Mit ‘BTSV’ getaggte Beiträge

Die Braunschweiger sind ab der nächsten Saison im Fußball wieder erstklassig und somit Gegner der verhassten 96er aus Hannover. Doch die Rivalität ist länger tiefer verwurzelt als die jüngere Geschichte auf dem Rasen.

Apokalypse an der Leine: Das Rathaus ist zerstört, der Maschsee verseucht, das Ihme-Zentrum gesprengt. Ein Braunschweiger Bösewicht hat die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Der Schurke aus dem Osten droht mit der totalen Zerstörung, falls Hannover 96 nicht seinen Bundesliga-Platz für die Eintracht räumt. Nur der Held „Hanoman“ kann Hannover noch retten!

Die Rivalität zwischen Hannover und Braunschweig offenbart sich selten so amüsant wie in dem Comic des Hannoveraner Zeichners Michael Fredrich. Vor allem beim Fußball kann der Lokalpatriotismus schnell in Feindseligkeiten umschlagen. Vor dem Aufstieg der Eintracht in die 1. Bundesliga warnen Experten vor einem erneuten Aufflammen der Gewalt zwischen „Löwen“ und „Roten“. „Im Vorfeld müssen sich Vereine und Fans zusammensetzen, damit man die Gewalt runterfährt“, mahnt Fan-Forscher Gunter Pilz von der Uni Hannover.

Dabei beschränkt sich der gegenseitige Groll nicht auf den Sport, sondern geht Jahrhunderte zurück. Im Mittelalter war Braunschweig als Teil der Hanse noch wesentlich bedeutsamer als Hannover. Im 17. Jahrhundert verlor die Löwenstadt aber an politischer Macht, während die Herrscher an der Leine zu Kurfürsten erhoben wurden. 1866 wird Hannover preußische Provinzhauptstadt, auch wirtschaftlich überholt die Stadt aufgrund ihrer günstigeren Lage beim Eisenbahnbau und der Industrialisierung den Nachbarn im Osten. „Damit wird Hannover zum zentralen Drehkreuz und Braunschweig rückt in die zweite Reihe“, sagt Karl Heinz Schneider, Professor für Regionalgeschichte an der Uni Hannover. Nach dem Zweiten Weltkrieg muss sich das Zonenrandgebiet Braunschweig der neuen Landeshauptstadt fügen.

„Die lokale Rivalität zwischen Landeshauptstadt und zweitgrößter Stadt gibt es häufig“, sagt Gerd Biegel, Professor für Regionalgeschichte an der TU Braunschweig. Die Beziehung zwischen Hannover und Braunschweig sei aber besonders schwierig, weil das Zugehörigkeitsgefühl zum Bundesland nur schwach ausgeprägt sei. „Niedersachsen ist ein künstliches Land aus konkurrierenden Regionen“, meint Biegel. So sei in Braunschweig historisch ein sehr starkes lokales Selbstbewusstsein erwachsen. Zudem werde die Löwenstadt von der Landeshauptstadt benachteiligt, ist der Braunschweiger Geschichtsexperte überzeugt. „Man muss den Primat der Landeshauptstadt akzeptieren“, sagt Biegel.

„Heute sind wir alle Metropolregion, profitieren vom Automobilbau und sind keine direkten Konkurrenten mehr“, hält der Hannoveraner Historiker Schneider entgegen. „Und Hannover hat im Land nie eine so dominante Stellung aufgebaut wie zum Beispiel München in Bayern.“ Die politische Zusammenarbeit lobt der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Klaus-Peter Bachmann (SPD): „Dabei ist es völlig normal, dass es Sticheleien gibt und die zweitgrößte Stadt natürlich immer ein bisschen neidisch ist“, sagt er. Und auch der Braunschweiger Geschichtsexperte Biegel gibt augenzwinkernd zu: „Nur wegen des Aufstiegs werden keine blau-gelben Panzer nach Hannover rollen.“ Versöhnlich endet auch Fredrichs Action-Comic: „Hanoman“ rettet mit letzten Kräften die Stadt – und versöhnt sich anschließend mit dem Braunschweiger Bösewicht.

Die Verbundenheit beider Städte schlägt sich sogar im Wappen von Hannover nieder!!! Der Löwe auf der Burg hat mit den Welfen zu tun…und da kommt die Nachbarschaft ins Spiel 🙂 !!!

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Ein Engel steht an der „Kinderentstehungsmaschine“.
Er dreht an einer Kurbel, und bei jeder Umdrehung kommt hinten ein
Kind heraus. Damit er eine gerechte Aufteilung hat, sagt er immer vor
sich her: „Mädle, Bub, Depp, Mädle, Bub, Depp, Mädle, Bub, Depp usw.“
Plötzlich wird er zu einer wichtigen Besprechung gerufen. Er sagt zu
seinem Engels-Lehrling: „Du machst weiter, genau wie ich immer nur
drehen: Mädle, Bub, Depp, Mädle, Bub, Depp, Mädle, Bub, Depp“.
Als der Engel nach zwei Stunden von der Besprechung zurückkehrt, hört > er schon von weitem: „Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp, Depp“.
Er rennt zu seinem Lehrling: „Bist Du wahnsinnig – Du machst mir ja  alles kaputt!!!!!!!!“.
Darauf der Lehrling: „Nein, Nein – alles OK. Wir haben einen
Großauftrag für Braunschweig bekommen“. 

