Archiv für Oktober, 2012

Am kommenden Freitag, den 02.11., gibt´s Live-Musik vom allerfeinsten. Zum einen spielt „Everblame“, eine Band aus Mannheim, die auch bereits auf dem Hurricane Festival eine Visitenkarte abgeben durfte, sowie die Hannoveraner „Blakvise“.

Abendkasse: 4,-€

Ort: Café Monopol, Langenforther Platz 1, 30851 Langenhagen

www.cafemonopol.de

www.everblame.de & www.blakvise.de

Blakvise habe ich ja bereits mehrfach als Blog-Inhalt, hier ein kleiner Geschmack auf die Mannheimer Jungs: Everblame – „Flowers“

Mahlzeit! …sollte es zumindest heißen. Am Samstag waren wir zu Dritt auf der Lister Meile unterwegs. Auf Höhe der Celler Str. bekamen wir Appetit auf asiatisch. Einige Gruppen gingen gerade in´s Chois hinein, was uns dazu bewegte das Chois mal auszuprobieren. Um klarzustellen…mittags gibt es allgemein asiatisch, koreanisch gibt es nicht vom Mittagsbuffet. Draußen lockte der Preis von 8,-€. Auf der Rückseite der Karte gibt es noch die Alternative 9,90€ inkl. einem Getränk (0,2l). Letzteres wurde jedoch verschwiegen.

Der erste Eindruck: Als wir uns an einen Tisch setzten, lagen Messer und Gabeln auf dem Tisch…nicht etwa auf einer Serviette…auf dem Tisch! Die eine Kellnerin kam in Freizeitkleidung zu uns…na gut…alles mal außen vor gelassen. Die Restaurantkarte war geknickt und nicht gerade hochwertig.

Es hat nicht lange gedauert und wir hatten bereits genug gegessen, ohne das es jemanden von uns wirklich geschmeckt hat und wir richtig gesättigt waren. Einige negative Beispiele: Bratnudeln…kaum Geschmack, kaum Gemüse…eigentlich nichts beigefügt. Hühnerfleisch…kaum Geschmack, wie eigentlich alles. Gewürze waren nicht wirklich rauszuschmecken. Beim Salatbuffet sind die (Industrie-) Soßen alle zu süß. Das Schweinefleich war hart und zäh, die Soße…ich konnte nichts positives entdecken. Insgesamt hatte das Essen nicht wirklich etwas mit der Formulierung „Spezialitäten“ zu tun.

Der Spaziergang an der frischen Luft tat da umso mehr gut. Am Bahnhof drückte der erste Magen, Unwohlsein kam bei allen von uns auf.

Ich weiß jetzt nicht, ob das koreanische Grillbuffet abends auch so schmecken tut, oder aber eine ganz andere Küche hervorbringt.

Die ersten Eindrücke waren jedoch eher abneigend, obwohl die Gäste in Scharen hineingingen.

Die Kellnerinnen waren nett und schnell.

Alles in allem stelle ich mir ein Restaurant anders vor, will jedoch darauf hinweisen, dass die Bewertungen in der „Prinz Hannover“ und bei quipe.com (sowie weiteren Internetportalen) erheblich besser ausfielen. Im Schnitt 4 von 5 Sterne.

Jürgen Baier war 1985/86 Profi bei unseren „Roten“ und war bei 31 Einsätzen einer der Pfeiler des damaligen Teams in der 1. Bundesliga.

Herr Baier, vielen Dank, das Sie sich für das Interview Zeit genommen haben. Zur ersten Frage.

1. Herr Baier , wie geht es Ihnen und was verbindet Sie heute noch mit Fussball?

Danke, mir geht es sehr gut. Mich verbindet heute noch eine Menge mit Fußball. Zum einen bin ich Trainer der Landesligamannschaft SV Erlenbach a. Main, zum anderen betreibe ich eine Fußballschule in Aschaffenburg.

