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Veröffentlicht: 27. Februar 2017 in AKTUELLES / NEUES, einige Kauf-Empfehlungen
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​Eigentlich wollte ich den irischen Jameson Black Label Whiskey. Aber es kam mal wieder anders.

Black TearsRum, Cuba 
Cockspur 12, Barbados

Gehör gab es bereits bei den Besuchern des Bar Convent Berlin 2016, wo der Black Tears erstmals dem Publikum vorgestellt wurde. Entstanden aus dem einzigartigen kubanischen Lebensgefühl, steht der weltweit erste Spiced mit kubanischem Rum für das moderne, pulsierende Kuba. Mit Stolz wird die grüne Banderole als Zeichen der authentischen Herkunft – Kuba – getragen. Der Rum für Black Tears wird nach zwei Jahren Lagerung in weißen Eichenholzfässern mit natürlichen Essenzen von Vanille, Kaffee, Pfeffer sowie weiteren Gewürzen verfeinert und erhält so ein unverwechselbares Aroma.
Endlich dazu entschlossen :

Es ist der Cockspur, ein 12 Jahre Rum, der nur aus hochwertigem Zuckerrohr hergestellt wird. Ein umfangreiches und sorgfältiges Destillationsverfahren muss der Cockspur 12 Jahre, der Rum, hinter sich bringen, bevor er sich für lange Zeit zur Ruhe begeben darf. Ganze zwölf Jahre darf der Rum in ausgesuchten Eichenfässern auf Barbados, im schönen, sonnigen Klima reifen. Dabei entwickelt er seinen Charakter und seinen ausgezeichneten Geschmack.Wenn die Flüssigkeit des Cockspur 12 Jahre Barbados Rum, die die Farbe von Kupfer hat, in ein Glas fließt, steigen Düfte in die Nase, die sofort die Geruchssinne wecken. Duftnoten von Melasse, Süße gefolgt von Toffee und Banane erfüllen die Luft. Ein vielfältiges Aroma verbreitet sich, das dabei außergewöhnlich mild und zart wirkt. Den Geschmack, den der Cockspur 12 Jahre, ein Rum der Extraklasse, mitbringt, ist schwer und vollmundig. Geschmacksnoten von Frucht erreichen den Gaumen zuerst, bevor sie sich harmonisch mit Erde verbinden. Danach folgt eine Süße, die an Vanille und Karamell erinnert ? ein Geschmack, der nicht nur vielfältig ist, sondern auch herausfordernd. Alle Sinne werden gefordert, denn die einzelnen Geschmacksnuancen wechseln sich rasch ab.

Das kubanische Legendario Elixir de Cuba wird zu Recht als „legendäres Elixir“ bezeichnet, denn er steht für einen intensiven Genuss. Sein Aroma ist süß und fruchtig zugleich und lässt sofort an exotische Gefilde denken. Im Geschmack ist das kubanische Elixir cremiger als viele echte Rumsorten, zu dem sehr aromatisch und beständig. Das Legendario Elixir de Cuba reift nämlich sieben Jahre und wird zudem mit einem Schuss Rosinen-Likör noch etwas raffinierter gemacht. Dies verleiht ihm seine würzige Süße und seine überraschende Vollmundigkeit. Genau genommen ist er ein Rum-Likör, nicht nur weil ihm 4% zu 38% fehlen, er ist halt kein reiner Rum. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch…eine ganz klare Kaufempfehlung bleibt er definitiv. Wobei ich ihn nur zum pur trinken empfehlen kann. Mir würde kein Cocktail einfallen, in dem dieser Legendario punkten kann. Zum Verfeinern wiederum stellt er eine sicherlich interessante Variante dar. Vielleicht im Planter´s Punch?

