Mit ‘Tradition’ getaggte Beiträge

 

Lüttje Lage

Eine Lüttje Lage ist ein im Raum Hannover verbreitetes Mischgetränk aus dem speziellen obergärigen Lüttje-Lagen-Bier und Kornbrand. Eng verbunden mit dem Begriff der Lüttje Lage ist eine spezielle traditionelle Trinkweise.

 

Der Hannoveraner Cord Broyhan, der im Dorf Stöcken (heute Stadtteil) geboren wurde und aufwuchs, braute 1526 als erster das nach ihm benannte obergärige Broyhan-Bier und verschaffte Hannover damit einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine bedeutende Stellung auf dem Gebiet der damaligen Braukunst. Aus der Sitte, das Broyhan-Bier zusammen mit Branntwein zu trinken, entstand die Lüttje Lage. Das Getränk wird vornehmlich bei Volksfesten (in der Region Hannover sind dies üblicherweise Schützenfeste, beispielsweise das Schützenfest Hannover) ausgeschenkt. Zudem wird es im Raum Hannover in einigen Gaststätten serviert. Außerhalb der Region ist es nahezu unbekannt.

Traditionell wird eine Lüttje Lage aus zwei speziellen Gläsern gleichzeitig getrunken. Ein kleines, niedriges Glas (5 cl) mit Lüttje-Lagen-Bier (2,8 %) wird zwischen Daumen und Zeigefinger genommen. Der Mittel- und der Ringfinger derselben Hand halten ein mit Korn gefülltes Schnapsglas (1 cl, 32 %). Beim Trinken werden die Gläser so angesetzt, dass das Schnapsglas über dem Bierglas liegt und der Kornbranntwein zusammen mit dem Bier in einem Zug getrunken wird.

 

Lüttje Lagen können Sie immer gut gekühlt in der „Philharmonie“ gegenüber dem neuen Rathaus, im „Grand Hotel Maritim“, in der hannöverschen Altstadt im „Broyhan Haus“, dem „Alt Hanovera“ oder im „Alten Rathaus“ bekommen.

Lüttje Lagen erhalten Sie auch in der Brauerei Herrenhausen, sowie über Ihren Bierverlag/gut sortierten Fachhandel.

 

Daten des Bieres

Brauart: obergärig
Biergattung: Schankbier
Stammwürze: etwa 7,5 %
Alkoholgehalt: Vol. etwa 2,8 %

www.luettje-lage.de

 

10. – 11.11.11 – „Matten Matten Mähren“

Veröffentlicht: 10. November 2011 in AKTUELLES / NEUES
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Tip für alle über 18:

Einfach mal die Bars, Lounges,… abklappern und singen! 

(Martinisingen ist ein alter protestantischer Brauch, der vor allem in den lutherisch geprägten Gebieten Nordwestdeutschlands und Nordostdeutschlands am Geburtstag von Martin Luther gepflegt wird. Es ist auch unter den Namen Martini oder Martinssingen und unter den plattdeutschen Namen Sünnematten bzw. Mattenherrn (heute fälschlicherweise häufig zu Matten Matten Mähren verbalhornt) bekannt. Beim Martinisingen wird am 10. November (ähnlich dem katholischen Martinssingen am 11. November) mit Laternen von Haus zu Haus gezogen und gesungen.

In diesem Brauch mischen sich mehrere Ursprungselemente. Traditionell war der 10. November der Tag, an dem Landarbeiter und Dienstpersonal über Winter entlassen wurden. Für diese weitgehend besitzlosen Bevölkerungsschichten galt es nun, die kalte Jahreszeit ohne eigenes Einkommen zu überstehen. Einen Beitrag dazu leisteten dann die Kinder, die an diesem Tag von Haus zu Haus zogen und insbesondere bei wohlhabenden Bauern und Bürgern um Gaben bettelten. Ursprünglich sammelten sie dabei Lebensmittel ein, die tatsächlich für den Wintervorrat mit eingelagert und nach und nach verzehrt werden konnten.)