Vor meiner Trainertätigkeit beim SV Erlenbach war ich 6 Jahre bei den Offenbachern Kickers als Trainer. Zuerst 4 Jahre in der Jugendabteilung der A-Junioren (Bundesliga), wo ich Spieler wie Benjamin Baier, Sebastian Rode und Tufan Tusenoglu raus brachte. Danach war ich noch zwei Jahre in der U-23 als Trainer aktiv. Auch war ich  zu dieser Zeit DFB-Stützpunkttrainer (1999-2005, darunter Spieler wie Daniel Baier, Heiko Westermann, Marcel Schäfer, Ivo Ilicevic, Heidinger, Matthias Schwarz, Björn Ziegenbein, Stefan Schröck…)

Wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich gerne meinen Söhnen Daniel (FC Augsburg) und Benjamin (SV Darmstadt 98) zu. Also wie sie sehen, mich verbindet noch eine ganze Menge mit Fußball.

2. 1985/1986 haben Sie für unsere Roten in der 1. Bundesliga gespielt. Warum nur ein Jahr?

Ich wäre sehr gerne weiterhin in Hannover geblieben, aber es sollten einige Spieler verkauft werden, unter anderem weil der Verein Geld gebraucht hat. Eigentlich war ich nicht unter denjenigen Spielern die verkauft werden sollten, jedoch ist der Trainier im Trainingslager in der Schweiz an mich heran getreten. Nachdem ich dann im Vorbereitungsspiel nicht von Anfang an spielen durfte, habe ich mir meine Gedanken gemacht. Da Horst Heese, der mich bereits bei der Fortuna trainiert hatte zu diesem Zeitpunkt in Aschaffenburg Trainer war, bin ich dann dorthin gewechselt. Vielleicht war es im Nachhinein eine zu schnelle Entscheidung, trotz allem bin ich meinen Weg immer gegangen.

3. Welche Eindrücke sind Ihnen aus dieser Zeit geblieben und verfolgen Sie noch heute das Geschehen der 96-er?

Ich habe viele Eindrücke in diesem Jahr gewonnen. Zum einen die Stadt, die etwas ganz Besonderes ist, aber auch die Fans und Leute in Hannover, die immer hinter uns gestanden und uns auch bei einer Niederlage gefeiert haben. Was mir immer in Erinnerung bleibt, ist Werner Biskup. Er war ein toller Trainer und sicherlich musste der Verein damals so handeln und sich gegen ihn entscheiden. Jedoch hab ich eine Mannschaft selten so traurig gesehen, denn für uns Spieler musste damals eine ganz wichtige Person –  unser Trainer gehen. Danach schien alles innerhalb der Mannschaft zu zerbrechen. Werner Biskup ist ein toller Mensch und war für uns alle ein ganz besonderer Trainer.

4. Sie hatten viel prominente Trainer, unter anderm Jürgen Sparwasser, Jörg Berger, Werner Biskup, Horst Heese, Dieter Renner, Uwe Klimaschewski. Unter welchem Trainer haben Sie besonders gerne gespielt und warum?

Alle Trainer waren auf ihre Art schon was Besonderes. Werner Biskup, weil er mich in die Bundesliga geholt hat.  Von Horst Heese und Dieter Renner wurde ich zweimal in verschiedenen Vereinen trainiert, zudem waren die beiden  menschlich und fachlich sehr gut.

5. Sie waren mit Fortuna Köln im legendären DFB Pokalfinale gegen den 1. FC Köln dabei. Welche Momente sind unvergesslich geblieben. Vielleicht die vielen Zweikämpfe mit Pierre Littbarski?

Es waren unvergessliche Momente, zuerst dass wir im Halbfinale gegen Borussia Dortmund 5:0 im Südstadion gewonnen haben und somit das Pokalfinale gegen den großen FC bestreiten durften. Es war für alle ein besonderes Erlebnis. Die ganze Stadt hat gebebt.