Auf der A2 bei Hannover ist ein Autofahrer auf der Autobahn in einem Stau stecken geblieben.
Plötzlich klopft jemand an das Seitenfenster. Er lässt die Scheibe runter und fragt: „Was ist los?“
Darauf der Passant mit ernster und erregter Stimme: „Terroristen haben den Mannschaftsbus
von Eintracht Braunschweig entführt. Sie verlangen 10 Mio. Euro
Lösegeld, ansonsten wollen sie sie mit Benzin übergießen und verbrennen.“
„Aha“, erwidert der Autofahrer. „Verstehen Sie“, wiederholt der Passant, “ wir gehen nun von Auto zu Auto um zu sammeln.“
Da fragt der Fahrer: „Und wieviel geben die Leute so im Durchschnitt?“
Etwa 5 Liter….“ 

Kurze Pause für die Löwenstadt:

Als Klinsmann in den Himmel kommt, sagt Gott zu ihm: „Hallo, Herr Klinsmann, schön Sie zu sehen! In Anbetracht Ihrer großen Verdienste um die Nationalmannschaft und den FC Bayern kriegen Sie hier Ihr eigenes Häuschen und glauben Sie mir, das kriegt hier nicht jeder!“
Gott nimmt Klinsmann an die Hand und führt ihn vor einen kleinen Flachdachbungalow auf einer kleinen Wolke. Die Fußmatte an der Tür ist mit dem Bayern-Logo versehen und eine kleine DFB-Fahne weht im Vorgärtchen.
Klinsmann denkt sich: „Ja, ganz nett“, dreht sich um… und traut seinen Augen nicht: Auf der nächsten Wolke, hoch über ihm steht ein riesiger Palazzo, komplett mit Balustrade und sechs dorischen Säulen. Der Palazzo ist rot gestrichen und über und über mit 96-Symbolen, -Graffiti, -Fahnen und Transparenten übersät, große Hannover-Wappen aus Marmor zieren den Garten. Aus riesigen Lautsprechern dröhnt die 96-Hymne Alte Liebe zu ihm herab. Das gesamte Hauspersonal ist in roter Vereinsfarben gewandet und erfüllt absolut alle denkbaren Wünsche.
Klinsmann wendet sich an Gott und sagt, stinksauer: „Was ist das denn? Wieso kriegt der Slomka so einen Palast da hingestellt? Der hat doch noch gar nix geleistet, der Mann! Warum zum Teufel lebt der hier in so nem Haus?“
Gott dreht sich um und schaut Klinsmann tief in die Augen: „Mein Sohn, das ist nicht Slomkas Haus, das ist meins!!!“

 Und weiter geht´s…

Der Trainer von Eintracht Braunschweig entdeckt in Bagdad einen 17-jährigen
irakischen Fußballgott und kann den jungen Mann überreden, mit nach
Deutschland zu kommen. Der neue Spieler übertrifft alle Erwartungen und
erzielt in seinem ersten Testspiel das 1:0 Siegtor.
Überglücklich ruft er seine Mutter an:
„Was für ein herrlicher Tag, ich habe ein Tor geschossen!“
„Wunderbar dass es Dir so gut geht“, antwortet die Mutter sarkastisch, „lass Dir erzählen, wie unser Tag aussah:
„Dein Vater wurde auf offener Straße ausgeraubt,
Deine Schwester und ich wurden vergewaltigt,
und Dein kleiner Bruder ist jetzt Mitglied einer Straßengang.“
„Wie entsetzlich, wie furchtbar“ jammert der Fußballer, „wie furchtbar, das tut mir so leid…“
„Es tut Dir leid?!?“, fährt die Mutter aufgebracht dazwischen.
“ Es ist doch Deine Schuld, dass wir nach Braunschweig gezogen sind!“

Vorwech: Gut…der Verein zwischen Nichts und Hämelerwald wird aus Mitleid mit aufgeführt…die wollen doch auch mal bei irgendetwas dabei sein! (Allerdings ist das Andere auch kein richtiger Verein, wobei dann nur „96“ übrig bleiben würde)

Dann fangen wir mit denen da drüben gleich mal an:

Eintracht Braunschweig, auch kurz BTSV für Braunschweiger Tunten- und Sauf-Verein, ist ein Braunschweiger Abrissunternehmen. Andere geläufige Bezeichnungen sind: Zwietracht Braunscheiß, Eintracht Prügel, Tasmania Schilda und Peine-Ost.

Geschichte

Das Unternehmen war einst ein Werksverein von Jägermeister. Diese Tatsache führte dazu dass immer Jägermeister in den Trinkpullen der Spieler war. Durch einfache Illusion wurde den unsportlichen Braunschweigern im Jahre 1967 suggeriert, sie hätten die Meisterschaft gewonnen, was heute immer noch gerne von den naiven Nachfahren erzählt wird, die damals noch gar nicht auf der Welt waren, seit 2 Jahren mit Papi ins Stadion gehen und mit dem Verein nichts erlebt und erreicht haben.

