Mit ‘Herrenhäuser Gärten’ getaggte Beiträge

Nächste Woche wird das Schoß Herrenhausen nach dem Wiederaufbau feierlich eröffnet. 1943 wurde es im 2. Weltkrieg vollkommen zerstört.

Weit über ein halbes Jahrhundert stritt man sich darum, ob das einstige Domizil der Welfen wieder aufgebaut werden soll. Bei so viel Geschichte ist der Wiederaufbau meines erachtens eine kulturelle Bereicherung für die Stadt.

Aber es war nicht immer alles schön und prunkvoll.

Richtig zufrieden waren die Welfen eigentlich nie mit ihrem Sommerschloss in Herrenhausen. Kurfürstin Sophie (1630-1714) pflegte zu sagen, dass der wahre Schatz in Herrenhausen der Garten sei, womit sie unbestritten recht hatte. Gut hundert Jahre später dachten ihre Nachfahren sogar öffentlich über Abriss und Neubau nach. Der schlechte Bauzustand des Gebäudes lässt sogar die französischen Besatzer die Nasen rümpfen. Es sei ein „vaste Batiment en mauvais état“ (ausgedehntes Gebäude in schlechtem Zustand), notieren Napoleons Offiziere 1803 und ordnen Erhaltungsarbeiten an.

Allerdings…in diesem Schloss war Europas Hochadel zu Gast!

Hier wurde mit rauschenden Luxusfesten der Grundstein für Hannovers Aufstieg zum Kurfürstentum gelegt, hier wurden Entscheidungen für ein Königreich gefällt, das am Ende eine größere Ausdehnung hatte als das heutige Land Niedersachsen.

Den Stein ins Rollen gebracht hat der Welfe Georg von Calenberg. So richtig begeistert sind Hannovers Bürger nicht, als dieser allererste hannoversche Welfen-Georg 1635 die gut befestigte Stadt zu seiner Residenz erklärt. Residenz eines Fürsten zu sein, das bedeutet zwar wirtschaftlichen Aufschwung, weil der Hof Handwerkeraufträge vergibt. Aber es bedeutet auch einen Verlust der enormen Selbstständigkeit, die Hannover damals hat.

Ab 1666 wird an Gartenarchitektur gefeilt, Gärtner wie Michael Grosse, später Henry Perronet und Martin Charbonnier erweitern die Grünanlagen auf bis zu 200 Hektar – so viel wie Hannovers Altstadt. Fontänen und Wasserspiele, kunstvolle Beete werden angelegt, das Gartentheater bespielt, die riesige Gracht gegraben. Soldaten spielen dazu Marschmusik im Takt.

Der große Garten zählt schnell zu den schönsten Barockgärten Europa´s. Auch wenn die französischen Gärten oftmals größer angelegt sind, die Herrenhäuser Gärten sind mindestens gleichwertig in der Schönheit und erfreuen sich seither einer großen Beliebtheit.

Das Schloss lebt von ständigen Erweiterungen. Weil die Welfen zu knauserig für einen Neubau sind, lassen sie aus dem Dorf Koldingen ein altes Fachwerkhaus bringen. Der italienische Architekt Hieronymo Sartorio baut das Gebäude ab 1676 kunstvoll aus und um. Für einige Jahre hat Herrenhausen ein prächtiges Barockschloss. Leider fällt der kunstvolle Putz immer von der Fachwerkkonstruktion ab, der Architekt Johann Georg Taentzel wird die Fassade später von Zierrat befreien.

Doch zunächst einmal wird Herrenhausen zum Repräsentieren genutzt. Unter Ernst August und seiner Frau Sophie zieht der Hofstaat jedes Jahr mit Köchen, Zofen, Leibwächtern und Kutschern von Mai bis Oktober nach Herrenhausen. Gigantische Feste werden gefeiert. Nach venezianischem Vorbild lassen sich hochrangige Staatsbesucher auf Gondeln über die Gracht schaukeln, die Gartenwege knirschen unter den Rädern güldener Kutschen, es wird zwischen Buketts und Hecken flaniert und parliert und allerlei anderes getrieben, wovon schon die hohe Zahl unehelicher Kinder zu dieser Zeit zeugt.

