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Was hat Hannover mit Waterloo zu tun?

Die Waterloosäule:

Das Denkmal erinnert an den Sieg in der Schlacht bei Waterloo, den Preußen, England und Hannover am 18. Juni 1815 gemeinsam gegen Napoléons I. errangen.

Die Waterloosäule ist eine 46,31 Meter hohe, in den Jahren von 1825 bis 1832 nach einem Entwurf von Georg Ludwig Friedrich Laves errichtete Siegessäule im Stadtbezirk Mitte in Hannover. Sie ist mit einer Statue der Victoria gekrönt. Ihr Stil ist der klassischen Antike nachempfunden und inspiriert sich an der toskanischen Säulenordnung.

Die Säule wurde erst nach knapp zehnjährigen, 1816 begonnenen Diskussionen und Planungen verwirklicht. Sie erhebt sich über einem sechsstufigen Sockel samt würfelförmigem Unterbau mit der Widmungsinschrift: „DEN HELDEN VON WATERLOO DAS DANKBARE VATERLAND“. Namenstafeln der Gefallenen sowie erbeutete Kanonen ergänzen das Ensemble.

Durch den hohlen kannelierten Schaft mit einem Durchmesser von 3,75 Metern führt eine Wendeltreppe bis zu der quadratischen Aussichtsplattform mit der auf einem Tambour und einer Kugel stehenden Figur der Victoria. Diese Statue wurde im Auftrage des Herzogs von Cambridge für den Preis von 200 Louisdor unter Verwendung von 10 Zentnern Kupfer nach einem Entwurf des Bildhauers August Hengst (1796-1868) von dem hannoverschen Hofspengler Konrad Beckmann (1780-1850) und seinem Sohn Franz (1811- ? ) gefertigt.

Erst seit einigen Jahren kann die Plattform am Kopf der Säule wieder bestiegen werden.

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Karl Jatho – Der erste Mensch…

Karl Jatho (* 3. Februar 1873, Hannover; † 8. Dezember 1933, ebenda), war ein deutscher Flugpionier und der erste Mensch, der nachweislich einen motorisierten Flug erfolgreich durchführte.

Als Inspektor im technischen Revisionsbüro der Stadtverwaltung in Hannover baute Jatho 1896 seinen ersten Gleitflieger in einem Schuppen am Stadtrand. Unbefriedigt von seinem Erstflug und beunruhigt durch den tödlichen Absturz Otto Lilienthals im selben Jahr, nahm er ständige Verbesserungen an seinem Fluggerät vor.

Am 18. August 1903, vier Monate vor dem ersten – gesteuerten – Motorflug der Gebrüder Wright (!), führte er einen ungesteuerten Motorflug in der Vahrenwalder Heide bei Hannover durch, der „von vier Augenzeugen notariell bestätigt“ wurde. Sein Flugzeug, ein 10-PS-Doppeldecker mit 36 m² Flügelfläche, flog etwa 20 Meter weit knapp 30 cm über dem Boden. Jatho verbesserte diese Leistung drei Monate später mit einem 80 Meter langen Flug in einer Höhe von 2,70 m.

In den von ihm gegründeten Hannoverschen Flugzeugwerken entstanden weitere, verbesserte Flugzeugmodelle, wie z. B. der Doppeldecker-Gleiter Jatho 2 aus dem Jahr 1907 sowie die „Stahltaube“ von 1911, mit der Jatho im selben Jahr als erster um Hannover flog. Seiner Firma sowie der von ihm gegründeten Fliegerschule war jedoch kein Erfolg beschieden: Aufgrund des fehlenden Interesses durch das Militär wurden beide 1914 geschlossen.

Karl Jatho selbst hielt den Motor, den er beim Erstflug seines Doppeldeckers verwendete, für zu schwach für einen fortgesetzten Motorflug. Die erreichte Flughöhe sei zu gering und möglicherweise nur durch das Absenken des überflogenen Geländes bedingt gewesen. Dennoch sind wichtige Elemente des modernen Fliegens untrennbar mit dem Namen Karl Jatho verbunden: Pilotenkanzel für den sitzenden Flugzeugführer, Flugzeugfahrwerk und nicht zuletzt der Flugplatz.