Fan und Verantwortlichenkultur

Fans dieses Demolierungsunternehmens kleiden sich, den Firmenfarben getreu, mit blauen und gelben Müllsäcken, dadurch wird bei Aussenstehenden optisch ein beabsichtigter Kotzreiz verursacht. Passend zur Kleidung wird statt Deutsch ständig Fäkal gesprochen. Ein einziges mal war das Unternehmen erfolgreich, aber mit der Zeit rückte man immer näher an die Insolvenz und auch das heimische Firmengelände samt „Stadion“ an der Hamburger Straße verfiel immer mehr zu einer Ruine. Seit mehr als 30 Jahren muss man nun schon betteln gehen um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, da sich keine Sponsoren finden. Betriebsangehörige sind meist sehr dumm und gewaltbereit. Diese Gewalt leben sie auch gerne privat, zu Hause wie auch bei Auswärts- oder Heimspielen gegen ihre Rivalen aus. So wurde z.B. der Platz beim Amateurderby zwischen der zweiten Mannschaft der Braunschweiger und der zweiten Mannschaft von 96 der Platz von Braunschweiger Fans gestürmt und mehrere gegnerische Spieler und Fans schwer verletzt, die Initiative hierfür ergriff ein gewisser Alex K. aus Geseke. Darauf sind viele Braunschweiger auch noch stolz, alle Anderen, im Gegensatz dazu, schon auf ihren aufrechten Gang, den sie den Ost-Peinern voraus haben. Zum guten Ton gehört laut Satzung auch das oftmalige Bedrohen der Vereinsführung mit folgenden zeitlichen Schliessungen des werkseigenen Forums und als Pflicht das ständige demolieren des eigenen Stadions samt Gelände um den Ruineneindruck zu erhalten. Anderseits ist dies auch nicht weiter verwunderlich , bei einer „Stadt“, deren Eingeborene wiederholt einen Bürgermeister Namens Gerd Hoffmann wählen, der während seines Studiums zwischen 1967 – 1969 eine einschlägige Vergangenheit in einer Partei sein eigen nennt , die mit dem gleichen Buchstaben beginnt wie ein Norddeutscher Radiosender.

Braunschweiger leiden unter ihrem fehlenden Realitätssinn, so meinen sie, die Nummer 1 in Niedersachsen zu sein -auf ewig- versteht sich. Problem: der VfL Wolfsburg und Hannover 96 haben den Braunschweigern sportlich, fanmäßig und wirtschaftlich schon lange den Rang abgelaufen, weshalb die Eintracht und vor allem seine Fans, selbst von unbeteiligten Passanten nur noch mitleidige Blicke ernten.

Dies ist aber nicht weiter verwunderlich, da sich der gemeine Braunschweiger Rumpelfußballfan im allgemeinen von einer Plörre Namens Wolters ernährt , bei dessen bloßen Anblick sich in zivilisierteren Landesteilen, z.B. in dem Landeshauptprovinzkaff Hannover bei den Einwohnern schon vor Ekel die Fußnägel hochklappen würden. Andererseits soll diese Jauche unbestätigten Gerüchten zufolge vor Schweinegrippe schützen, denn auch Viren haben Ihren Stolz.

Die Rivalen

Neidisch-gierige Blicke richten die Braunscheißer auf die Rivalen Hannover 96 und den VfL Wolfsburg, wobei diese beiden Vereine zehn Spielklassen höher zu finden sind und sich höchstens mal die Jugendmannschaften dieser Vereine nach Braunschweig verirren und selbst diese dort ständig haushoch gewinnen. Des weiteren wird neidisch auf die AWD Arena in Hannover und die Volkswagen Arena in Wolfsburg geschaut, da diese im Vergleich zu der alten Baracke namens „Bruchbude“ im Norden Braunschweigs wahre Paläste sind. Auch die Egalität der Braunschweiger gegenüber dem VfL Wolfsburg wird immer wieder betont und dennoch gibt es genug Intelligenzallergiker, die immer wieder versuchen, mit Sprüchen wie: „Immerhin waren wir schon deutscher Meister“ auf sich aufmerksam zu machen. Damit erlangen sie auch nicht mehr als schallendes Gelächter. Abweisende Blicke und Verachtung sind die Folgen.

Heimliche, wahre Liebe

Mittlerweile weist etwa der Verein für Leibesübungen Wolfsburg einen größeren Zuschauerschnitt auf als Eintracht Braunschweig. Verkleidet und doch wegen ihrer Hässlichkeit sofort erkennbar, schleicht sich heimlich ein Sammelsurium an Braunschweiger Fans in die VfL Arena, um sich einmal die ganz großen Mannschaften der Bundesliga anschauen zu dürfen, ihr eigener Verein konnte ihnen so etwas noch nie bieten! Erstaunt und vollkommen paralysiert lieben Sie dafür die Wolfsburger Fußballmannschaft. Des Nachts werden dann verstohlen im dunklen mit der Taschenlampe die Bilder und Heftchen über den VfL Wolfsburg aus dem klebrigen Nachttisch geklaubt, betrachtet und sich daran erfreut.

Sportliche Erfolge

Gerne rühmt sich noch heute die Generation der Alt-67er mit der unter zweifelhaften Umständen errungenen Meisterschaft vor knapp 50 Jahren, also zu jener Zeit, als man noch schwarz-weiß fernsehen und dem Kassettenrekorder seine große Zeit noch bevor stand. Mit nur 47 Toren in 34 Spielen kamen 11 „Sportfreunde“ zu zweifelhaften wie ebenso unverdienten Meisterehren. Hartnäckig hält sich das unbestätigte Gerücht, dass einige Schiedsrichter unter Führung von Robert H., dem Älteren, ihren Teil dazu beigetragen haben. Insider sprechen noch heute von der „schwarzen Meisterschaft“ und beziehen dies nicht auf die damit verbundene schwärzeste Stunde der Fußball-Bundesliga, sondern auf das Trikot der erfolgreichsten Kameraden der Braunschweiger Holzhacker: die Schiedsrichter. Und das war es dann auch schon mit den Erfolgen, die diese Kirmesmannschaft auf dem Platz erzielt hat. Abseits des Platzes allerdings rühmen sich immer noch einige Besucher des Ackers an der Hamburger Straße (benannt nach einem Topseller eines ansässigen Fast-Food-Restaurants) mit ihren „achso glohrreichen“ Attacken auf alles Denkende ( das „anders“ muss in diesem Kontext leider entfallen.)