Der Legendario Elixir de Cuba bringt ein vordergründig von Süße geprägtes Aroma mit. Er fühlt sich an der Nase reichhaltig und schwer an. Fruchtige sowie delikat würzige Noten schwingen mit und machen den Elixir de Cuba zu einem exotisch duftenden Fest für die Sinne. Im Geschmack präsentiert sich dieser Legendario Rum-Likör aus der Karibik erneut mit süßen Charakterzügen, die kräftig auf den Gaumen einwirken und ausgeprägter sind als bei herkömmlich gereiften Rumsorten. Dennoch erscheinen sie angenehm und manchmal sogar sanft. Der Elixir de Cuba lässt sich an Lieblichkeit kaum übertreffen.

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Hier will ich euch einen zweiten Plantation Rum näherbringen. Eine absolute Kaufempfehlung!

Dieser Rum wurde nach altem Brauch in kleinen Kupferkesseln destilliert, eine kostspielige Herstellung, die den Rum jedoch wunderbar weich macht und ihm großartige Finesse verleiht. Die Philosophie von Plantation Rum:

Die exklusiven Rums aus der Serie Plantation sind rare Schätze von unabhängigen Destillerien, die meistens in den dazugehörigen Zuckerrohrfeldern liegen und auf ihre eigene traditionelle Art produzieren. Die Brennmethoden sind je nach Plantage und Herkunftsland unterschiedlich. Die Destillation im „Brennkolben“ lässt weiche, aromatische Rums entstehen. Nach der Destillation wird Plantation Rum zur Reife in kleine Eichenholzfässer umgefüllt, in denen zuvor Bourbon, Cognac oder Sherry lagen. Ein Verfahren, das den Rums ihren ganz besonderen und einzigartigen Charakter verleiht. Diese kostbaren Rums sind nur in limitierten Mengen, abhängig vom jeweiligen Jahrgang, erhältlich.

Die Eigenschaften

  • Farbe: Gelbgold.
  • Nase: Warm, fruchtig, Noten von Vanille und Honig.
  • Geschmack: Süß, weich, schwarzer Pfeffer, dunkle Schokolade, Hauch von Vanille.
  • Abgang: Lang anhaltend.
  • Alkoholgehalt: 40%
  • Herkunft: Barbados

Der Literpreis liegt bei ca. 26-27,-€. Also ein kostengünstiger und dennoch guter Rum, der sich qualitativ nicht verstecken muss und daher ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist.

 

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Ginger Beer (Ingwerbier) ist ein bei uns eher unbekanntes, nichtalkoholisches Erfrischungsgetränk. Nicht zu verwechseln mit Ginger Ale. Der Geruch und der Geschmack sind eher ungewöhnlich. In Australien, in der Karibik, in den USA,…gehört Ginger Beer auf die Getränkekarte wie bei uns Fanta oder Sprite.

Also habe ich mich, gleich nach dem Kauf der Dose, an 2 Klassiker rangemacht. Der Geschmack bleibt eigenartig, dieses jedoch im positiven Sinne zu verstehen. Stories zu den Klassikern findet ihr weiter unten, sowie ein weiteres Rezept.

 

Diese Cocktails werden im Glas („built in glass“) zubereitet und langsam mit viel Eis kaltgerührt.

 

Moscow Mule

  • 5cl Wodka
  • 2 Limettenkeile (also eine halbe Limette) ausdrücken
  • 10cl Ingwerbier

 

Dark & Stormy (Nationalgetränk auf den Bermuda Inseln)  – Rezept aus dem Barroom München

  • 5cl Gosling´s Black Seal Rum    (warum? siehe weiter unten)
  • 2BL Puderzucker
  • 2cl Limettensaft
  • 10-12cl Ingwerbier

oder auch nur Gosling´s Black Seal Rum + Ingwerbier (Original)

 

Anekdoten zu den beiden Drinks:

Der Dark and Stormy ist einer der berühmtesten Cocktails mit Ginger Beer und wohl auch der einzige, den eine Firma als Marke eingetragen hat und daher (offiziell) immer mit Goslings Black Seal Dark Rum gemixt werden muss!! Glücklicherweiße schlägt sich der Black Seal im Dark and Stormy super, so dass man dagegen auch nichts einwenden kann. Der Dark & Stormy ist das Nationalgetränk auf den Bermudas.

