Mit ‘Paris’ getaggte Beiträge

Egal welcher Religion man angehört, jeder hat das Recht diese frei zu wählen und auszuleben, Kraft, Glück und Ausgeglichenheit aus ihr zu ziehen.

Wie absurd der Anschlag und der somit ausgeübte Radikalismus in Paris war, zeigt dieser Screenshot aus einem erschienen Video (u.a. auf n-tv.de zu sehen), in dem der Terrorist den wohl angeschossenen und scheinbar wehrlosen Polizist mit einem Kopfschuss mit der Kalaschnikow hinrichtet…aus nächster Nähe!

Nur…dieser Polizist hieß Ahmed Merabet und war ein Muslim!

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Jetzt machen viele auf den getöteten Polizisten aufmerksam, der als Muslim auch für die Werte der westlichen Welt einstand. Denn Merabets Schicksal zeigt, dass es bei diesem Terroranschlag nicht um einen Kampf von Muslimen gegen Nicht-Muslime geht: Ahmed Merabet war schließlich selbst Muslim. Und auch unter den getöteten Redakteuren war ein Muslim.

Der Hashtag „#JeSuisAhmed“ steht für eine Solidarisierung mit dem getöteten Polizisten – und damit stellvertretend für eine Solidarität mit den Muslimen, die in den kommenden Wochen und Monaten darunter werden leiden müssen, dass man sie für Sympathisanten von Terroristen hält.

Auf dem steinernen Brückengeländer steht ein junger Mann mit einem Blechkanister. Mit wichtiger Miene gießt er bräunlich-schmutziges Wasser in den Fluß, und vierhundert Hannoveraner jeglichen Alters klatschen Beifall. Der Fluß heißt „die Leine“, der junge Mann Reinhard Schamuhn, und das Wasser, das er in die Leine schüttet ist Seinewasser aus Paris. (Französische Behörden haben es in einem Begleitschreiben bestätigt.)

Während Reinhard Schamuhn diese Kulthandlung vollzieht hofft er, daß zur gleichen Stunde ein Lufthansasteward Leinewasser in die Seine schüttet. So war es abgemacht. Die Lufthansa hatte das Wasser kostenlos herübergeflogen, kostenlos hatte sie auch einen Kanister Leinewasser mitgenommen. „Irgendwo im Atlantik“, sagt Reinhard Schamuhn, „werden sich Leine- und Seinewasser vereinigen.“

Diese Szenen in Hannover und in Paris waren der Auftakt zum ersten Flohmarkt, wenige Schritte von der Leine entfernt. Wochenlang hatte der junge Mann Keller und Böden von Freunden durchstöbert, um den als stur verschrien Hannoveranern einen Hauch von Paris zu schenken. Und die nüchternen Hannoveraner ließen sich wie selbstverständlich von liebenswertem Schund anlocken.

(Quelle: Die Zeit, Ausgabe 15, 14. April 1967)

Der Flohmarkt in Hannover an der Leine war geboren, der erste in Deutschland.

 

Eine Notbremse der Bundesbahn wurde verkauft und eine Sitzbank der Straßenbahn, selbst ein alter Toilettendeckel fand seinen Abnehmer. Wagenräder gab es, japanische Sonnenschirme, kolorierte Stiche und vergammelte Reproduktionen. Die Flohmarktbesucher durften sogar die Preise selbst bestimmen. Der Erlös – einige hundert Mark – soll wohltätigen Zwecken dienen.

99 Jahre alt! Aber edel und prickelnd wie eh und je.

Kaum ein Klassiker in der Barwelt hat mehr Stil als der 1915  erstmals servierte French 75. Harry MacElhone, Gründer der berühmten Pariser „Harry´s New York Bar“, benannte diesen Champagnercocktail nach einer französischen Kanone aus dem Ersten Weltkrieg, welche eine berüchtigte Durchschlagskraft besaß.

Eine erste, schriftliche Erwähnung fand der French 75 im Jahre 1930 im „Savoy Cocktail Book“. Die Beliebtheit fand er jedoch bereits in den Zwanzigern. Populär wurde er im Stork Club in New York. Einer Bar, in der schon Hemingway, Chaplin, die Kennedys, Sinatra und Monroe anstießen. (In welcher Bar war denn Hemingway eigentlich nicht am trinken?)

Es kommt bei diesem Cocktail die Frage auf: Muss es Champagner sein? Vielleicht doch ein hochwertiger Sekt, zum Beispiel aus dem Hause Geldermann? Oder ein Crémant?

Ich sage mal so…ein Kir Royal ist mit Champagner, mit einem Prosecco ist es lediglich ein Kir.

Was nun nicht heißt, dass ein Kir oder ein French 75 mit einem guten Sekt nicht schmecken. Nur…wenn man einen Klassiker wie diesen mixt (und das gilt in meinen Augen für alle Cocktails), dann sollte man auch auf die aufgeführten Zutaten zurückgreifen.

French 75 adaptiert nach einer Rezeptur aus “Savoy Cocktail Book”, Harry Craddock, 1930

  • 3 cl Gin
  • 1,5 cl Zitronensaft
  • 1 cl Zuckersirup (2:1)
  • Champagner

Gin, Zitronensaft und Zuckersirup in den Shaker geben, mit Eiswürfeln füllen und schütteln. In das vorgekühlte Champagnerglas abseihen und mit Champagner auffüllen.

Ein wahrer Klassiker der Barkultur!

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