Stadionneubau

Dass in der Senke zwischen Hannover und Magdeburg, die die Einheimischen dort Braunschweig nennen, demnächst ein neues Stadion gebaut werden wird, ist zu einer Art urbanen Legende geworden. Unlängst wurde diese von der Stadt gefickt eingeschädelt, um das, was man in anderen Städten als Fußballtempel bezeichnet, in Braunschweig aber nur als architektonisches Trauerspiel kennt, ohne Widerstand abreißen zu können. Nach Abriss plant man zur Aufwertung der gesamten Gegend an der Stelle des jetzigen Sportplatzes ein 67 m tiefes Loch zu graben und dieses mit einem schmucken Jägerzaun zu umfassen.

(Als ich diesen Bericht eingetickert hatte und die Tags „Fussball“ und „Braunschweig“ eingab, da haben bereits die Finger gejuckt und die Augen getränt!)

-> 2010/11: 4. Platz, die beste Saisonplazierung in der Bundesliga für unsere „Roten“

-> 2010 / Saisonabschluss gegen den Abstieg, Spiel in Bochum

-> Die Paraden von Robert Enke

-> Relegationsspiel 97/98 gegen TeBe Berlin / Aufstieg in die 2. Liga ….unvergessen!

-> Das bis dato leider letzte Punktspiel-Derby gegen Eintracht BS (um Platz 1 in der Regionalliga, Saison 1997/98)

-> DFB-Pokalsieg´92

-> Deutscher Meister ist 1954 …überraschend Hannover 96!!!

3 Titel, 3 Wunder:

In der Saison 1937/38 wurde Hannover 96 zum ersten Mal Deutscher Fußballmeister. Die Mannschaft erreichte das Endspiel durch ein 3:2 nach Verlängerung im Halbfinale in Dresden gegen den Hamburger SV. Das Finale wurde am 26. Juni 1938 in Berlin ausgetragen. Gegner war die in den 1930er Jahren dominierende Mannschaft des FC Schalke 04, die als hoher Favorit galt. Vor mehr als 90.000 Zuschauern lautete das Ergebnis 3:3 nach Verlängerung. In der Wiederholung des Endspiels, am 3. Juli 1938 erneut in Berlin vor diesmal über 94.000 Zuschauern ausgetragen, stand es nach der regulären Spielzeit erneut 3:3. Hannover 96 gelang in der Verlängerung der Siegtreffer zum 4:3 n.V. und damit eine kaum für möglich gehaltene Sensation: Hannover 96 war deutscher Fußballmeister 1938.

1953/54 gelang ihm mit einer namenlosen Elf, in der kein einziger Nationalspieler der späteren Weltmeistermannschaft aus Deutschland stand, nach einem Startrekord mit 22:0 Punkten in der Oberliga Nord der Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft und der Einzug in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. 96 schaffte in der Endrunde gegen den Berliner SV 92 und den VfB Stuttgart den Einzug ins Endspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das Finale wurde im Hamburger Volksparkstadion vor 80.000 Zuschauern ausgetragen. Kaiserslautern war klarer Favorit, da die Mannschaft viele Nationalspieler aufwies, die später in Bern zudem noch überraschend Fußball-Weltmeister 1954 werden sollten. In Hamburg gab es am 23. Mai 1954 ebenfalls ein Wunder – der Außenseiter Hannover 96 besiegte Kaiserslautern nach einem 1:1 zur Halbzeit mit 5:1 und wurde zum zweiten Mal deutscher Fußballmeister.

Von 1989 bis 1996 gehörte Hannover 96 der zweiten Liga an. 1992 gelang es dem Verein unter Trainer Michael Lorkowski als erstem Zweitligisten, den DFB-Pokal zu gewinnen. Die Mannschaft, die in dieser Saison in der Staffel Nord der zweiten Bundesliga nur im oberen Mittelfeld spielte, besiegte mit dem VfL Bochum, Borussia Dortmund, dem Karlsruher SC, Werde Bremen sowie im Finale Borussia Mönchengladbach dabei gleich fünf Bundesligisten. In Dortmund lag 96 zur Halbzeit bereits 2:0 zurück und drehte das Spiel zu einem 2:3 Auswärtssieg. Torwart Jörg Sievers avancierte zum Pokal-Helden, indem er sowohl im Halbfinale gegen Bremen (7:6 n.E.) als auch im Finale (4:3 n.E.) mehrere Elfmeter parieren konnte. Im Halbfinale hatte er den entscheidenden Elfmeter für Hannover zudem selbst sicher verwandelt. Beim Halbfinalsieg war ich dabei…unglaublich!!!