Es geht in Herrenhausen aber mitnichten nur um Spaß, sondern auch um hohe Politik. Ernst August (1629-1698) und seine hochgebildete Frau Sophie (1630-1714) schaffen es mit Taktik und Geschick, ihr damals noch relativ kleines und zersplittertes Welfenreich zum Kurfürstentum erheben zu lassen. Damit gehören sie zum exklusiven Kreis von nur sechs Fürsten, die den Kaiser bestimmen dürfen. Von da an geht in Europa kaum noch etwas an den Welfen vorbei. Herrenhausen ist endgültig eins der Zentren der Macht.

Und wer nicht alles kommt. Zar Peter der Große tanzt hier 1713 die Polonaise im Galeriegebäude. Prinz Eugen von Savoyen und John Churchill, der 1. Duke of Marlborough, werden im Sommerschloss empfangen. Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. lässt sich beim Staatsbesuch 1710 die Fontänentechnik der Wasserkunst zeigen. Da ist sie im Gegensatz zu heute aber noch eher mickrig. Georg Friedrich Händel und Agostino Steffani komponieren Barockmusik. Der Venezianer Tomaso Giusti schafft den mit 18 Szenen bedeutendsten Freskenzyklus Norddeutschlands, der heute noch in der Galerie zu sehen ist (wenn die Stadt sie denn endlich für reguläre Besucher öffnen würde). Der barocke Baumeister Rémy de la Fosse baut für Kurfürstin Sophie die beiden Grachtenpavillons. Und das Schloss wird am Ende von Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves klassizistisch umgebaut – in die Form, in der es zumindest äußerlich jetzt wieder aufgebaut worden ist.

Das alles ist nicht denkbar ohne Gottfried Wilhelm Leibniz, das anerkannt letzte Universalgenie Europas. Den Welfen ist es gelungen, den Gelehrten für ihre Diplomatie einzusetzen, er führt Verhandlungen, entwirft Verträge, entsinnt Lösungen für technische Probleme, unterhält geistreich Staatsgäste.

Mit dem Tod von Sophie und kurz darauf Leibniz und der Personalunion zwischen England und Hannover endet diese erste Glanzepoche Herrenhausens. Der Fokus der Welfen verlagert sich zunehmend nach London, von dort machen sie Weltpolitik. Zwischendurch gibt es sogar eine 66-jährige Spanne, in der kein Herrscher Hannover auch nur besucht. Das Schloss verwaist. Erst zum Staatsbesuch von Georg IV. (1762-1830) im Jahr 1821 baut Laves aufwendig um. Im Inneren werden Räume zusammengelegt, mit dem prunkvollen Vestibül erhält das Gebäude einen angemessenen Zugang. Neue Öfen, Wassertoiletten, frische Tapeten und Farben, das Schloss wird noch einmal richtig auf Vordermann gebracht.

Hannover ist da längst zum Königreich erklärt, nach dem Sieg über Napoleon ist Europa neu geordnet. Ab 1837, dem Ende der Personalunion, leben die Welfenkönige auch wieder in der Stadt, Herrenhausen wird wieder häufiger genutzt. Doch diese zweite Glanzzeit dauert nur kurz. 1866 annektieren die Preußen Hannover, Georg V. geht ins Exil, seine Frau Marie zieht sich zunächst auf die Marienburg zurück.