Eine Woche bevor das für uns alle so erwartete Spiel stattfand, konnte ich nicht mehr laufen. Ich hatte Schmerzen im Knie und ich dachte der Traum im Finale mitwirken zu können platzte. Donnerstags vorm Spiel musste ich bereits dem Trainer fürs Spiel absagen und war kurz zuvor heim nach Nürnberg zu fahren.

Doch das wollte ich mir nicht entgehen lassen und so stand ich freitags auf dem Platz zum trainieren. Ich wollte dabei sein, egal wie.

Ein Tag später, am Samstag war es dann soweit, das Spiel fand statt. In der ersten Halbzeit hätten wir bereits das Spiel für uns entscheiden müssen. Viele Chancen blieben aus und somit stand es zur Halbzeit 0:0.

Die zweite Halbzeit folgte. Keiner hatte so wirklich große Chancen. Dann folgte die 65. Minute, Pierre Littbarski stand richtig, ich war bereits schon wieder in der Vorwärtsbewegung und so viel unglücklich das 1:0 für den großen FC. Mit diesem Ergebnis endete auch das Spiel.

60.000 Fans jubelten uns zu und feierten uns kleine Fortuna, denn jeder war stolz auf unsere Leistung.

Trotz der Niederlage war es für jeden einzelnen Spieler ein besonderes Ereignis. Das Feiern mit unzähligen Fans, die Stimmung, all das wird uns allen in ewiger Erinnerung bleiben.

6. Ihr Söhne sind auch Fussballprofis geworden. Daniel spielt beim FC Augsburg, Benjamin bei Darmstadt 98. Sind Sie noch im Stadion anzutreffen?

Wenn ich mit meiner Mannschaft SV Erlenbach kein Spiel habe und es die Zeit zulässt bin ich ab und an sowohl in Augsburg als auch in Darmstadt bei meinen Söhnen im Stadion. Ansonsten versuche ich die Spiele im Fernseher zu verfolgen.

Hierbei ist zu erwähnen, dass ich es sehr schön finde, dass wir als ehemalige Spieler jährlich eine Einladung ins Stadion von Hannover 96 bekommen, die ich, wenn es zeitlich möglich ist, wahrnehme.

Ich bedanke mich nochmal und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.

Heute war ich bei Cosmic Tribe im Studio zu Gast. Hier wird zur Zeit an der neuen CD gefeilt, die 2013 erscheinen wird. Nachdem 16 (!) Songs fertig sind, arbeitet man nun an der Qualität. Den Fans soll schließlich etwas geboten werden.

In gemütlicher Runde quatschten wir über Rock und die Welt…natürlich über Cosmic Tribe und die Entwicklung der neuen CD, Tour-Stories, andere Bands (u.a. Scorpions 🙂 ) sowie das Musikgeschäft schlechthin. Dazu ein paar Bierchen und alles war gut. Perfekt mit Sahnehäubchen wurde jedoch das Ganze, als am Ende gejammed wurde, yeah! „All I want“, „On the Radio“, „Sick & Soulless“, „Push“ sowie der neue Song „Alien Lover“ knallten durch den Gehörgang. Einfach geil!

Man darf durchaus gespannt sein, wann die CD erscheinen wird und zudem, wann die Band wieder live zu hören ist. Über die Live-Qualität der Fünf habe ich bereits im Blog berichtet…hingehen, selbst davon überzeugen und dabei abgehen! *Grooveshit, Baby*

Thanx

CT online: www.cosmictribe.de oder bei facebook und myspace.com

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Im Dezember kommen die britischen Metal Urgesteine MOTÖRHEAD wieder zu Besuch nach Hannover. Das Trio um den legendären Frontmann Lemmy Kilmister hat auch großartige Verstärkung im Gepäck: ANTHRAX nämlich! Das explosive Doppelpack wird am 4.12.2012 in der AWD Hall rocken!

