Ein Massaker als Volksfest in Europa: Delfine & Wale abschlachten!

Veröffentlicht: 12. März 2013 in Der MENSCH & (s)eine WELT
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Jahr für Jahr wiederholt sich ein blutiges Schauspiel am nördlichen Rande Europas. 

Obwohl die Waljagd durch Europäische Richtlinien und internationale Konventionen verboten ist, nutzen die Nachfahren der Wikinger ihren politischen Sonderstatus, um mit der Berufung auf alte, überholte Traditionen jedes Jahr bis zu tausend Grindwale und Delfine zu töten.

delfNähert sich eine Schule von Grindwalen, ein Familienverband von teilweise über hundert Tieren, der Küste und wird von den färingischen Fischern entdeckt, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Die Fischer fahren mit ihren Booten aufs Meer, kreisen die Wale ein und treiben sie in Richtung einer ausgewählten Bucht. Angestellte bekommen Urlaub und Kinder schulfrei, um an dem grausigen Schauspiel mit Volksfestcharakter teilzunehmen. Es gibt insgesamt mehr als 17 Wal-Buchten, in denen das blutige Schlachten erlaubt ist.  

Ist die Bucht erreicht, werden die Wale mit Hilfe von Netzen, Tauen und der Vielzahl an Booten auf den Strand getrieben wo sie stranden und ihr qualvolles Sterben beginnt. Eine Eigenart der Wale spielt den Jägern dabei in die Hände. Grindwale sind äußerst soziale Tiere, die ihrem Leittier auch in den Tod folgen und sich um kranke und verletzte Tiere der Gruppe kümmern. Aus diesem Grund fliehen keine Einzeltiere und die gesamte Walfamilie sitzt in der Falle.Dann beginnt das Töten. Den Tieren werden stumpfe Fanghaken in das Blasloch gerammt, um sie orientierungslos zu machen und sie mit Hilfe von Seilen an den Strand zu ziehen. Getötet werden sie mit dem Grindmesser, mit dessen Hilfe das Rückenmark und die das Gehirn versorgende Schlagader durchtrennt werden. Das Massaker dauert oft Stunden, einzelne Tiere ersticken an ihrem Blut, andere warten im Blut ihrer Artgenossen auf den grausamen Tod. Die Behörden der Färöer sprechen von einem Sekundentod, die jährlichen Bilder sprechen dabei eine andere Sprache. Moderne Waffen und Tötungsmethoden sind aus traditionellen Gründen verboten.

Nicht alle Bewohner der Färöer befürworten jedoch diese Form der Waljagd.

Ein begrenzter Teil der Färinger betrachtet die blutige Jagd jedoch als kulturelles Erbe, ein Teil ihrer Identität. Gerade heranwachsende Männer betonen, dass sie sich beim Grindadráp als richtige Männer fühlen.

Fast barbarisch mutet es an, wenn man bedenkt, dass viele Tiere über Stunden im blutigen Wasser auf „ihre Erlösung“ warten müssen, sie hören die Schreie ihrer Familienmitglieder, welches zusammen mit den Rufen der Fischer und den Motoren der Boote in einem für die Tiere infernalischem Lärm untergeht.
Es werden ganze Familienverbände ausgelöscht, wodurch ein unwiederbringbarer Verlust für den gemeinsamen Genpool und damit die genetische Vielfalt der Grindwale im Nordatlantik entsteht.

Angesichts der heutigen Versorgungslage sind der Grindwalfang und der Verzehr des Fleisches überflüssig.

Delf1

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Kommentare
  1. George sagt:

    Woher stammt denn diese Horror-Ente? Der färöische Walfang ist nachhaltig und.tierschutzgerecht, die Grindwal-Populationen sind ungefährdet. Allerdings fließt beim Schlachten eines Wals viel Blut. Deshalb sind diese Fotos ja auch so wahnsinnig beliebt bei Tierrechtlern und anderen Sekten. Für Walschützer sind die Färöer absolut uninteressant, wirklich ernsthaft gefährdet hingegen ist unser eigener Schweinswal, der v.a. in Stellnetzen zu Tausenden jämmerlich verreckt. Interessiert aber niemanden von diesen Haß-Sekten, weil dabei keine blutigen Bilder für die Petitions- und Spende Maschine zu holen sind.

    • frankmeine sagt:

      Hi, der Bericht entstand aus mehreren Quellen, die allesamt seriös sind. Heisst jetzt nicht, das du da falsch liegst, vielleicht wurde es hochgeschaukelt. Nur…wo ist der Gegenbeweis? Ich halte die Bilder für authentisch.