Aus Sicht der Welfen wird in den Folgejahrzehnten viel in den Erhalt Herrenhausens investiert. Aus Sicht der Bürgerschaft reicht das nicht, 1926 gibt es eine regelrechte Demonstration für den Erhalt der Gärten. Immerhin: Bis 1936 kauft Hannover den Welfen das Gartengelände ab, die Wiederherstellung des Geschichtsdokuments wird von den Nazis propagandistisch ausgenutzt. Doch die Pracht hält nicht lange. Mehr als 1000 Bomben durchpflügen in den schrecklichen Nächten des Jahres 1943 die Herrenhäuser Gärten. Das Schloss brennt vollständig aus. Wie sehr es dem Großen Garten als optischer Bezugspunkt seiner Achsen fehlt, wird erst in den Folgejahren klar, als die Trümmer abgeräumt sind und das Schlossgrundstück eine Rasenfläche ist. Bereits 1945 beginnt die Diskussion über den Wiederaufbau, die Hannover bis 2009 beschäftigen wird.

(Quelle: Auszüge aus der Hannoversche Allgemeine Zeitung, www.haz.de )

Unter dem Suchbegriff „Herrenhäuser Gärten“ könnt ihr noch mehr in meinem Blog finden, u.a. Bilder.

Großer Garten in Herrenhausen

Übersichtskarte der Herrenhäuser Gärten

Der schneebedeckte Große Garten in Herrenhausen

Fotoquelle: www.hannover.de

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Der Internationale Feuer­werks­wettbewerb von Weltrang geht in seine 23. Runde – zwischen Mai und September ziehen Feuerwerkskünstler die Zuschauer vor der einzigartigen Kulisse der Herrenhäuser Gärten und des Schlosses Herrenhausen in ihren Bann!

Termine & Teams 2013:

  • 25. Mai 2013 – Grupo Luso Pirotecnia (Portugal)
  • 8. Juni 2013 – Intermède (Frankreich)
  • 24. August 2013 – FLASH BARRANDOV Special Effects (Tschechien)
  • 7. September 2013 – Pirotecnica Morsani (Italien)
  • 21. September 2013 – Fireworks for Africa (Südafrika)

Die Grupo Luso Pirotecnia tritt als Titelverteidiger an.

Preise:

  • normal: 16,50 Euro
  • ermäßigt: 13,50 Euro
  • Familienkarten: 44 Euro
    (zwei Erwachsene/zwei Kinder im Alter von 6-14 J. Nur in der Tourist Info, über das Online Formular und an der Abendkasse erhältlich.)
  • Dauerkarte: 75 Euro (gültig für alle Termine

Ein auf das Teilnehmerland abgestimmtes Rahmenprogramm mit Live-Musik, Kleinkunstshows und Walk-Acts stimmt die Zuschauer auf den Abend ein und verkürzt die Wartezeit ab 18:30 Uhr bis zum großen Feuerwerk.

 

Herrenhäuser Gärten


Die Herrenhäuser Gärten in Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover setzen sich aus dem Großen Garten, dem Berggarten sowie dem Georgen- und Welfengarten zusammen.
Der Große Garten zählt zu den bedeutenden Barockgärten Europas. Er stellt das historische Kernstück der Herrenhäuser Gärten dar, eine große, annähernd rechteckige, von einer Gracht umschlossene Gartenfläche. Davon räumlich getrennt sind der Berggarten, der Georgengarten und der Welfengarten. Der Berggarten entwickelte sich von einem Gemüse- und Anzuchtgarten zu einem botanischen Garten mit eigenen Attraktionen. Im Stil englischer Landschaftsgärten sind der Georgengarten und der Welfengarten angelegt, welche als beliebte Naherholungsgebiete innerhalb der Stadt Hannover gelten. Gemeinsam ist allen vier Gärten eine mehrere hundert Jahre alte Geschichte und eine Attraktivität bis in die heutige Zeit.Unumstrittener Mittelpunkt ist die große Fontäne, die bei guter Witterung eine Scheitelhöhe von über 80 Metern erreicht.

In den Herrenhäuser Gärten finden jährlich die Internationalen Feuerwerkswettbewerbe statt. Zwischen Mai und September treten die besten Pyrotechniker der Welt gegeneinander an. Ab 2007 wird jede der teilnehmenden Nationen zunächst ein Pflichtprogramm zu festgelegter musikalischer Begleitung zu absolvieren haben. Anschließend können sich die Nationen in einer individuellen Kür präsentieren. Den Feuerwerken voraus geht ein vielfältiges Rahmenprogramm, das eine Mischung aus Kleinkunst, Musik und Gartentheater bietet.

