Mit ‘Wirtschaft’ getaggte Beiträge

Ich finde, diese Anekdote verdeutlicht ganz gut 2 verschiedene Lebenswege. Wenn ich mein Leben mit dem Leben meiner australischen Familie vergleiche, dann frage ich mich, wer wirklich „mehr“ (er)lebt. Muss man wirklich so viel arbeiten, wie wir es tun? Ich will dieses natürlich nicht in Frage stellen. Nur… man sollte hinterfragen: Lebe ich um zu arbeiten oder arbeite ich um zu leben?

Welche Wünsche habe ich? Was will ich erreichen, was will ich noch sehen? Einen Jugendtraum erfülle ich mir nächstes Jahr…mit 40! Und ich glaube, ich hätte mir vorher die Zeit nehmen sollen.

Jeder ist für seinen Lebensweg und Lebensinhalt letztendlich selbst verantwortlich…und hoffentlich glücklich.

Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral (1963)

 

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick. Und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick.

Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach einer Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.

„Sie werden heute einen guten Fang machen.“ Kopfschütteln des Fischers.

„Aber man hat mir gesagt, daß das Wetter günstig ist.“ Kopfnicken des Fischers.

„Sie werden also nicht ausfahren?“ Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiß liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpaßte Gelegenheit.

„Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?“ Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. „Ich fühle mich phantastisch.“

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: „Aber warum fahren Sie dann nicht aus?“ Die Antwort kommt prompt und knapp. „Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin.“

„War der Fang gut?“ „Er war so gut, daß ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen…“ Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis. „Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug“, sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern. „Rauchen Sie eine von meinen?“ „Ja, danke.“

Zigaretten werden in die Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.

„Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen“, sagt er, „aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen – stellen Sie sich das mal vor.“ Der Fischer nickt.

„Sie würden“, fährt der Tourist fort, „nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren – wissen Sie, was geschehen würde?“ Der Fischer schüttelt den Kopf.

„Sie würden sich spätestens in einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten und dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen – eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden…“, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, „Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisungen geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann…“, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache.

Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. „Und dann“, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. „Was dann?“ fragt er leise.

„Dann“, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, „dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“ „Aber das tu‘ ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“

Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

 

Heinrich Böll, 1963

 

Neuere Fassung:

Ein amerikanischer Geschäftsmann stand am Kai des malerischen Fischerdorfes an der Küste im Süden Mexikos, in dem er Urlaub machte, als ein kleines Boot mit einem jungen Fischer an Bord in den Hafen einfuhr. Auf dem Boot lagen einige große Gelbflossenthunfische. Die warme Nachmittagssonne genießend machte der Amerikaner dem Mexikaner Komplimente über die Qualität seines Fisches. „Wie lang hast Du gebraucht, um die Thunfische zu fangen?“, fragte er. „Oh, vielleicht ein paar Stunden.“, antwortete der Mexikaner. „Warum bleibst Du nicht länger auf See und fängst mehr Fische?“, fragte der Amerikaner weiter. Sanft antwortete der Mexikaner: „Mit diesem Fang habe ich schon mehr, als ich brauche, um die Bedürfnisse meiner Familie zu stillen.“ Der Geschäftsmann wurde ernst. „Aber was fängst Du dann mit dem Rest Deiner Zeit an?“ Lächelnd erwiderte der Fischer: „Ich schlafe aus, spiele mit meinen Kindern, schaue mir Sport im Fernsehen an und mache eine Siesta mit meiner Frau. Abends mache ich manchmal einen Spaziergang ins Dorf und treffe meine Freunde, spiele Gitarre, singe ein paar Lieder…“

Ungeduldig unterbrach ihn der Geschäftsmann. „Ich habe meinen MBA in Harvard gemacht und kann Dir helfen, mehr zu verdienen. Du fängst damit an, jeden Tag ein paar Stunden länger zu fischen. Den Fisch, den Du selbst nicht brauchst, verkaufst Du. Von dem Geld kannst Du Dir ein größeres Boot kaufen. Mit dem größeren Boot verdienst Du noch mehr, so dass Du Dir bald ein zweites, drittes und so weiter Boot kaufen kannst, bis Du eine ganze Flotte an Fischerbooten hast.“

