Mit ‘Mondrup’ getaggte Beiträge

Kopenhagen (Dänemark) 

Die Gewinner waren längst gekürt, die Siegesfeiern abgeklungen und die Besenwagen in Gang gesetzt – da mühte und quälte sich Steen mit seinem Zwillings-Bruder Peder Mondrup (34) noch durch den Parcours des Ironman von Kopenhagen.

Doch als das Duo nach 15:42:38 Stunden ausgepumpt endlich die Ziellinie überquerte, lösten sich die ganzen Strapazen, die ganzen Schmerzen im Jubel Hunderter Zuschauer auf. Die Menge hatte tapfer ausgeharrt, um Zeuge eines Bravourstücks unerschütterlicher Geschwisterliebe zu werden.

Denn Peder Mondrup sitzt im Rollstuhl und bewältigte mithilfe seines Bruders als gelähmter Athlet einen Ironman – 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und einen Marathon.

Dass die Mondrups über sieben Stunden nach Sieger Henrik Hyldelund (Dänemark/8:03:39 Stunden) ins Ziel kamen – geschenkt! Den Champagner und die Fritten, mit denen sie sich nach dem Triathlon belohnten, hatten sich die dänischen Zwillinge redlich verdient.

Auf der Schwimmstrecke hatte dieser seinen Bruder in einem aufblasbaren Gummiboot hinter sich hergezogen. Die Raddistanz bewältigten die Zwillinge auf einem Spezial-Tandem. Auf den abschließenden 42,195 Kilometern saß Peder in einem Renn-Rollstuhl, der von Steen geschoben wurde.

Lediglich knapp 20 Minuten vor Toresschluss erreichten die Mondrups das Ziel. Nach 16 Stunden wäre unweigerlich die Disqualifikation erfolgt. Da ist das Regelwerk unerbittlich.

„Es war ein Rennen gegen die Zeit. Aber wir haben immer dran geglaubt“, sagte Steen Mondrup: „Das war seit fünf Jahren ein Traum und jetzt ist er wahr geworden.“

 

(Auszüge: bild.de)

 

 

 

 

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