Die Entstehung

Herzog Georg von Calenberg ließ 1638 bei Herrenhausen, das damals ein selbständiges Dorf namens Höringehusen war, einen Garten mit Gebäuden anlegen. Zu diesem Zeitpunkt entsprach der Große Garten von seiner Ausdehnung her der Größe eines Ziergartens. Georg von Calenbergs Sohn Johann Friedrich ließ sich hier ein Schloss erbauen und beauftragte seinen Gärtner Michael Grosse mit dem Bau eines Lustgartens.

Zwischen der ersten Anlage des Gartens bis zu seiner heutigen Ausdehnung unternahmen die folgenden Besitzer erhebliche Veränderungen und Erweiterungen. Das wahrscheinlich größte Motiv für die Erweiterungen der Gartenanlage besaß Herzog Ernst August, dessen Ernennung zum Kurfürsten im Jahre 1692 bevorstand.

Erste kleinere Erweiterungen fanden durch Henri Perronet (gest. 1690) statt; der Große Garten war zu diesem Zeitpunkt von seinen Abmessungen her etwa halb so lang und breit – also ein Viertel so groß – wie heute. Zwischen 1676 und 1680 fanden erhebliche Ausbauarbeiten statt. In diesem Zeitraum wurde das Herrenhäuser Schloss erweitert und 1676 die Große Kaskade sowie ein Jahr später die Grotte erbaut. Federführend für die Arbeiten an Schloss und Gartenanlage waren in dieser Zeit der Hofarchitekt Sartorio, Fontainenmeister Cadart (Catarre) sowie Hofbaumeister Westermann.


Orangerie

Die Hauptaufgabe des Fontainenmeisters bestand darin, die zahlreichen Wasserspiele und vor allem die Große Fontäne mit Wasser zu versorgen. 1686 reist Cadart mit dem Hofbaumeister Westermann und dem Zimmermeister Heimsohn nach Bremen, um die dort errichtete Wasserkunst zu besichtigen. Die drei Herren schlugen vor, auch in der Leine bei Herrenhausen ein Schöpfrad wie in Bremen zu erbauen, man konnte sich aber zunächst nicht darüber einigen, wo das Rad aufgestellt werden sollte. 1687 begann man, vom Benther Berg Wasser nach Herrenhausen zu leiten. 1689 wurde Cadart wegen Untauglichkeit entlassen. Sein Nachfolger Oberbaumeister J. G. de Munter starb schon 1693. Nun holte man einen Franzosen, den Kunstmeister Pierre Denis aus Paris, der 1694 seinen Dienst antrat; aber auch seine Bemühungen, das erforderliche Wasser herbeizuschaffen, blieben erfolglos. Erst 1696 kam Gottfried Wilhelm Leibniz auf die Idee, die Leine aufzustauen und mit einem das Gefälle nutzenden Pumpwerk die Wasserversorgung der Gartenanlage zu sichern.

Aus England kamen der Mechaniker Andrews sowie der Kunstmeister Joseph Cleeves mit seinem Sohn Johann, die, nachdem andere Mechaniker gescheitert waren, mit der Realisierung betraut wurden. Zur Einweihung 1719 kam der König von England, Georg I., nach Hannover. Statt der erhofften zwanzig war der Wasserstrahl der Fontäne jedoch nur enttäuschende fünf Meter hoch. Der französische Mechaniker Desagulier erkannte den Fehler: Das Verbindungsrohr vom Bassin war nicht gekrümmt, sondern rechtwinklig gebogen. Im September 1720 waren die Arbeiten endlich beendet. Joseph Cleeves und sein Sohn wurden bei der Stadt als Kunstmeister angestellt, um die Funktionalität auf Dauer zu gewährleisten. Die Große Fontäne erreicht erstmals 1721 eine Höhe von ungefähr 36 Metern, die Leistung wurde in den Folgejahren bis auf etwa 70 Meter gesteigert; durch Einsatz einer Ringdüse wird ein Hohlstrahl erzeugt. Das als Wasserkunst bezeichnete Pumpwerk liegt außerhalb der Gartenanlage und ist heute ein funktionsfähiges technisches Denkmal.