Mein Fazit: Ein Muss! Zwar kenne ich Motörhead (fast immer gleichklingend) lediglich von CD´s, allerdings wird das live fett in den Ohren beben, da bin ich mir sicher. Anthrax ist live auf jeden Fall eine Bank!

Der Preis für diesen Ohrenschmaus: 45,-€

Wiedervereinigung noch nicht bei der Statistik

Veröffentlicht: 15. Oktober 2012 in NERVig!
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In den Statistiken wird noch immer zwischen Ost- und Westbürger getrennt! Wann hört denn das endlich auf?

Rente, Kaufkraft, Gehalt usw…hier gibt´s noch immer eine Grenze im Land!

Rechenfehler –
Renten steigen geringer als erwartet. Aus der Rentenerhöhung von zwei Prozent im kommenden Jahr wird vermutlich nichts. Bei der Berechnung seien veraltete Zahlen zugrunde gelegt worden, bemängelt das Institut für Weltwirtschaft. – Zu doof! Die, die die Zahlen herausbringen sind doch Beamte/Staatsdiener, die ihre fette Rente sicher in der Tasche haben!

Steigende Verbraucherpreise fressen zudem die Rente auf: Rentner haben seit dem Jahr 2000 etwa ein Fünftel ihrer Kaufkraft verloren.

Versprechen –
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte 2011 versprochen, dass die Ökostrom-Umlage nicht über ihr heutiges Niveau steigen soll – nun legt sie aber um 47 (!!!!!) Prozent zu. Die vier Betreiber der deutschen Stromübertragungsnetze haben die EEG-Umlage für das kommende Jahr auf 5,277 Cent pro Kilowattstunde Strom festgelegt.

Seit Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 ist die Stromrechnung der Verbraucher deutlich schneller geklettert als die Inflationsrate. Zahlte ein Dreipersonenhaushalt damals im Schnitt noch 40,60 Euro im Monat für Elektrizität, sind es heute bereits 75,08 Euro. Das ist ein Anstieg um rund 85 Prozent. Je nach Ausbauvariante für Offshore-Windkraft und Fotovoltaik könnten die Strompreise in den kommenden zehn Jahren noch um weitere 30 bis 50 Prozent steigen!

 – Danke dafür!

Komisch nur, für so ne scheiße werden wir zur Kasse gezogen! Haben wir für Investitionen in unserem Land etwa kein Geld mehr übrig, keine Rücklagen für uns Deutsche? Vieles ist vor der Wahl erst einmal auf Eis gelegt, die Schmarotzer machen sich fein für die Wahl! Mal schauen, wie es danach weitergeht!

Österreicher springen von Ski-Schanzen oder stürzen sich Skipisten hinunter. Das kennt man und das war´s auch schon aus der Alpenrepublik…wenn es nicht Felix Baumgartner geben würde! Heute sprang der Extremsportler aus der Stratosphäre in 39045m Höhe Richtung Erde! Gratulation, das war richtig großer Sport!

Allerdings weiß man dann die Leistung von Joe Kittinger (damals USAF Pilot) besser einzuordnen. Er sprang 1960 (!) mit einfacheren Equipment aus sagenhaften 31333m aus einen offenen Ballon! Kittinger konnte für das Projekt Red Bull Stratos als Berater und Ground-Controll-Leiter gewonnen werden.

Von den 4 versuchten Rekorden wurden 3 umgesetzt

  1. Schnellster freier Fall (1342km/h)
  2. Höchster Ballonflug
  3. Höchster Absprung

Den vierten anvisierten Rekord überließ er seinen Mentor Joe Kissinger, in dem er 20 Sekunden früher die Reißleine zog… der Rekord für den längsten freien Fall (1960).

