Archiv für August, 2014

Kopenhagen (Dänemark) 

Die Gewinner waren längst gekürt, die Siegesfeiern abgeklungen und die Besenwagen in Gang gesetzt – da mühte und quälte sich Steen mit seinem Zwillings-Bruder Peder Mondrup (34) noch durch den Parcours des Ironman von Kopenhagen.

Doch als das Duo nach 15:42:38 Stunden ausgepumpt endlich die Ziellinie überquerte, lösten sich die ganzen Strapazen, die ganzen Schmerzen im Jubel Hunderter Zuschauer auf. Die Menge hatte tapfer ausgeharrt, um Zeuge eines Bravourstücks unerschütterlicher Geschwisterliebe zu werden.

Denn Peder Mondrup sitzt im Rollstuhl und bewältigte mithilfe seines Bruders als gelähmter Athlet einen Ironman – 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon.

Dass die Mondrups über sieben Stunden nach Sieger Henrik Hyldelund (Dänemark/8:03:39 Stunden) ins Ziel kamen – geschenkt! Den Champagner und die Fritten, mit denen sie sich nach dem Triathlon belohnten, hatten sich die dänischen Zwillinge redlich verdient.

Auf der Schwimmstrecke hatte dieser seinen Bruder in einem aufblasbaren Gummiboot hinter sich hergezogen. Die Raddistanz bewältigten die Zwillinge auf einem Spezial-Tandem. Auf den abschließenden 42,195 Kilometern saß Peder in einem Renn-Rollstuhl, der von Steen geschoben wurde.

Lediglich knapp 20 Minuten vor Toresschluss erreichten die Mondrups das Ziel. Nach 16 Stunden wäre unweigerlich die Disqualifikation erfolgt. Da ist das Regelwerk unerbittlich.

„Es war ein Rennen gegen die Zeit. Aber wir haben immer dran geglaubt“, sagte Steen Mondrup: „Das war seit fünf Jahren ein Traum und jetzt ist er wahr geworden.“

 

(Auszüge: bild.de)

 

 

 

 

Don Martin Baustelle

…näheres siehe unter „Sick & Soulless“

Rock³ wird Programm sein 🙂

Eeeendlich bei mir zuhause vereint. Wobei ich sagen muß, daß mir der „normale, 10-jährige“ erheblich besser schmeckt. Trotzdem sehe ich den Quarter Cask nicht als Fehlkauf sondern als Alternative. Der Quarter Cask kommt übrigens mit 48% statt 40% daher. Er wird in Fässern mit einem Maximalvolumen von nur 125 Liter gereift, dafür jedoch kürzer als 10 Jahre.

 

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Der ehemalige Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder ist gestorben. Bekannt wurde der gelernte Mineralölkaufmann durch die Bundesliga-Partie vom 8. November 1975 zwischen Werder Bremen und Hannover 96 (0:0), als er die erste Halbzeit zunächst nach 32 Spielmunten abgepfiffen hatte und sich erst mit Nachdruck davon überzeugen ließ, das Spiel noch weiter fortzusetzen. Eigenen Angaben zufolge hatte er vor der Partie zum Mittagessen ein Bier und einen Malteser zu sich genommen – dieses „Gedeck“ gibt es auch heute noch in der Bremer Vereinsgaststätte für den, der einen „Ahlenfelder“ bestellt.

Der lebenslustige Referee war nicht mehr ganz nüchtern bei jenem Spiel. „Wenn ich sage, dass ich vor Bundesliga-Spielen Wasser und Fanta getrunken habe, dann wäre das eine Lüge.“ Also habe er eben „zu früh in den Flötenkasten reingeblasen“
Auch ein Wortwechsel von „Ahli“ Ahlenfelder ist in das kollektive Fußball-Gedächtnis eingangen. Auf Paul Breitners Satz „Ahli, Du pfeifst wie ein Arsch“, soll Ahlenfelder „Paul, Du spielst wie ein Arsch“ entgegnet haben.

Zudem waren seine Sprüche ein Markenzeichen: „Steh auf, die Rasenheizung ist eh nicht an“.

Mit der heutigen Generation der Schiedsrichter wollte er nie tauschen. Heute wird alles genau beobachtet von zahlreichen Kameras, es geht um viel mehr Geld und Prestige. „Dabei gibt’s inzwischen sogar zwei extra Torrichter, die in der Nase bohren, und so einen Sesselfurzer, der als vierter Mann Täfelchen hochhält“, sagte er der dpa. „Wir haben das früher mit drei Mann hingekriegt.“ (dpa)
Ahlenfelder, der 1983/84 vom DFB als bester deutscher Schiedsrichter mit der „Goldenen Pfeife“ ausgezeichnet wurde, verstarb am 02. August mit nur 70 Jahren an einer schweren Zuckerkrankheit.

Foto: IMAGO

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Das Projekt Redbull Leipzig (als RasenBallsport geführt) hat bisher über 120 Mio. € gekostet und fing in der 5. Liga an. Man behielt das Ganze seit Anfang an im Auge, nun rückt es langsam in den Fokus. RBL ist bereits in Liga 2 angekommen. Man verschiebt bereits Spieler untereinander und leistet sich in Liga 2 kurz mal einen Spieler für 9.000.000,-€ !!! Dieser wird jedoch erst einmal für Redbull Salzburg spielen.

Ziel des Ganzen: Redbull will mindestens die Deutsche Meisterschaft.

Nur…braucht die Bundesliga noch einen Retortenclub? Vereine wie Hoffendorf und Golfsburg sind unbeliebt und spielen selten in ausverkauften Stadien. Als ich zu einem Saisonauftakt Hannover 96 gegen die TSG von SAP ging, da waren gerade einmal 70 Zuschauer im Gästeblock, passend mit der Zaunfahne angereist: Das ganze Dorf ist da!