  2. George sagt:

    Diese immer gleichen Bilder gehen seit vielen Jahren um die Welt, ein Beispiel von vielen auf http://www.hoax-slayer.com/denmark-whaling.shtml, – abgesehen von etwas Rot-Verstärkung sind sie wohl authentisch. Wie gesagt, große Tiere haben viel Blut und Schlachten ist für Städter immer etwas Brutales. Der Text enthält fehlerhafte und falsche Angaben sowie krasse Unwahrheiten und Polemiken, die in der Summe eine etwas andere Kultur niedermachen sollen, – er stammt ja auch nicht von Walschützern, sondern von Tierrechtlern, die grundsätzlich gegen jede Schlachtung sind.
    Ich bin seit 30 Jahren auf den Färöern und kenne die Fakten, Abläufe und Diskussionen von allen Seiten. Ich verteidige auch garnicht den Walfang, das ist allein deren Entscheidung, und die essen eben Walfleisch wie unsereins Hähnchen oder Rindersteak, – wobei die Wale mit Sicherheit das bessere Leben, den respektvolleren Tod, – und die bessere Öko-Bilanz haben. Ich wehre mich nur gegen die abgrundtiefe Scheinheiligkeit und den Zynismus solcher Kampagnen, die Protest und Spenden am untauglichen Objekt einsammeln, aber für den wirklich notwendigen Walschutz vor der eigenen Haustür keinen Finger rühren.
    Jeder kann die Fakten über http://www.whaling.fo (Englisch) selbst eruieren, – sämtliche Daten über den Walfang sind öffentlich. Es gibt im übrigen auch eine Walfang-kritische fb-Seite von kompetenten Färingern: „Positive-Changes-in-the-Faroe-Islands“ (auch auf English), die sich über Beteiligung freuen.

    • frankmeine sagt:

      Hi George, ich werde mir deine Seiten mal anschauen. Ich danke dir auch für die Möglichkeit andere Sichtweisen zu betrachten, wodurch sich jeder ein eigenes Bild darüber machen kann. Schöne Grüße

      • Anne sagt:

        Ich finde es nicht in Ordnung, dass wehrlose Wale aufgrund einer Tradition umgebracht, wenn nicht sogar gefoltert werden. Ohne Frage leiden sie. Warum tun Menschen etwas so grausames? Es dient ja einzig und allein dem Zweck, sich zu vergnügen, Meiner Meinung nach sollte das unterbunden oder wenigstens minimiert werden, um die Artenbestände nicht zu gefährden. Auf die Regel, dass man keine modernen Waffen einsetzten dar, sollte auch nicht mehr geachtet werden, zum Wohl der Tiere.

  3. George sagt:

    Moin, Anne,

    an unserer deutschen Küste gab es neben den Schweine-, Kuh- und Hühnerfleisch-Mahlzeiten keine örtliche „Tradition“, Delfin- oder Walfleisch zu essen; mit dennoch als Beifang gefangenen Schweinswalen wurden hingegen bis Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Schweine gefüttert oder die Felder gedüngt. Wir kennen in Deutschland Walfang praktisch nur als jahrhundertelange, rücksichtslose industrielle Ausbeutung, an der wir Deutsche an der Spitze beteiligt waren, – siehe z.B. das Margarine-Imperium Rau. Die Grundlage unseres – begrüßenswerten – Walschutzes liegt darin, daß Wal-Öl heute – seit den 1970ern – nicht mehr industriell benötigt wird. So einfach ist es.

    Die färöische Subsistenz-Wirtschaft mit dem Grindwal-Fang hat damit nichts zu tun. Die Grindwale wandern nicht aufgrund einer Tradition an den Färöern vorbei, sondern weil das ihre Umwelt ist; es ist das Fleisch, das die Färinger seit jeher nachhaltig, ohne Massentierhaltung und CO2-neutral als natürliche Ressource der Natur entnehmen.
    Der Grindwalfang ist weder ein „Vergnügen“ noch hat er Volksfestcharakter, wie einige Leute gerne weismachen wollen; aber er ist wichtig für die Menschen zur Nahrungsmittel-Versorgung und stellt eine einzigartige kommunale und soziale Gemeinschaftsjagd dar (wie wir sie aus der vom Adel geprägten deutschen Jagd-Geschichte überhaupt nicht kennen).
    Die Färinger unterscheiden sich was Tierfreundlichkeit angeht im übrigen in nichts von den Menschen hier; erst vergangene Woche haben sich viele Menschen dort tage- und nächtelang in eiskaltem Wasser bemüht, vier gestrandete Pottwale wieder flott zu bekommen.

    Wenn Du mir einen seriösen Beleg beibringst über irgendeine Gefährdung der Grindwal-Bestände, hast Du mich sofort an Deiner Seite; – Du wirst keinen finden.
    Die derzeitige Praxis der Tötung hat sich nach langen Untersuchungen als die mit Abstand schnellste, sicherste und schonendste ergeben; sie entspricht der allgemeinen Tierschutz-Forderung, vermeidbare Schmerzen und Leiden zu unterlassen. Der Einsatz „moderner“ Waffen mitten in einer Wal-Herde, etwa Schußwaffen, ist überhaupt keine Alternative dazu.

    mit freundlichen Grüßen!

  4. BigTi sagt:

    Ich finde das grausam

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