Die Marienburg ist eine spätmittelalterliche Burg im nach ihr benannten Ort Marienburg.

Die Marienburg wurde 1346 bis 1349 vom Hildesheimer Bischof Heinrich III. von Braunschweig-Lüneburg (1331-1365) als Trutzburg gegen die aufbegehrenden Bürger seiner Bischofsstadt erbaut. Die Patronin des Bistums Hildesheim war Namensgeber für die Burg, auf lateinisch Castrum Mariae. Nachdem sie 1806 Staatdomäne geworden war, wird sie bis heute auch Domäne Marienburg genannt. Bis 1946 war die Marienburg Namensgeberin des gleichnamigen Landkreises, der dann mit dem Landkreis Hildesheim zum Landkreis Hildesheim-Marienburg fusioniert wurde. Seit 1993 wird die Marienburg von der Universität Hildesheim genutzt. Am 16. September 2005 kaufte die Stadt Hildesheim die Domäne Marienburg für 12,1 Millionen €.


Pavillion Afrika


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Pavillion zum Thema Umwelt


Pavillion Venezuela


Expo Plaza

          

          

 



Die Expo 2000 war die erste Weltausstellung in Deutschland und fand vom 1. Juni 2000 bis zum 31. Oktober 2000 auf einer Fläche von 160 ha auf dem Messegelände am Kronsberg in Hannover statt. Sie stand unter dem Motto „Mensch, Natur und Technik – Eine neue Welt entsteht“.

Das Bureau International des Expositions (B.I.E.) in Paris erteilte Hannover am 14. Juni 1990 mit nur einer Stimme Mehrheit vor dem Mitbewerber Toronto den Zuschlag für die Weltausstellung 2000.

In der Bewerbung Hannovers wurde als Ziel herausgestellt, eine Weltausstellung neuen Typs zu schaffen. Es sollten Visionen für die Zukunft vorgestellt und Modelle für das Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und Technik gegeben werden. Zudem sollten Lösungsmöglichkeiten für das Zusammenleben von mehr als 6 Mrd. Menschen veranschaulicht werden.

Das inhaltliche Konzept der Weltausstellung wurde durch das sich ständig verändernde Logo der EXPO 2000 visualisiert. Das 1994 aus einem Corporate Design-Wettbewerb hervorgegangene Erscheinungsbild wurde von dem Büro QWER aus Köln (Prof. Iris Utikal/Prof. Michael Gais) konzipiert und sechs Jahre lang betreut und weiterentwickelt. Das Logo der EXPO 2000, auch „Impuls“ genannt, stieß weltweit, besonders in Fachkreisen auf großes Interesse und Aufmerksamkeit, da es sich in seiner Form und Farbe ständig wandelte und somit einen dynamischen Prozess (den der Weltausstellung) beschreibt.

Für die Expo 2000 wurde – erstmalig neu auf Weltausstellungen – ein Themenpark errichtet, in dem in Erlebnislandschaften (Arbeit, Basic Needs, Das 21. Jahrhundert, Energie, Ernährung, Gesundheit, Kommunikation, Mensch, Mobilität, Planet of Visions, Umwelt, Wissen) Eindrücke von der Zukunft vermittelt wurden. Die einzelnen Länder stellten sich an Nationentagen und in ihren individuell eingerichteten Pavillons vor.

An der Expo nahmen 155 Nationen und 27 internationale Organisationen teil.

Ebenfalls neu war die Idee, die Weltausstellung mit den weltweiten Projekten nicht nur in Hannover, sondern in der Tat in aller Welt stattfinden zu lassen. In insgesamt 123 Ländern wurden 487 zukunftsweisende, übertragbare und nachhaltig wirkende Projektideen zu allen Themenbereichen als offizielle Expo-2000-Projekte registriert und allein in Deutschland konnten 280 Projekte von unabhängigen Expertengremien als Modelle und Lösungen für die brennenden Zukunftsfragen des neubeginnenden 21. Jahrhunderts anerkannt werden. Auch nach der Weltausstellung gibt es mit dem Network WorldWide Projects eine Weiterarbeit an diesen Zukunftsthemen.