Auch das Publikum aus der Autostadt ist eher ein Witz als ein Support! Wenn ein Stadionsprecher die Laola-Welle anfängt (klappte natürlich nicht) und der Stadionsprecher soagr die Fans selbst einheizen muss…dann Fankultur noch weit entfernt. Ich war paar mal im VW-Stadion…es ist einfach unglaublich.

Ich persönlich finde es für den deutschen Fußball und den östlichen Gefilden der Republik gut, dass dort wieder Bundesliga gespielt wird ( gut, noch ist es nicht soweit) aber für mich sind solche Spielkonzerne in der Bundesliga auf Dauer eine Last für die Fußballkultur.

Neid muss man sich in der Regel erarbeiten…hier ist es nicht der Fall!

 

Dazu gibt es folgendes im Netz zu lesen (www.faszination-fankurve.de):

Unter dem Namen „Nein zu RB – Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!“ wurde zur Zweitligapremiere von RB Leipzig eine bundesweite Kampagne gegen den Verein und Red Bull gestartet. Die Kampagne richtet sich auch gegen die Kommerzialisierung des Fußballs.

Zum Auftakt der zweiten Bundesliga gab es bereits einen Aktionsspieltag der Kampagne. Faszination Fankurve zeigt oben in der Galerie die Bilder. In einem Informationsflyer listet die Kampagne die Unterschiede, die es nach Meinung der Initiatoren, zu Vereinen wie Wolfsburg und Hoffenheim gibt auf, da Red Bull keinerlei bezug zu Leipzig habe und rein profitorientiert handeln würde.

Die Initiatoren beklagen zudem Wettbewerbsverzerrungen, durch Transfers zwischen den verschiedenen Red Bull Vereinen. Außerdem werden die Hürden bei RB Leipzig kritisiert, um Mitglied zu werden. Somit sehen die Initiatoren bei RB Leipzig eine Grenze überschritten, die im deutschen Fußball bisher nicht überschritten wurde. (Faszination Fankurve, 04.08.2014)

Faszination Fankurve dokumentiert die Gründungsmitteilung der Kampagne:

Bundesweite Kampagne “Nein zu Red Bull!”

Hallo Fußballfans,

wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es bisher im Rahmen des 1. Spieltags der 2. Bundesliga verschiedene Aktionen und Spruchbänder, die sich gegen Redbull richteten.

Für uns war das der Start unserer Kampagne ” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”

Wir wollen mit dieser Kampagne auf das Problem mit RedBull im Fußball aufmerksam machen. Kreative Aktionen rund um die Spieltage sollen dabei Ausgangspunkt sein. Genauso wollen wir aber das Thema der immer weiter fortschreitenden Kommerzialisierung unseres Fußballs in den Fokus rücken. RedBull ist da nur ein Rädchen im System – zurzeit das am stärksten polarisierende.

Für uns geht es nicht nur um Tradition oder Werte. Nein es geht vielmehr auch darum, dass mit RB Leipzig eine Grenze überschritten wurde, die eigentlich längst überschritten war… Klar, Fußball ist Massenspektakel, Fußball ist Vermarktungsträger, Fußball muss wirtschaften. Aber für welchen Preis? (Traditions-) Vereine haben auf Dauer keine Mittel, um mit hochgerüsteten Aktiengesellschaften konkurrieren zu können – wirtschaftlich und in letzter Konsequenz dann auch sportlich.

Die Profiligen unterliegen einer wirtschaftlichen Logik, die mit reinem Sport schon lange nichts mehr am Hut hat. Mit RB Leipzig kommt aber ein neuer Akteur dazu, der so auf den ersten Blick ganz andere Interessen verfolgt. Red Bull geht es ums Marketing. Also darum, das Produkt RedBull am besten den potenziellen Kunden zu präsentieren – und dazu dient die Bühne des Fußballs. Ein Teil dieses Marketings ist das Sponsorn verschiedener Events, Vereine und Einzelsportler/innen mit dem Ziel das Produkt bzw. die Marke “RedBull” öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen. Aber von einem normalen Sponsoring kann bei RB Leipzig schon lange keine Rede mehr sein. RedBull gehört der Verein. Eine Mitgliederstruktur gibt es nicht – die ca. 9 Mitglieder sind allesamt RedBull Mitarbeiter/innen. Mittlerweile hat RB Leipzig im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme an der 2. Bundesliga eine sogenannte “Fördermitgliedschaft” ermöglicht, die aber rein auf dem Papier besteht – Stimmberechtigung erhält man damit nicht.

Nicht nur das RedBull das Vereinsrecht mit Füßen tritt und regelrecht ausnutzt, vielmehr schafft sich das Unternehmen einen eigenen Nachwuchs- und Transferkosmos, in dem kleine Vereine in unteren Ligen aufgekauft werden, um zu sogenannten “Farmteams”- also Vereine, die für RedBull Spieler ausbilden – umgestaltet zu werden, die dann wiederum die ausgebildeten Spieler an RB Leipzig oder Redbull Salzburg abgeben. Aber auch transferrechtlich – und das hat sich schon gezeigt – besitzt RedBull die Möglichkeit Regelungen gezielt zu umgehen.

Für uns sind solche krassen Wettbewerbsvorteile nicht hinnehmbar. DFL und DFB schauen tatenlos zu. Der Amateurfußball liegt brach und die Profiligen sind ungleicher denn je…

RedBull ist nur ein Teil des Problems – aber der Größte.

siehe auch: www.nein-zu-rb.de

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