Nach dem Gewinn des DFB-Pokals durfte Hannover 96 1992/93 als Zweitligist im Europapokal der Pokalsieger starten. Als eine der größten Ironien der Vereinsgeschichte gilt das Los in der ersten Runde des Wettbewerbs: Statt einer internationalen Mannschaft wurde ausgerechnet der Europacup-Sieger des Vorjahres, Werder Bremen, zugelost – in einem Wettbewerb, in dem abgesehen vom Titelverteidiger nur eine Mannschaft pro Land startete. Nach einem 1:3 in Bremen reichte es im Rückspiel in Hannover nur zu einem 2:1-Sieg, so dass die Mannschaft den Einzug in die zweite Runde verpasste.

Zudem gab es noch 3 weitere Wunder:

1984/85: Aufstieg mit einem jungen Team aus vielen hannoverschen Talenten:

Erst unter Trainer Werner Biskup gelang in der Saison 1984/85 der Wiederaufstieg in die erste Liga mit einer jungen Mannschaft. 1983 waren Martin Giesel und Bastian Hellberg von Arminia Hannover geholt worden. Aus Schalke waren die erfahreneren Werner Lorant und Bernd Thiele geholt worden. Dierßen war allerdings nach Schalke abgegeben worden. 1984 kamen von Arminia Hannover noch Michael Gue und Maximilian Heidenreich und aus den USA Franz Gerber, während Lorant bereits nach einem Jahr wieder Hannover verließ. Stammspieler wurde auch der von den eigenen Amateuren aufgerückte Matthias Kuhlmey. Da Hannover einen Mini-Etat besaß und als Abstiegskandidat Nr.1 gehandelt wurde, gilt dieser Aufstieg mit vielen hannoverschen Spielern als nicht vergessenes Wunder bei den Fans.

1973: Das Wunder von Wuppertal – Die Entscheidung gegen den ewigen Rivalen:

Schlechte Ausgangsposition
Die Stimmung bei den Anhängern von Hannover 96 war am 26. Mai 1973 auf einem Tiefpunkt. Die Roten hatten gerade bei Erzrivale Eintracht Braunschweig mit 2:3 verloren und war dadruch stark abstiegsbedroht. Mit dem Sieg im Derby am 32. Spieltag hatte sich die Eintracht einen Drei-Punkte-Vorsprung auf Hannover 96 und Platz 17 der Bundesligatabelle verschafft. 1973 galt noch die Zwei-Punkte-Regel, zudem stiegen nur zwei Mannschaften ab. Daher schien zwei Spieltage vor Saisonende der Abstieg für Hannover 96 so gut wie sicher.

Entscheidung am letzten Spieltag
Nach dem 33. Spieltag sah die Ausgangsposition schon etwas besser aus. Das Team von Trainer Hannes Baldauf gewann mit 2:0 gegen Hertha BSC. Zeitgleich unterlag Braunschweig mit 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern. Auch der FC Schalke war noch abstiegsgefährdet. Rot-Weiß Oberhausen dagegen stand bereits als Absteiger fest. So ging Hannover 96 mit 24 Punkten als Vorletzter in den letzten Spieltag am 9. Juni 1973. Ein Punkt fehlte auf den Rivalen aus Braunschweig, auch Schalke war mit zwei Punkten Vorsprung noch in Reichweite.

In den Medien wurde 96 dennoch bereits als Absteiger gehandelt. Kaum jemand traute dieser Mannschaft noch einen Sieg beim heimstarken Wuppertaler SV zu. Kaum einer der treuen Fans wagte zu hoffen, dass Braunschweig sein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf verlieren würde. Die personellen Voraussetzungen vor der Partie in Wuppertal waren auch nicht gerade rosig. Neben den verletzten Stammkräften Pauly, Mrosko und Rühmkorb fiel auch Verteidiger  „Eddy“ Bandura kurzfristig aus. Auf Grund dieses Pessimismus begleiteten nur knapp 1.000 96-Fans das Team nach Wuppertal.

Ständiger Kontakt nach Braunschweig
Während der Partie im traditionsreichen Stadion am Zoo in Wuppertal stand die Trainerbank von 96 im ständigen Kontakt mit dem Geschehen in Braunschweig. Die Reservisten der Roten hatten das Transistorradio am Ohr, den Blick allerdings auf das Spielfeld gerichtet. Trainer Hannes Baldauf und Manager Kleemann wollten wissen, ob sich die eigenen Anstrengungen noch lohnten.

Um 15.33 Uhr sendete 96 dann das erste Lebenszeichen nach Braunschweig. 96-Verteidiger Rainer Stiller erzielte schon in der 3. Minute die 1:0-Führung für Hannover. Die Spannung stieg, als der Düsseldorfer Gerd Zewe um 15.48 Uhr die Fortuna in Braunschweig ebenfalls mit 0:1 in Führung brachte. Die Freude hierüber hielt jedoch nur kurz. Fünf Minuten später markierte Ludwig Bründl den 1:1-Ausgleich für die Eintracht. 96 ließ sich aber nicht beirren und erfüllte seine eigene Aufgabe. Hans Siemensmeyer setzt einen Freistoß unhaltbar zum 0:2-Pausenstand ins Wuppertaler Tor. Da das Torverhältnis von Hannover 96 deutlich besser war als das der Braunschweiger, brauchte die Eintracht unbedingt einen Sieg.

Braunschweig wie gelähmt
„Es gab damals noch keine Anzeigetafel, aber wir Spieler haben das Ergebnis von Hannover 96 von unserer Bank erfahren. Wir wussten also immer, wie es steht. Wir hätten ja unser Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf nur gewinnen müssen, um in der Bundesliga drin zu bleiben. Aber wir waren wie gelähmt und katastrophal schwach. Jeder wusste, dass es schief geht“, erinnert sich Braunschweig-Akteur Bernd Gersdorff.