Die Deutsche Messe AG (DMAG) veranstaltete im Jahr 1947 in Konkurrenz zur Leipziger Messe und auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters von Hannover Gustav Bratke die „Exportmesse 1947 in Hannover“. Auf diese Weise legte man den Grundstein für die internationale Etablierung des Messeplatzes Hannover und den Erfolg der seitdem stattfindenden Hannover Messe.

Das Messegelände Hannover befindet sich im Süden der Landeshauptstadt Hannover (Stadtteil Mittelfeld) und ist mit einer überdachten Fläche von 496.000 m² und mit 27 Messehallen das größte Messegelände der Welt. Zu dem Gelände gehört außerdem ein Tagungszentrum.

          

Im Jahr 2000 wurde auf dem Messegelände die Expo 2000 ausgerichtet. Darüber hinaus werden dort jährlich bedeutende Messen wie die CeBIT oder die Hannover Messe ausgerichtet. Das Motiv der Hannover Messe, ein stark stilisierter Hermeskopf, blieb seit Anfang fast unverändert.

In Deutschland, weltweit bedeutendstes Messeland mit 141 Messen, machen inländische Überkapazitäten und wachsende ausländische Konkurrenz erhebliche Sorgen. Als Vorreitermodell kooperiert die Hannover-Messe mit denen in Stuttgart (für gemeinsame Messen in Deutschland) und in Mailand (wegen aufstrebenden Messemärkten in Brasilien, Russland, Indien und China).

                    


Der Rote Faden ist eine 4,2 km lange Linie, die mit roter Farbe auf das Pflaster gepinselt wurde. Sie führt auf Fußgängerwegen entlang und kreuzt zahlreiche Straßen. Die Linie beginnt am Ernst-August Platz an der Tourist Information (Hannover Tourismus GmbH) gegenüber dem Hauptbahnhof und endet am Ernst-August-Denkmal (Hannover) vor dem Hauptbahnhof. Der Verlauf des Roten Fadens ist durchgehend behindertengerecht. Die Markierung wird jährlich im März vom Tiefbauamt mit knapp 70 Liter frischer Farbe nachgezogen. Der Rote Faden entstand im Jahr 1970 und folgt dem Konzept des seit 1958 bestehenden 4 km langen Freedom Trail in Boston. Später wurde er von einigen Städten kopiert.

     

Die Stationen des Roten Fadens

1. Tourist Information (Hannover Tourismus GmbH) gegenüber dem Hauptbahnhof
2. Galerie Luise
3. Das Opernhaus
4. Die Georgstraße
5. Am Georgsplatz
6. Rund um das Aegidientor
7. Aegidienkirche
8. Der „Siebenmännerstein“ (Spartanerstein) an der Aegidienkirche
9. Volkshochschule und Kubus (Theodor-Lessing-Platz)
10. Der Bogenschütze am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus
11. Neues Rathaus
12. Das Kestner-Museum
13. Das Wappenportal an der Städtischen Bauverwaltung
14. Laveshaus, ehemaliges Wohnhaus des Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves
15. Wangenheimpalais
16. Waterloosäule und Staatsarchiv
17. Von Wasserkunst und Flussgöttern an der Leine
18. Die Schlossbrücke am Leineschloss
19. Am Hohen Ufer (Beginenturm)
20. Die Nanas von Niki de Saint Phalle (Straßenkunst in Hannover, der Flohmarkt)
21. Durchs Marstalltor in die Altstadt
22. Hannovers ältestes Bürgerhaus (Burgstraße 12)
23. Die Kreuzkirche
24. Johann Duve – Unternehmer und Imagepfleger (Duvekapelle an der Kreuzkirche)
25. Der Ballhof, Hannovers älteste Sporthalle
26. Das Historische Museum
27. Das Leineschloss (Niedersächsischer Landtag)
28. Leibnizhaus am Holzmarkt
29. Im Herzen der Altstadt: Fachwerk & Kneipen
30. Die Marktkirche
31. Das Alte Rathaus
32. Der Fratzenkopf am Alten Rathaus
33. Die Markthalle, der „Bauch von Hannover“
34. Die City – das Einkaufsparadies
35. Kröpcke
36. Unterm Schwanz: Treffpunkt vor dem Hauptbahnhof am Reiterstandbild von Ernst August I.