Wichtige Weiterentwicklungen erfolgten durch Martin Charbonnier (ca. 1655-1720). Bei weiteren Baumaßnahmen entstanden in den Jahren 1707 und 1708 ein Pagenhaus im nordwestlichen Teil der Anlage sowie je ein Tempel in der südöstlichen und in der südwestlichen Ecke des Großen Gartens. Alle drei Gebäude existieren noch heute.

Die Zeit unter Sophie von der Pfalz [Bearbeiten]Unter der Leitung von Kurfürstin Sophie von Hannover wurde der Große Garten neu gestaltet. Kurfürstin Sophie verlebte ihre Jugendzeit in den Niederlanden und ließ den Garten im Stil der niederländischen Barockanlagen gestalten. Der Große Garten vervierfachte bis 1714 seine Ausdehnung und umfasst heute eine Fläche von etwa 50 Hektar.

Eckpavillon an der Graft von Remy de la FosseDoch bald wuchs der Bedarf nach neuen Gebäuden. In den Jahren von 1720 bis 1723 entstand die Orangerie durch den Hofarchtitekten Böhm im Nordosten. Bereits 1739 musste die in Fachwerkbauweise ausgeführte Nordwand der Orangerie erneuert werden. Zwischen 1747 und 1749 entstand im nordwestlichen Teil ein kleineres, zweigeschossiges Gebäude als Wohnung für den Gartendirektor von Hardenberg nach einem Entwurf des Hofarchitekten Heumann.

Von 1819 bis 1821 erneuerte der Hofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves das Schloss Herrenhausen und zwei Jahre später die Orangerie. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts geriet der Große Garten in Vergessenheit, da sich die folgenden in Personalunion regierenden Herrscher von Hannover und Großbritannien in London aufhielten und sich nicht um den Garten kümmerten. Dies entpuppte sich als Glücksfall für den Garten: Während im 18. Jahrhundert viele Fürsten anfingen, ihre Barockgärten der damaligen Mode folgend in Landschaftsgärten umzugestalten, blieb der Große Garten unverändert.

1862 wählte Georg V. von Hannover Herrenhausen zu seiner ständigen königlichen Residenz. Nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen und der Annexion Hannovers endete 1866 die gesellschaftliche Bedeutung des Großen Gartens und die Anlage verwahrloste erneut. Ein Jahr zuvor erreichte die Große Fontäne nach technischen Verbesserungen eine Höhe von etwa 56 Metern.

Nach dem Kauf des Gartens durch die Stadt Hannover im Jahr 1936 fand eine Umgestaltung statt. Dabei entstanden als Neuschöpfungen neben acht Sondergärten auch der Irrgarten, eine nachempfundene Anlage nach einem Plan von 1674 mit achteckigem Grundriss und einem Durchmesser von 38 Metern. Es ist nicht bekannt, ob sich im 17. Jahrhundert tatsächlich ein Irrgarten im Großen Garten befunden hat. Die Renovierung setzte einseitig auf den Schauwert des Gartens, der Gesichtspunkt des Nutzgartens wurde nicht berücksichtigt.


Wilhelm Busch Museum

Im Zweiten Weltkrieg wurde 1943 das Schloss Herrenhausen nach britischem Bombardement völlig zerstört. Auf den Wiederaufbau des Schlossgebäudes wurde verzichtet; die Gartenanlage war erst im Jahr 1966 annähernd wiederhergestellt. Die Grotte, die Große Kaskade und die Freitreppe des Schlosses waren unzerstört geblieben: Die Grotte sowie die Kaskade stehen noch auf ihrem ursprünglichen Platz, während die Freitreppe im folgendem Wiederaufbau der Gartenanlage an den südwestlichen Rand des Parterre versetzt wurde.