Mit ‘Steuer’ getaggte Beiträge

 Der französische Filmstar Gérard Depardieu will im Streit über seine Steuermoral seine Staatsbürgerschaft aufgeben. „Ich überreiche Ihnen meinen Pass und meine Sozialversicherungskarte“, schrieb der 63-Jährige in einem offenen Brief an Regierungschef Jean-Marc Ayrault. Ayrault hatte Depardieus Steuerflucht nach Belgien als „erbärmlich“ bezeichnet. Der Brief im Wortlaut:

 Erbärmlich? Haben Sie „erbärmlich“ gesagt? Das finde ich erbärmlich. Ich wurde 1948 geboren, angefangen zu arbeiten habe ich mit 14 Jahren, als Drucker, als Verpacker, dann als Schauspieler. Ich habe immer meine Steuern und Abgaben bezahlt, egal zu welchem Satz, unter allen bisherigen Regierungen.

Zu keinem Moment bin ich meinen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Die Historienfilme, an denen ich mitgewirkt habe, belegen meine Liebe für Frankreich und seine Geschichte.

Es gibt bekanntere Persönlichkeiten als mich, die ihre Staatsbürgerschaft abgelegt oder unser Land verlassen haben. Für mich gibt es hier leider nichts mehr zu tun, aber ich werde weiter die Franzosen lieben und dieses Publikum, mit dem ich so viele Emotionen geteilt habe! Ich verschwinde, weil Sie glauben, dass Erfolg, Kreativität, Talent, im Grunde jede Abweichung sanktioniert werden sollte.

Ich verlange gar nicht, dass ich Zustimmung bekomme, aber ich könnte doch wenigstens respektiert werden. Niemand von denen, die Frankreich verlassen haben, ist so beleidigt worden wie ich. Ich muss mich nicht rechtfertigen für die Gründe meiner Entscheidung, sie sind zahlreich und privater Natur.

Ich verschwinde, nachdem ich für das zu Ende gehende Jahr 85 Prozent Steuern auf mein Einkommen gezahlt habe. Aber ich bewahre mir den Geist jenes Frankreich, das schön war und, wie ich hoffe, bleiben wird. Ich gebe Ihnen meinen Pass zurück und meine Sozialversicherungskarte, die ich nie in Anspruch genommen habe. Wir haben nicht mehr dasselbe Vaterland, ich bin ein wahrer Europäer, ein Weltbürger, so wie es mir mein Vater immer beigebracht hat.

Was ich erbärmlich finde, ist die Versessenheit der Justiz im Falle meines Sohnes Guillaume, den die Richter, obwohl noch ein junger Bengel, zu drei Jahren Gefängnis verurteilt haben wegen zwei Gramm Heroin, während so viele andere einer Haft entgingen, obwohl sie schlimmere Sachen gemacht haben.

Ich werfe keinen Stein auf all jene, die zu viel Cholesterin haben oder Bluthochdruck, die unter Diabetes leiden oder zu viel Alkohol trinken oder auf ihrem Moped einschlafen: Ich bin einer von ihnen, wie Ihre geliebten Medien so gerne wiederholen.

Ich habe niemanden umgebracht und mir meines Wissens nichts zuschulden kommen lassen, ich habe in 45 Jahren 145 Millionen Euro an Steuern gezahlt, ich beschäftige 80 Mitarbeiter in Firmen, die ich für sie gegründet habe und die von ihnen geführt werden.

Ich bin weder zu bemitleiden noch zu rühmen, aber das Wort „erbärmlich“ lehne ich ab. Wer sind Sie, dass Sie so über mich urteilen, das frage ich Sie, Herr Ayrault, Premierminister von Herrn Hollande, ich frage Sie: Wer sind Sie? Trotz meiner Exzesse, meinem Appetit und meiner Liebe für das Leben bin ich ein freier Mensch, mein Herr, und ich werde höflich bleiben.

Quelle: www.welt.de

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Reiche Franzosen flüchten aus Angst vor Präsident Hollande nach London!

Aus Angst um ihr Geld fliehen immer mehr reiche Franzosen in die britische Hauptstadt. Ihnen macht vor allem Hollandes Plan Angst, Einkommen über eine Million Euro mit einem Steuersatz von 75 Prozent zu belegen. Sie fürchten das feindliche Klima in Frankreich – und die Briten rollen ihnen den roten Teppich aus und heißen Sie willkommen.
Europas Superreiche flüchten in die britische Hauptstadt. Seit Ausbruch der Eurokrise profitierte London wie keine zweite Stadt von der Angst der Wohlhabenden um ihr Kapital.
Wo sonst vor allem Russen, Araber und Chinesen auf dem Immobilienmarkt zuschlagen, mischten sich im vergangenen Jahr vermehrt reiche Griechen (!!!), Italiener (!!) und Spanier (!) unter die Interessenten. Und nun auch Franzosen. Preise für (Luxus-)Immobilien stiegen um bis zu 18%. London wird von ihnen als sicherer Hafen für Kapital gesehen. Hier soll der Steuersatz mittelfristig auf 40% sinken!

Die aktuelle Lage

Veröffentlicht: 1. Juni 2012 in AKTUELLES / NEUES, NERVig!
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  • In Spanien gerät die Bankenkrise außer Kontrolle
  • Griechenland erhält nach wie vor Geld
  • Der Deutsche Staat hat Mehreinnahmen in Milliardenhöhe und trotzdem gibt´s keine Steuersenkungen
  • Die Krankenkassen haben Überschüsse im Milliardenhöhe und zahlen diese nicht an die Beitragszahler aus (wetten, dass die Beiträge trotzdem steigen?)
  • Mehrkosten bei Medikamenten
  • Benzinpreise stiegen mal wieder an, obwohl Benzin günstiger gehandelt wurde.
  • Die Banken verjubeln Milliarden
  • Die Autobahnmaut (oder Vignette) steht im Raum! (Das Geld soll  in die Straßen investiert werden! Das Gleiche sagte man auch bei der überhöhten Mineralölsteuer!)
  • Die Strompreise steigen permanent!

Leute, ihr seht worauf es hinausläuft? Das sind lediglich einige Punkte von vielen. Steuerzahler olé!

Auch wenn es in Deutschland zur Zeit (noch) gut läuft, die derzeitige Konjunktur geht trotzdem an den meisten Bürgern vorbei!