Mit ‘Wahlkampf’ getaggte Beiträge

Sie waren beliebt, modern und anders. Nach vier Erfolgen bei Landtagswahlen ist die Piratenpartei nun in Niedersachsen abgestürzt.

Die Frage auf ein warum ist schnell gefunden.

Nach einem überdrehten Höhenflug folgt die Kollision mit der nüchternen Realität. Zudem benötigten die niedersächsischen Piraten ganze drei Aufstellungsversammlungen, um ihre Kandidaten zu bestimmen. Diese Qual verlief nicht pannenfrei. Nicht zu vergessen, die Partei, die noch immer eng mit dem Leben in Großstädten verbunden ist, musste mit wenig Geld in einem Flächenland für sich trommeln.

Und weil das noch nicht genug war, hatten die Niedersachsen gegen den eigenen Bundesvorstand zu kämpfen. Dem Piraten-Ideal getreu, stritten sich die Mitglieder über Monate transparent in aller Öffentlichkeit. Und das macht Wähler mißtrauisch.

Eine Woche vor der Wahl preschten dann der Bundesvorsitzende und sein Stellvertreter schließlich mit einer Problemanalyse vor, anstatt im Endspurt alle Aufmerksamkeit auf die beim Wähler durchaus beliebten Ziele der Partei zu lenken.

Die Quittung gestern…man dümpelte mit 2% unter „andere Parteien“ geführt rum, so etwas nennt man Schiffbruch.

Deutsche Konzerne wechseln im US-Wahlkampf die Seiten. Standen sie vor vier Jahren noch uneingeschränkt hinter Barack Obama, so zeigen sie sich jetzt gespalten.

Demnach spendete die Deutsche Bank 86.250 Dollar (rund 71.000 Euro) für Romneys Wahlkampf, Allianz zahlte die Summe von 14.950 Dollar (rund 12.300 Euro). Offenbar erwarten sie von dem früheren Investmentbanker Romney eine unternehmensfreundlichere Politik als von Präsident Barack Obama.

Der Amtsinhaber bekam dem Bericht zufolge Geld von Siemens (17.355 Dollar) und dem Softwarekonzern SAP (9322 Dollar). Im Wahlkampf um Mandate im Kongress schlugen sich deutsche Unternehmen mehrheitlich auf die Seite der Republikaner: Größter Unterstützer der Republikaner ist demnach mit 261.000 Dollar der Bayer-Konzern, gefolgt von der Deutschen Telekom mit 193.500 Dollar. Zum Vergleich: Den Demokraten spendete Bayer 119.000 Dollar, die Telekom 149.000 Dollar, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtete.