Und der Strompreis steigt und steigt…

Veröffentlicht: 2. Juli 2013 in AKTUELLES / NEUES, DIES, DAS & JENES
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Firmen bekommen mehr und mehr Rabatt…auf Kosten der Bürger! Eigentlich sollten die Extrawürste für Unternehmen bei der Ökostrom-Umlage zurückgefahren werden. Stattdessen werden energieintensive Unternehmen weiter entlastet, während die Ökostrom-Umlage weiter steigt – mit verheerenden Folgen für die Normalbürger.

Die Rabatte für energieintensive Unternehmen drohen die Strompreise der Bürger stärker als bisher zu belasten. Die Ausnahmen bei den Netzentgelten könnten kommendes Jahr von 805 Millionen Euro auf bis zu 1,2 Milliarden Euro steigen – das ist das Ergebnis einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Grünen-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Entlastungen müssen die Verbraucher per Umlage über den Strompreis mitbezahlen.

Da Fachleute auch mit einem erneut deutlichen Anstieg der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien rechnen, müssen sich die Bürger auf höhere Stromrechnungen einstellen. Die Umlage werde von knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde auf etwa 6,1 Cent zulegen, ermittelte das Öko-Institut in einer am Montag vorgestellten Studie im Auftrag von Greenpeace. Das würde einen Durchschnittshaushalt statt bisher mit 185 Euro mit knapp 215 Euro pro Jahr belasten.

Auch Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) rechnet mit einer Ökostrom-Umlage von sechs Cent und mehr – sie muss bis zum 15. Oktober von den vier Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht werden. Vor Beginn der schwarz-gelben Koalition lag die Belastung durch die Umlage 2009 insgesamt noch bei 5,27 Milliarden Euro, 2013 sind es 20,3 Milliarden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte 2011 gesagt, die Umlage solle nicht über 3,5 Cent steigen. Bald droht das Doppelte.

 
(Quelle: www.focus.de)
 
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Kommentare
  1. Hauptgrund für den erwarteten weiteren Anstieg der Ökostrom-Umlage sind weniger neue Wind- und Solarparks. Der Zubau dürfte besonders im Solarbereich weit geringer ausfallen als in Vorjahren. Die Zusatzkosten entstehen vor allem durch die Berechnungsgrundlage für die Umlage. Gezahlt werden muss die Differenz zwischen dem an der Strombörse erzielten Preis für Wind- und Solarstrom und dem garantierten festen Vergütungssatz. Da durch immer mehr Ökostrom die Börsenstrompreise massiv gefallen sind, wachsen die Umlagekosten. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass Energieversorger gesunkene Einkaufspreise an Haushalte weitergeben, sagte Felix Matthes vom Öko-Institut. Dies tun die Unternehmen bisher oft kaum. Hinzu kommt, dass wegen eines Preisverfalls bei CO2-Verschmutzungsrechten Kohlestrom billig ist – was die Börsenstrompreise ebenfalls drückt.

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