noch einmal zu, rund 125 Kilo bringt er um 1900 auf die Waage. Da ist er bereits Nationalspieler, auch wenn es bei einem Spiel bleibt. Im März 1897 steht er für ein Spiel im Tor der englischen Nationalelf, das Spiel gegen Wales endet 4:0, er hält seinen Kasten sauber.

Foulke schlägt den Ball bis in die gegnerische Hälfte

Der Fußball ist zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zum Volkssport Nr.1 in England. Die Massen strömen zu den Spielen und der größte Andrang herrscht dort, wo der erfolgreichste Fußball gespielt wird. Ein entscheidendes Spiel gegen Tottenham Hotspurs sehen in Sheffield 114.815 Zuschauern, ein Weltrekord. Und so nimmt es nicht Wunder, dass die großen Vereine begin- nen, sich die besten Spieler abzujagen. Einer der Spieler, die ein verlockendes Angebot bekommen, ist William Foulke.

Der FC Chelsea aus London ist bereit, stolze 20 Pfund Ablöse für den populären Keeper zu zahlen. Das Angebot lässt Foulke zweifeln, denn auch ihm bietet der Klub eine Menge Geld. Aber Sheffield United ist sein Heimatverein und in diesen Jahren ist Vereinstreue noch kein hohles Wort. Schließlich entschließt sich Foulke aber doch zum Wechsel und bereut es nicht: Er wird auch beim reichen Londoner Klub schnell zum Publikums- liebling und zur großen Attraktion an der Stamford Brigde.
Bei Chelsea wird Foulkes beeindruckender Körper nicht als Laune der Natur hin- genommen, man will den Leibesumfang des Goalies Gewinn bringend einsetzen und probiert zahlreiche psychologische Finten, um den Gegner zu verunsichern. So macht sich der Manager John Tait Robertson, ein früherer Spieler, die Tatsache zunutze, dass an der Stamford Bridge die ersten Balljungen im englischen Fußball arbeiten. Fortan versammeln sich, auf Befehl des Managers, die unternährtesten, schmächtigsten Ballholer hinter dem Tor von William Foulke, die halben Hemden sollen den massigen Keeper noch beeindruckender wirken lassen als ohnehin schon. Und damit nicht genug, außerdem wird auch der kleinste Spieler des Klubs, der dürre Flügelmann Moran, abkommandiert, beim Einlaufen immer direkt hinter Foulke zu laufen. Des Eindrucks wegen.

Doch ungeachtet der psychologischen Spielchen, das Publikum liebt den Keeper nicht vornehmlich wegen seiner köperlichen Gestalt, an den Leibesumfang des »Man Mountain«, wie man ihn nennt, hat man sich gewöhnt. Beliebt macht sich Foulke beim Volk auf den Rängen vor allem durch seine Fähigkeit, den Ball per Abstoß bis in die gegnerische Hälfte zu schlagen. Das sieht man zu dieser Zeit selten und so wird jeder Abschlag, der die Mittellinie überquert, mit Applaus bedacht. So populär ist Foulke schließlich, dass er zum Mannschaftskapitän ernannt wird, zum ersten Kapitän überhaupt in der Geschichte des Vereins. Er absolviert 35 Partien für die Londoner, dann wechselt er abermals, nach nur einer Saison beim Chelsea
FC. Sein neuer Klub ist der Bradford FC.

Gegen Accrington ist kein Ersatzhemd aufzutreiben – ein Nachbar hilft

In Bradford sorgt die stetig wachsende Leibesfülle allerdings für das eine oder andere logistische Problem. Beim Spiel gegen Accrington Stanley FC am 7. Februar 1907 herrscht vor dem Anpfiff Aufregung, denn das rote Jersey des Keepers aus Bradford sieht den Trikots der Truppe aus Accrington zum Verwechseln ähnlich. Das Problem: Es ist kein andersfarbiges Hemd aufzutreiben, in das Foulke hineinpassen würde. Man fragt die Zuschauer, den Platzwart, die Spieler. Am Ende spielt er eingehüllt in ein Bettlaken, das ein Anwohner des Stadions freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Der Aufwand lohnt sich, Bradford gewinnt mit 1:0, und Foulke kann dem Anwohner nach dem Spiel sein Laken zurückgeben. Er hat sich mit Bedacht nicht zu Boden geschmissen, das Tuch ist unbefleckt.

Die Geschichte des William Foulke geht nicht gut aus. Wie so viele Fußballer der frühen Zeit kommt er nicht zurecht mit dem Leben jenseits der Linien. Zu sehr hat er sich in den aktiven Jahren auf den Fußball konzentriert, hat den Schulterklop- fern vertraut, die ihm versichert haben, es werde für ihn gesorgt. Er findet keine Arbeit, er verarmt, in seinen letzten Jahren verdient er sich in Blackpool Sands ein paar Pennys dazu, als Kirmesfigur in einer »Schlag den Torhüter«-Belustigung. Am 1. Mai 1916, im Alter von nur 42 Jahren, stirbt William Henry Foulke, der bemerkenswerteste, außergewöhnlichste Torhüter seiner Ära, in einem privaten Pflegeheim in Sheffield.

(Quelle: http://www.11freunde.de)

Kurz zu sehen gibt´s diesen einmaligen Torhüter auf diesem alten Film bei youtube -> Klick hier

Der niederländische Fußballverband hat auf die zunehmende Gewalt in den Vereinen reagiert.

Im Verlauf der Saison 2011/2012 hat der niederländische Fußball-Verband (KNVB) insgesamt 105 Mannschaften aus den Amateurligen wegen Gewalttätigkeiten vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Allein 74 Akteure wurden lebenslänglich gesperrt.

Mit diesen drastischen Strafen wollte der KNVB das Rowdytum aus dem Amateurfußball verbannen. Nach der Häufung von Gewaltexzessen hatte der Verband im vergangenen Jahr beschlossen, Fehlverhalten hart zu bestrafen.

Na denn….

ach…und da ich heute aus meinem Urlaub aus dem orangen Königreich zurück bin, kann ich euch noch folgendes über die Niederlande weitergeben:

Holland oder Niederlande - was ist richtig?

Unterschied zwischen Holland und Niederlande

Vermutlich fällt es Ihnen selbst sofort auf, dass es im Deutschen nicht Niederland, sondern Niederlande heißt. Der Name wird also im Plural gebraucht. Auch die offizielle Bezeichnung Republik der vereinigten Niederlande enthält den Plural.

Das hat einen guten Grund, denn das Gebiet der heutigen Niederlande war im 15. Jahrhundert Teil des Herrschaftsgebiets des Hauses Burgund. Diese teilten Ihr Gebiet in die „oberen Lande“, das war das Herzogtum und die Freigrafschaft Burgund und Nebenländer und die „niederen Lande“,  zu denen unter anderem Flandern, Artois, Brabant, Holland und Luxemburg gehörten. Der Name bezieht sich also auf die damaligen „niederen Lande“ der Burgunder.

Bereits am 26. Juli 1581 erklärte die Utrechter Union, zu der die Länder Holland, Utrecht, Gelderland, Zeeland, Overijssel, Groningen und Friesland gehörten, Ihre Unabhängigkeit. Diese Länder umfassen auch in etwa das heutige Staatsgebiet.2

Damals wie heute ist Holland nur ein Teil der Niederlande, allerdings ein sehr großer und bedeutender Teil.

Warum man oft nicht Niederlande sagt

Tatsache ist, dass die Niederländer selbst manchmal sehr ungenau von Holland sprechen, wenn Sie die Niederlande meinen. Es könnte daran liegen, dass in Schlachtrufen Holland einfach besser zu artikulieren ist. So ist der Anfeuerungsruf beim Fußball „Hup Holland Hup“ eine einfache Alliteration – versuchen Sie mal zum Vergleich  „Hup Niederlande Hup“ zu rufen.

Vermutlich ist es auch die einfachere Aussprache, wieso die Niederländer Ihr Land wirtschaftlich und touristisch als Holland vermarkten, denn sowohl im Deutschen als auch im Englischen ist Holland einfach leichter auszusprechen.

Hinzu kommt sicher, dass die Regionen der Provinzen Nord- und Südholland die Hochburgen des Tourismus sind, die Hauptstadt Amsterdam in Nordholland liegt und der Regierungssitz Den Haag in Südholland.3

Das sind sicher viele gute Gründe, warum man oft Holland zu den Niederlanden sagt. Allerdings sollten Sie in den Teilen der Niederlande, die nicht zu Holland gehören, die Einheimischen nicht unbedingt als Holländer ansprechen. Besonders die Friesen können da sehr empfindlich reagieren.

 

-> Video

Balada Boa (Tche Tche Rere)

seht einfach selbst 🙂

->  Video

Heimstärke!

Veröffentlicht: 6. August 2012 in AKTUELLES / NEUES, Hannover 96
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Maschseefest

Veröffentlicht: 6. August 2012 in AKTUELLES / NEUES

Nach 5 Tagen kamen ca. 800.000 Besucher auf´s Maschseefest…und weiter geht´s, das Wetter bleibt angenehm! 🙂

Gin Basil Smash

Veröffentlicht: 4. August 2012 in - REZEPTE (einzelne Rezensionen)
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Immer mehr Kräuter dringen in die Welt der Cocktails ein…nun auch bei mir. Heute habe ich mir einen Topf Bio-Basilikum gekauft um den Drink von Jörg Meyer aus der Hamburger Bar Le Lion – Bar de Paris auszuprobieren.

Man nehme pro Drink

6cl Gin (mir hat sehr gut der Finsbury Platinum 47% gefallen)

3cl frischen Zitronensaft

2cl Zuckersirup

eine handvoll Basilikumblätter (10-20 Stück)

-> Es ist sehr wichtig, dass die Basilikumblätter mit allen Zutaten sehr kräftig gemuddelt werden. Dann kräftig schütteln und Double-Strain ins Glas auf frische Eiswürfeln abseihen.

Heute habe ich folgendes Rezept ausprobiert und war sichtlich überrascht, wie gut sich eine Gurke mit Gin & Co. macht. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Gurke geschmacklich nicht an Dominanz gewinnt, was ganz schnell passieren kann.

Cucumber Elderflower Collins:

5 cl Gin (Finsbury Platinum 47%)
2 cl Holunderblütensirup (Darbo)
2,5 cl Zitrone
1 Scheibe Gurke (ca. 1,5cm)
Soda
(doublestrain )