Das 96-Team mobilisierte nach der Pause die letzten Kräfte. Als Willi Reimann um 16.54 Uhr mit dem 0:3 die Weichen endgültig auf den 96-Auswärtssieg stellte, war die Abstiegsgefahr bereits gebannt. Denn eine Viertelstunde zuvor hatte Klaus Budde für Fortuna Düsseldorf das 1:2 in Braunschweig erzielt.

In letzter Sekunde gerettet
Hannover 96 holte am Ende durch das zweite Tor von Willi Reimann den zweiten Auswärtssieg der Saison und gewann mit 0:4. Durch die gleichzeitige Heimniederlage der Braunschweiger retteten sich die Roten damit zum dritten Mal in letzter Sekunde vor dem Abstieg. Schalke 04 gewann sein Heimspiel souverän mit 2:0 gegen den Hamburger SV und war damit ebenfalls gerettet.

Fix und fertig lagen sich 96-Verantwortliche und Mannschaft nach dem Schlußpfiff von Schiedsrichter Quindeau vor 25.000 Zuschauern (mehr als 10.000 davon aus Hannover!!) in Wuppertal freudentrunken in den Armen. Präsident Ferdinand Bock jubelte: „Jetzt können wir mit den ausgefertigten Regionalliga-Verträgen ein Freudenfeuer anzünden.“

1998: Wiederaufstieg gegen TeBe Berlin:

Während bei 96 die Kassen zwischenzeitlich leer waren, hieß der Gegner TeBe Berlin. TeBe hatte mit 10,-Mio DM einen Etat, der locker im oberen Zweitligadrittel lag. Zudem hatte TeBe seit über einem Jahr kein Spiel mehr verloren. Und dann kam das Wunder, nachdem man das Hinspiel in Berlin 0:2 verloren hatte.

96 zurück in der zweiten Liga! Um 22.57 Uhr war das kleine Wunder perfekt – und Jörg Sievers wieder einmal der Held. Dank des überragenden Torhüters gewann 96 das zweite Aufstiegsspiel gegen Tennis Borussia Berlin mit 5:1 nach Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:0 für Hannover gestanden, Rückstand aus der ersten Partie ausgeglichen.                  50 000 waren aus dem Häuschen. Das Spiel begann mit einer Überraschung. In letzter Minute hatte 96-Trainer Reinhold Fanz seine Aufstellung geändert. Volkan Arslan und Jürgen Degen blieben draußen, Bastian Reinhardt und der zuletzt aus dem Kader verbannte Hakan Bicici durften von Beginn an mitmachen. 96 nach dem 0:2 in Berlin am Boden, aber es brodelte im Niedersachsen-Stadion. „Steht auf, wenn Ihr Rote seid“, sangen die Fans. Fast schien es so, als sollten sie erneut enttäuscht werden. Denn die Hauptstädter tauchten schon in den ersten Minuten zweimal gefährlich vor Hannovers Schlußmann Jörg Sievers auf. Dann aber flog der erste Ball in Richtung TB-Tor – die Berliner Mauer (nur sieben Gegentore in 34 Regionalliga-Spielen) fiel dank des Flugkopfballtreffers von Gerald Asamoah (7. Minute). Die so wichtige frühe Führung war da. Dann kam Hektik ins Spiel. Hannovers Dieter Hecking und Berlins Dejan Raickovic rangelten um den Ball. Der Ex-96er Raickovic wurde immer wieder ausgepfiffen, weil er bei Freistößen das Spiel verzögerte. Und Gästestürmer Ilija Aracic wollte einen Platzverweis für 96 provozieren. Er fiel, obwohl ihn Torwart Sievers gar nicht berührt hatte – aber der Schiedsrichter nicht darauf hinein. Jürgen Aust zeigte sowohl Aracic als auch dem fuchsteufelswilden Sievers die gelbe Karte (37.). Es brodelte weiter, dann war Zeit, die Gemüter abzukühlen. Nach der Halbzeitpause wurde Tennis Borussia offensiver. Allerdings agierte das Team wesentlich passiver als beim Hinspiel im Mommsenstadion – war’s die Nervosität nach dem schnellen Rückstand? Mehr als einmal konnten die Berliner den Torschützen Asamoah nur mit brutalen Fouls stoppen. Ein zweiter Treffer mußte her, damit’s zumindest in die Verlängerung gehen konnte. Die Zuschauer verlangten nach „Milo, Milovanovic“. Hannovers Toptorjäger (22 Saisontreffer) war im Gegensatz zum Hinspiel dabei – wenn auch nur auf der Reservebank. Der sensible Serbe kam nach einer Stunde für Bicici ins Spiel. Fortan geriet TB noch mehr unter Druck. Und 96-Coach Fanz riskierte alles, brachte Offensivmann Babacar N’Diaye für Manndecker Bernd Eigner. Dieser Mut wurde belohnt. Es traf, mit einem wunderschönen Fallrückzieher – natürlich Milovanovic. Ein Fußballmärchen. Die Stimmung kochte über. Zusammengerechnet stand’s nun 2:2 – Verlängerung.