Der Moscow Mule kann sich zu Recht rühmen, den Wodka nach Amerika gebracht zu haben. Nicht dass es dort vorher keinen Wodka gegeben hätte, aber abgesehen von einigen Osteuropäern, die ihn pur tranken, war er den meisten Amerikanern völlig fremd. Er hatte einen ähnlichen Ruf wie Aquavit: „interessant – aber was zum Teufel fange ich damit an?
Es war im Jahre 1941, als John G. Martin von der Heublein Company und sein Freund Jack Morgan in dessen Cock `n Bull Tavern in Los Angeles den Geniestreich vollbrachten, aus drei hoffnungslos erfolglosen Produkten ein erfolgreiches zu machen. Martin hatte 2 Jahre zuvor die Marke Smirnoff gekauft, die den Familien-Wodka des vor den Bolschewiken nach Frankreich geflohenem Vladimir Smirnov seit 1934 in Amerika produzierte. Morgan hatte Ingwerbier, das er nicht loswurde, und eine Freundin ein Kupferwarengeschäft geerbt. Vereint wurden Wodka und Ingwerbier (mit etwas Limette), ausgeschekt in Kupfertassen, plötzlich zu einem der begehrtesten Artikel, die die aufstrebende Stadt der Hollywoodstars zu bieten hatte. Während die Kupfertassen heute Sammlerwert, aber keine sonstige Bedeutung mehr haben, war dies der große Durchbruch für den Wodka: der Screwdriver wurde einer der populärsten Drinks der 50er Jahre, abgelöst vom Harvey Wallbanger Ende 60er; der Red Snapper verkörperte die Auferstehung der seit den 20ern bekannten Bloody Mary. Wodka Martini und Black Russian taten ihr übriges, dass der Wodkakonsum der USA den russischen in den Schatten stellte.

 

Anejo Highball

Dale DeGroff kreierte diesen Cocktail 2000 als Tribut an die großen Bartender Kubas – speziell Constante Ribailaqua aus der Habana’s Floridita Bar, der den berühmten Papa Doble Daiquiri für Ernest Hemingway schuf.

Rezept:

  • 4.5cl Gereifter Rum
  • 1.5cl Orange Curacao
  • 6cl Ginger Beer
  • 0.75cl Limettensaft
  • 2 Dashes Angostura Bitters

 

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Das ich über diesen Cocktail noch nichts geschrieben habe überrascht mich gerade selbst.

Für den Planter´s Punch nehme ich gerne Appleton Rum (Jamaika), den Plantation Original Dark (Trinidad), Robinson 55 (Jamaika)…oder auch mal 2 Sorten Rum. Auch ein Bacardi 8y oder Gosling´s black seal passt nach meinem Geschmack. Die Rumsorte sollte hier gereift und nicht zu schwach sein.

Meine Planter´s Variante:

6cl gereiften Rum    (oder 9cl als kräftigere Variante)
6cl Orangensaft
6cl Ananassaft
2cl Limettensaft
0,5-1,0cl Grenadine oder auch gerne Granatapfelsirup
1cl Rohrzuckersirup

Angostura Bitter oder geriebenen Muskat füge ich auf Wunsch hinzu.

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Weiteres zum Planter´s Punch:

Der Planter´s Punch stammt aus dem karibischen Raum. Ein klassischer Punch ist uns seit dem 17. Jahrhundert bekannt (nicht als Heißgetränk!) und so scheint dieser ein Vorgänger des heutigen Cocktails zu sein. Für den Planter´s Punch gibt es keine überlieferte Rezeptur. So hat der uns bekannte und heute klassische Planter´s Punch kaum etwas mit dem damaligen „Plantagen“ Punch gemeinsam. Er gleicht mittlerweile einem klassischen Tiki-Cocktail mit irreführenden Namen. Ursprünglich war der Planter´s Punch weniger fruchtig sondern kräftig…wie eine Art gestreckter Sour oder Fizz, der gleich für mehrere Personen zubereitet wurde.