Die Bilder des heutigen Sprunges sind atemberaubend, durchforstet das www. und schaut´s euch an! Ich habe das ganze Projekt heute bereits 9 Stunden am TV verfolgt, das war Geschichte live!

https://i2.wp.com/scitechdaily.com/images/baumgartner-capsule-helium-balloon.jpg

Der Ballon war in der Maximallänge (bis zur Kapsel) 273m hoch. In der Stratosphäre war er nur noch etwas über 100m hoch, allerdings knapp 130m breit und erreichte ungefähr das Volumen des Bernabeu-Stadions in Madrid!

https://i2.wp.com/www.anorak.co.uk/wp-content/uploads/2012/03/Felix-Baumgartner.jpg

Das Bernabeu-Stadion in Madrid (Platz für 80.354 Zuschauer) zum Volumenvergleich:

https://i2.wp.com/3.bp.blogspot.com/-KEXdtdVnuBQ/TaohmvioifI/AAAAAAAAAsI/Oizq5r_pwaw/s1600/bernabbb.jpg

Auch aus dem süd-westlichen Teil Südamerikas entstammt eine Spezialität der Sour-Familie, der Pisco Sour. Die Basisspirituose ist Pisco, ein Traubenschnaps, benannt nach der Stadt Pisco in Peru, der in zwei Varianten in Peru und Chile hergestellt wird. Der Ursprung des Pisco Sour ist zwischen diesen Ländern umstritten.

Auch hier im klassischen 5/3/2cl, wobei ich wieder anmerken möchte, dass bei qualitativ hohen Spirituosen der alkoholische Anteil ausfallen darf.

  • 5-6cl Pisco
  • 3cl Limettensaft
  • 2cl Zuckersirup
  • optional 1/4 Eiweiß
Durch Eiweiß entsteht ein Schaum, der den Pisco veredelt. Bei einer Einzelzubereitung lasse ich das Eiweiß weg. Perfekt ist hier natürlich die Zubereitung von 4 Pisco Sour, somit kann man das ganze Eiweiß verbrauchen,… kräftig schütteln & genießen. Falls Ihr euch wundert wo meine Deko bleibt…ich bin kein Deko-Hannes (Ganz ohne Deko lasse ich meine Gäste jedoch selten die Drinks genießen, schließlich trinkt das Auge mit.), ich lege das Augenmerkt in erster Linie auf Qualität. Stets Wichtig: Quality first, Show second! Den Zuckersirup erstelle ich übrigens aus peruanischen Vollrohrzucker, dieser ist sehr aromatisch.

 

Noch zum Pisco:

Der Pisco Sour wird sehr oft zur Begrüßung oder als Aperitif gereicht. In Peru wird üblicherweise Pisco von der nicht aromatischen Traubensorte Quebranta verwendet; bekannte Piscoproduzenten sind Tacama (z.B. Demonio de los Andes) oder Occucaje. Der Marktführer in Chile ist mit nahezu 70 % Pisco Capel, eine Kooperative aus dem Elqui-Tal.

Pisco Sour ist wohl seit den 1920er Jahren bekannt. Im Lima-Stadtführer Lima, la ciudad de los Reyes aus dem Jahr 1928/1929 wird er auf Seite 553 in einer Anzeige der „Bar Morris“ erstmals erwähnt.

Endspurt in´s Wochenende!

Veröffentlicht: 11. Oktober 2012 in AKTUELLES / NEUES
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…heute mit Blue Lagoon´s

 

Word-Datei anklicken -> R E Z E P T E

 

 

Europa´s Lage mal erklärt

Veröffentlicht: 11. Oktober 2012 in DIES, DAS & JENES
Schlagwörter:

10 Männer, ein Grieche, ein Italiener, ein Franzose, ein Portugiese, ein Spanier, ein Zypriot, ein Finne, ein Österreicher, ein Holländer und ein Deutscher treffen sich regelmäßig zum Essen. So war es auch wieder in der letzten Woche. Die Rechnung für alle zusammen betrug genau 500,00 Euro, denn man speiste schon sehr gern auf hohem Niveau. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

– Vier Gäste (der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener) zahlten nichts.
– Der Zypriot zahlte 1 Euro. Der Franzose 5 Euro.
– Der Österreicher zahlte 50 Euro, der Finne 80 Euro, der Holländer 100 Euro.
– Der Zehnte (der Deutsche) zahlte 264 Euro.
Das ging schon eine ganze Weile. Immer wieder trafen sie sich zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 50 Euro zu reduzieren. Weil Sie alle so gute Gäste sind!

Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 450 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie das bisher üblich war. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus. Wie konnten sie die 50 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, dass 50 Euro geteilt durch sechs Zahler
8,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:

– der Zypriot, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
– Der Franzose zahlte 3 statt 5 (40% Ersparnis).
– Der Österreicher zahlte 45 statt 50 (10% Ersparnis).
– Der Finne zahlte 72 statt 80 (10% Ersparnis).
– Der Holländer zahlte 90 statt 100 (10% Ersparnis).
– Der Deutsche zahlte 239 statt 264 (11% Ersparnis). Jeder der sechs kam bei dieser Lösung günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. Ich hab nur 2 Euro von den 50 Euro bekommen!? sagte der Franzose und zeigte auf den Deutschen, Aber er kriegt 25 Euro! Stimmt!, rief der Zypriot, Ich hab nur 1 Euro gespart und er spart mehr als zwanzigmal so viel wie ich?
Wie wahr!!, rief der Österreicher, Warum kriegt er 25 Euro zurück und ich nur 5? Alles kriegen mal wieder die reichen Deutschen!
Moment mal riefen da der Grieche, der Portugiese, der Spanier und der Italiener aus einem Munde, Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!! Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Deutschen los und verprügelten ihn.

Am nächsten Abend tauchte der Deutsche nicht zum Essen auf. Also setzten sich die übrigen 9 zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können!

Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

Wie gut eine Freundschaft ist, merkt man oft erst, wenn es einem schlechtgeht. So ist es auch bei den 96-Anhängern und den Fans des Hamburger SV. Als es vor zweieinhalb Jahren den „Roten“, die tief im Abstiegskampf steckten, richtig schlechtging, bekamen sie außer der famosen Unterstützung aus den eigenen Reihen auch Zuspruch von den Fans des HSV. Im April 2010, beim 96-Gastspiel in der Hansestadt, entrollten die Hamburger ein riesiges Banner. Es reichte in der Nordkurve von einer Eckfahne bis zur anderen und zu lesen war darauf: „96, Du wirst niemals untergehn.“

Als sich 96 schließlich in Bochum den Klassenerhalt gesichert hatte, sangen HSV-Fans im Bremer Weserstadion: „Oh 96 olé, Du wirst niemals untergehn.“

Seit 96 wieder in der Bundesliga spielt, ist das Derby des einen HSV gegen den anderen für die Anhänger der beiden Vereine ein Saisonhöhepunkt. Die Stimmung – ob nun in Hannover oder in Hamburg – ist immer phantastisch, egal, wie das Spiel ausgeht.

Aufseiten der Hamburger freut man sich immer über den Besuch aus Niedersachsen. „Wenn die Hannoveraner kommen, wissen wir schon vorher, dass das ein stressfreier Tag wird“, sagt der Fan-Beauftragte des HSV, Thorsten Eikmeier. Es sei schön zu beobachten, wie 96- und HSV-Fans schon vor dem Spiel am S-Bahnhof Stellingen oder am Fanhaus des HSV miteinander klönen oder sich fürs Spiel einsingen. Sein hannoverscher Kollege Johannes Seidel sieht das ähnlich: „Wir fühlen uns in Hamburg immer besonders willkommen.“

Im Stadion sorgen die Fans beider Seiten bei jedem Derby für Stimmung. Wenn eine Seite anfängt „Wen lieben wir?“ zu rufen, kommt mit „Den HSV!“ prompt die Antwort. Diese wechselseitigen HSV-Gesänge sind schon allein den Stadionbesuch wert!