Zur Erinnerung: TB hatte in der gesamten Drittliga-Saison nie zwei Gegentreffer in einem Spiel kassiert. Trainer Hermann Gerland, genannt „Tiger“, fauchte am Spielfeldrand. Es passierte nicht mehr viel. Abgesehen von einem offenbar nicht regulärem Tor der Berliner und der Tatsache, daß 96 in Unterzahl weiterspielen mußte (Damian Brezina verletzt, schon dreimal ausgewechselt). Also Elfmeterschießen. Da trafen alle hannoverschen Schützen nervenstark ins Netz, drei Berliner versagten. Dann ging die Aufstiegsparty richtig los. Es gab Ehrenrunden ohne Ende, und die Fans sangen dazu: „Oooooooh, wie ist das schön“.

(Ich hatte seit Ewigkeiten eine Karte für das Spiel. Da ich aber die Niederlage in Berlin bereits live gesehen hatte, war meine Hoffnung gegen diesen vermeintlich überlegenen Gegner gering. Auch wenn Hannover in den 2 letzten Spielzeiten stets mehr als 100 Saisontore erzielte, Berlin war der klare Favorit. Zum Glück habe ich mich doch noch kurzfristig umentschieden und bin ins Stadion gepilgert…zum Glück!) 

1996–2002: Der Neuaufbau

Dem Abstieg in die Regionalliga folgte ein personeller Aderlass. Am Anfang der Saison 1996/97 waren vom alten Kader lediglich Torwart Jörg Sievers, Libero Carsten Linke und Kreso Kovacec übrig. Doch der Neuaufbau gelang: Reinhold Fanz als Trainer und Franz Gerber als Manager stellten eine junge Mannschaft zusammen. 1997 wurde Hannover 96 überlegen Regionalligameister. Zur Mannschaft gehörten u.a. Otto Addo, Vladan Milovanovic, Fabian Ernst, Kreso Kovacec und Dieter Hecking. Hannover scheiterte jedoch in der Relegation an Energie Cottbus, in einem denkwürdigem Spiel, als das Flutlicht des Stadions ausfiel und Cottbuser Fans Otto Addo und Gerald Asamoah bespuckten und mit Bananen bewarfen.

Im Verlauf der zweiten Regionalligasaison 1997/98 kam es zu einer offenen Rebellion gegen die „Kahlschlagpolitik“ des Vereinspräsidenten Utz Claassen, an dem sich auch die Mannschaft und verschiedene Mitarbeiter und andere Funktionsträger des Vereins beteiligten. Die Mannschaft rief unter anderem den damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder zu Hilfe, um den Verein vor seinem eigenen Präsidenten zu schützen. Im weiteren Verlauf der Turbulenzen kam es zu Masseneintritten aus der Fanszene mit dem einzigen Zweck, Claassen auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung abzuwählen. Dieser versuchte erfolglos, die neuen Mitglieder für nicht stimmberechtigt zu erklären und wich einer Abstimmung anschließend durch plötzlichen Rücktritt aus. Zu Claassens Nachfolger wurde der Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind gewählt, der die Strukturen des Vereins grundlegend professionalisierte und viel eigenes Geld investierte.

1998 stieg 96 als erneuter Regionalligameister unter Trainer Reinhold Fanz wieder in die zweite Liga auf, die Rückkehr in den Profifußball war geschafft. Zahlreiche junge Spieler, die knapp zehn Jahre später in der Bundesliga und der deutschen (Gerald Asamoah, Fabian Ernst, Sebastian Kehl u. a.) bzw. ghanaischen Nationalmannschaft (Otto Addo) spielten, waren beteiligt. Der spätere 96-Trainer Dieter Hecking gehörte ebenfalls zur Aufstiegsmannschaft. Langjährig treue Spieler und Idole der 90er Jahre waren vor allem Torwart Jörg Sievers und Abwehrspieler Carsten Linke. „Colt“ Sievers ist heute Torwarttrainer des Vereins.

Der direkte Durchmarsch in die Bundesliga wurde 1999 mit dem 4. Platz knapp verfehlt. Auch in der Saison 2000 (Platz 10) und 2001 (Platz 9) hatte 96 lange Kontakt zu den Aufstiegsrängen, fiel aber jeweils im Verlauf der Rückserie zurück.

2002-2004: Wiederaufstieg und zwei Jahre Abstiegskampf

2004-2009: Etablierung im Bundesliga-Mittelfeld

Seit 2009: Nach Tiefpunkten zum Höhenflug

Die Saison 2009/10 begann mit einem kleinen Fehlstart, nur einem Punkt in zwei Spielen und dem blamablen DFB-Pokal-Aus gegen den Viertligisten Eintracht Trier. Dem Fehlstart folgte der Rücktritt von Trainer Hecking, dessen Entlassung von Fans und Umfeld schon seit einigen Monaten gefordert worden war. Sein Nachfolger Andreas Bergmann lieferte zunächst eine positive Bilanz ab: Unter ihm holte die Mannschaft 15 Punkte aus den folgenden zehn Spielen und stand im Mittelfeld der Tabelle. Nach der Selbsttötung von Nationaltorwart Robert Enke am 10. November 2009 erzielte die Mannschaft in den folgenden sechs Spielen nur einen Punkt und geriet erstmals seit 2004 wieder in Abstiegsgefahr. Trainer Bergmann wurde nach einer 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Hertha BSC am ersten Spieltag der Rückrunde beurlaubt und wenige Stunden später durch Mirko Slomka ersetzt. Unter Slomka verlor 96 zunächst sechs weitere Bundesligaspiele, ehe die für den Verein beispiellose Negativserie mit nur einem Punkt aus nunmehr zwölf Spielen am 6. März 2010 mit einem 2:1-Sieg beim SC Freiburg endete. In der Folge fing 96 sich wieder und holte in den letzten zehn Spieltagen der Saison 16 Punkte, so dass der Klassenerhalt am letzten Spieltag gesichert werden konnte. Am Ende der Saison 2009/10 stand 96 mit 33 Punkten auf Platz 15.