Die älteste schriftliche Quelle für einen Planter’s Punch  ist die Londoner Wochenzeitschrift Fun:

“Planter′s Punch! A West Indian Recipe.
A wine-glass with lemon juice fill,
Of sugar the same glass fill twice,
Then rub them together until
The mixture looks smooth, soft, and nice.
Of rum then three wine glassfuls add,
And four of cold water please take. A
Drink then you′ll have that′s not bad–
At least, so they say in Jamaica.”

„Planter′s Punch. Ein Rezept aus der Karibik.
Füll ein Weinglas mit Zitronensaft,
mit Zucker füll dasselbe Glas zweimal,
dann misch beides bis
die Mischung glatt, geschmeidig und gut aussieht.
Füge dann drei Weingläser Rum hinzu
sowie vier mit kaltem Wasser.
Du wirst ein Getränk erhalten, das nicht schlecht ist,–
so sagt man zumindest auf Jamaika.“

– Fun Magazine, 4. September 1878, S. 102.

Das Rezept folgt damit einer bekannten Faustregel für Punch: „One of Sour, Two of Sweet, Three of Strong, Four of Weak“;  ein Teil Saures (Zitronen- oder Limettensaft), zwei Teile Süßes (Zucker), drei Teile Starkes (Rum), vier Teile Schwaches (Wasser).

Durch die Kombination mit Säften und Sirups wurde der einst starke, aromatische Punsch fruchtiger, sanfter und gefälliger und schaffte es 1934 sogar auf die Liste der „Zehn besten Cocktails“ des Esquire-Magazins.Ein Standardrezept gab es indes schon damals nicht: In The Gentleman’s Companion, dem 1939 veröffentlichten, legendären Cocktailbuch des weitgereisten Autors Charles Henry Baker, Jr., zählt dieser neben der klassischen Punch-Formel („one-two-three-four“) ganze neun weitere Rezepte für Planter’s Punch auf, die sich zum Teil deutlich unterschieden.

Im Standartwerk „Cocktailian“ sowie im „DIffordsguide“ wendet man sich den klassischen Zutaten zu. Die International Bartenders Association (IBA), ein internationaler Berufsverband für Barkeeper, hat sich für eine noch fruchtigere Variante entschieden und führt folgendes Planter’s Punch-Rezept in ihrer Liste offizieller IBA-Cocktails: 4,5 cl brauner (gereifter) Rum, 3,5 cl frisch gepresster Orangensaft, 3,5 cl frischer Ananas saft, 2 cl frisch gepresster Zitronensaft, 1 cl Grenadine und 1 cl Zuckersirup werden mit Eis im Cocktail-Shaker geschüttelt, auf frisches Eis in ein großes Glas geseiht, 3–4 Dashes (Spritzer) Angostura.

So ziemlich jeder kennt und schätzt Malibu. Malibu ist ein Kokoslikör mit Rum versetzt und weist auf eine 119 jährige Geschichte zurück. Erstmals auf Barbados produziert. Der Alkoholgehalt liegt bei 21%

Koko Kanu hingegen gehört der jüngeren Generation an. Hier handelt es sich nicht um einen wirklichen Fruchtlikör sondern um einen echten, jamaikanischen Rum aus dem Hause Appleton (J. Wray  & Nephew). Der Rum ist mit Kokosessenzen angereichert und ist mit 37,5% erheblich kräftiger und geschmacklich eindeutig fülliger als der Malibu.

Eine eindeutige Kaufempfehlung! Der Preis liegt bei ca. 16,-€

 

weitere, hervorragende und hochwertige Alternativen zu diesem Thema:

Takamaka Bay Kokos Rum: Seycellen / 25%
Belmont Estate Golden Coconut : St. Kitts / 40%   (als Estate White mit 30%)

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Jamaikaner…einfach tRaUMhaft! 🙂

Nicht komplex…gut zu mixen

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