Stolz auf seine Cleverness plante der Geschäftsmann ganz aufgeregt, wie der Fischer seine Gewinne noch weiter ausbauen könnte. „Anstatt Deine Fische dann einem Mittelsmann zu verkaufen, kannst Du sie direkt an den Verarbeiter verkaufen oder sogar Deine eigene Konservenfabrik aufmachen. Irgendwann hast Du das Produkt, die Verarbeitung und den Verkauf ganz in Deiner eigenen Hand. Du könntest dieses kleine Küstendorf verlassen und nach Mexiko-Stadt gehen oder sogar nach Los Angeles oder New York. Dort könntest Du Dein Unternehmen noch weiter expandieren!“

Der Fischermann hatte an solche Dinge noch nie gedacht. „Aber wie lang wird das alles dauern?“, fragte er. Der Geschäftsmann überschlug die Rechnung schnell im Kopf. „Vielleicht 15 bis 20 Jahre, ein bisschen weniger vielleicht, wenn Du wirklich hart arbeitest.“

„Und was mache ich dann, Señor?“, fragte der Fischer. „Na, das ist doch der beste Teil“, antwortete der Geschäftsmann lachend, „wenn die Zeit gekommen ist, kannst Du die Aktien Deines Unternehmens verkaufen und sehr reich werden. Du würdest Millionen verdienen!“
„Millionen? Wirklich?“, fragte der junge Fischer ungläubig. „Was würde ich mit so viel Geld anfangen ?“
„Dann könntest Du Dich mit all Deinem Geld zur Ruhe setzen“, prahlte der Geschäftsmann. „Du könntest in ein malerisches Fischerdorf an der Küste ziehen und ausschlafen, mit Deinen Enkeln spielen, Sport im Fernsehen schauen und eine Siesta mit Deiner Frau machen. Du könntest abends einen Spaziergang ins Dorf machen und mit Deinen Freunden Gitarre spielen und singen, so viel Du willst.“
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Christdemokrat

Sie besitzen zwei Kühe.

Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.

Sozialist

Sie besitzen zwei Kühe.

Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zuhelfen.

Sozialdemokrat

Sie besitzen zwei Kühe.

Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.

 Freidemokrat

Sie besitzen zwei Kühe.

Ihr Nachbar besitzt keine. Na und?

Kommunist

Sie besitzen zwei Kühe.

Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.

Kapitalist

Sie besitzen zwei Kühe.

Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.

EU-Bürokratie

Sie besitzen zwei Kühe.

Die EU nimmt Ihnen beide ab, bezahlt Ihnen dafür eine Entschädigung, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen auch dafür eine Entschädigung und schüttet die Milch dann in die Nordsee.

Amerikanisches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe.

Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.

Französisches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe.

Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.

Japanisches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe.

Mittels modernster Gentechnik erreichen Sie, dass die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und das Zwanzigfache an Milch geben. Jetzt kreieren Sie einen cleveren Kuh-Cartoon, nennen ihn Kuhkimon und vermarkten ihn weltweit.

Deutsches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe.

Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere re-designed, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Britisches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe.

Beide sind wahnsinnig.

Italienisches Unternehmen

Sie besitzen zwei Kühe,

aber Sie wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause.

Das Leben ist schön.

 

Das große Geschäft

Veröffentlicht: 25. November 2011 in DIES, DAS & JENES
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Das große Geschäft mit Wasser

Sauberes Trinkwasser ist kostbar. Weltweit wird umfangreich in Pumpen, Filter und Leitungen investiert. Deutsche Mittelständler gehören zu den Technologieführern. von Hubert Beyerle

In vielen Regionen der Welt ist es schon heute knapp. In anderen wird es in den kommenden Jahrzehnten knapp werden. Und dort, wo es eigentlich genug davon gibt, ist es oft nicht so sauber, wie man es braucht: Wasser ist längst ein Politikum und Wirtschaftsgut, mit dem Milliardenumsätze gemacht werden.
 