Die Prägung der Saison durch den Tod Robert Enkes spiegelt sich am Ende in den erreichten Punkten überdeutlich wieder: 16 Punkte aus den ersten zwölf Spielen mit Enke, nur ein Punkt aus den folgenden zwölf Spielen nach seinem Tod und aus den letzten zehn Spielen wiederum 16 Punkte. Neben der Anstellung von Sportpsychologen hatte sich auch eine Solidaritätskampagne von Verein und verschiedenen Institutionen um Unterstützung für die verunsicherte Mannschaft bemüht.

Mit einem 4:2 gegen Meisterschaftskandidat Schalke 04 am 30. Spieltag, einem 6:1 im letzten Heimspiel gegen Mönchengladbach und einem 3:0 am letzten Spieltag beim direkten Abstiegskonkurrenten VfL Bochum, für das die 96-Fans trotz einer Kartenverkaufssperre für Gästefans über 40 Prozent der Tickets erwerben konnten und fast durchweg in rot gekleidet in Bochum erschienen waren, war 96 schließlich doch noch die sportliche Rettung gelungen.

Nach schwachen Testspielergebnissen und dem Pokalaus im Elfmeterschießen gegen den Viertligisten Sportvereinigung 07 Elversberg galt Hannover 96                                                             zu Beginn der Saison 2010/2011 in den Medien als Abstiegskandidat Nummer eins. Sowohl der Trainer Mirko Slomka als auch der Sportdirektor Jörg Schmadtke standen unter Druck. Tatsächlich aber präsentierte sich Hannover 96 sehr erfolgreich. 96 überholte am dreizehnten Spieltag mit dem siebten Sieg der Saison gegen den Hamburger SV den früheren sportlichen Rivalen Eintracht Braunschweig in der ewigen Bundesligatabelle und kletterte zwei Spieltage später einen weiteren Platz in dieser Tabelle. Am 16. Spieltag stellte Hannover 96 mit einem 2:1-Sieg über den VfB Stuttgart den Vereinsrekord von fünf Bundesligasiegen in Folge aus der Saison 2004/05 ein. Am 17. Dezember 2010 verlängerte Hannovers Topstürmer Didier Ya Konan seinen bis 2012 laufenden Vertrag vorzeitig um weitere 2 Jahre. Zum Ende der Hinrunde stand 96 auf Tabellenplatz vier. In der Vereinshistorie war dies die beste Hinrunde seit Gründung der Fußball-Bundesliga.

Freundschaften & Rivalitäten

Es besteht eine langjährige Fanfreundschaft mit dem Hamburger SV, diese wird inzwischen (2010) von großen Teilen der Fanszene beider Vereine getragen. Dies wird weithin als eine der intensivsten Fanfreundschaften im deutschen Fußball wahrgenommen. Freundschaftliche Verbindungen bestehen weiterhin zu Teilen der Fanszene von Arminia Bielefeld und Odense BK aus Dänemark. Bei spielen zwischen Hamburg und Hannover hallt es aus beiden Fanblöcken abwechselnd und doch gemeinsam singend „HSV“ durch das Stadion…Gänsehautstimmung garantiert!!

Als Erzrivale seit der Gründung der Bundesliga 1963 galt lange Zeit Eintracht Braunschweig. Die Rivalität gründet sich auf die sportliche Situation der 1960er und 1970er Jahre, als beide Vereine in der ersten oder zweiten Liga spielten; sie flammte 1996 bis 1998 noch einmal auf, als Hannover 96 zu Braunschweig in die Drittklassigkeit abgestiegen war. Seit zwischen den Vereinen meist ein Zwei-Klassen-Abstand besteht (seit 2002 ist Hannover wieder erstklassig und Braunschweig in der Regel drittklassig), wird sie vor allem von Braunschweiger Seite gepflegt. Gelegentlich kommt es aber auch in Hannover noch zu rivalitätstypischen Schmähungen der Braunschweiger.

An die Stelle des sportlichen Regionalrivalen ist Werder Bremen als geographisch nächstgelegenster und gleichzeitig von 96-Fans ernst genommener Bundesligaverein getreten. Die Rivalität wird dadurch verstärkt, dass Werder Bremen auch für den mit 96 befreundeten Hamburger SV Erzrivale ist. Der VfL Wolfsburg, eigentlich der geographisch nächstgelegene Bundesligaverein, wird von den meisten 96-Fans aufgrund der geringen Tradition und des kleinen und einseitig auf dem VW-Konzern aufbauenden Umfelds als nicht rivalitätsfähig angesehen und eher ignoriert.

Eine weit verbreitete Antipathie herrscht seit 1997 gegenüber Energie Cottbus. Sie geht auf rassistische Übergriffe gegen Spieler von Hannover 96 und eine später eingestandene Flutlichtmanipulation durch die Cottbusser in der Aufstiegsrelegation zur 2. Bundesliga 1997 zurück.