Alles wäre einfacher, wenn das Element auf der Welt gleichmäßiger verteilt wäre. Als Faustregel gilt: Ein Land braucht pro Jahr 1700 Kubikmeter erneuerbares Frischwasser pro Einwohner. Darunter beginnt die Wasserknappheit. Extreme Wasserarmut herrscht unter 500 Kubikmeter im Jahr. In Deutschland stehen 1900 Kubikmeter Wasser zur Verfügung, in Ägypten gerade mal 800.
Hierzulande sinkt sogar der Wasserverbrauch der Haushalte – zum Leidwesen der Versorger, die teure Wasserleitungen instand halten müssen. Die Besonderheit am Rohstoff Wasser: Anders als bei Gold und Silber besteht der Sinn des Wassers im Verbrauch. Wenn man für Wasser Geld ausgibt, dann ist es vor allem die Technik drum herum: fürs Sparen, Reinigen, den Transport und zum Klären der Abwässer. Und diese Kosten sind gewaltig.
 
Deutsche Wassertechnik ist weltweit begehrt
 
Experten des World Business Council for Sustainable Development schätzen die Kosten für den erforderlichen Austausch der Wasserinfrastruktur allein in den 34 Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf 200 Mrd. Dollar. „In den nächsten Jahren müssen weltweit umfangreiche Investitionen in die Wasserwirtschaft getätigt werden“, sagt Eric Heymann von DB Research. Den globalen jährlichen Investitionsbedarf schätzt der Experte auf 400 bis 500 Mrd. Euro.
Deutsche Wassertechnik ist weltweit begehrt. Bei Pumpen und Filtern etwa gehören deutsche Mittelständler sogar zu den Technologieführern. Und der Fortschritt geht weiter, weil die Ansprüche steigen. Die USA machen es vor: Hier müssen Filter 200.000 bekannte Schadstoffe herausfiltern – in Russland sind das gerade mal 300.
Tausende Kilometer Leitungsnetze müssen ausgetauscht werden
Wasser ist aber auch nach dem Gebrauch noch kostspielig. Die Europäischen Union hat Milliarden in Kläranlagen gesteckt – vor allem in den neu hinzugekommenen östlichen Mitgliedsländern. Dazu müssen in vielen Ländern in den kommenden Jahrzehnten Tausende Kilometer von Leitungsnetzen ausgetauscht werden.
 
Deutsche Firmen wie die Essener WTE Wassertechnik bauen und betreiben weltweit Kläranlagen nach modernster Technik. Erst vor wenigen Tagen haben die Essener zusammen mit einem Konsortium den Auftrag erhalten, für 250 Mio. Euro die Kläranlage von Prag zu erneuern und ein Jahr lang zu betreiben. In Moskau, Istanbul, Nikosia und Warschau sind die Kläranlagen ebenfalls von WTE gebaut oder modernisiert worden.
In wasserarmen Gebieten wird die Zukunft ganz neue Ideen voranbringen. Beispiel Wasserrecycling. Nach dem Vorbild von Haushaltsabfall lässt sich auch gebrauchtes Wasser wieder verwerten. So hat die Universität Potsdam ein Wasserhaus entwickelt, das in südafrikanischen Townships bereits erfolgreich getestet wurde. „In einem Wasserhaus können die Menschen in Entwicklungsländern alles erledigen, wozu sie Wasser brauchen“, sagt Wissenschaftler Konrad Soyez von der Universität Potsdam. „Modernste Technik wird dafür eingesetzt, um Wasser aufzubereiten und mehrfach zu nutzen sowie Strom und Wärme von der Sonne zu gewinnen.“
 
(Quelle: Financial Times Deutschland, www.ftd.de)