Archiv für die Kategorie ‘– REZEPTE-Sammlungen’

Ginger Beer (Ingwerbier) ist ein bei uns eher unbekanntes, nichtalkoholisches Erfrischungsgetränk. Nicht zu verwechseln mit Ginger Ale. Der Geruch und der Geschmack sind eher ungewöhnlich. In Australien, in der Karibik, in den USA,…gehört Ginger Beer auf die Getränkekarte wie bei uns Fanta oder Sprite.

Also habe ich mich, gleich nach dem Kauf der Dose, an 2 Klassiker rangemacht. Der Geschmack bleibt eigenartig, dieses jedoch im positiven Sinne zu verstehen. Stories zu den Klassikern findet ihr weiter unten, sowie ein weiteres Rezept.

 

Diese Cocktails werden im Glas („built in glass“) zubereitet und langsam mit viel Eis kaltgerührt.

 

Moscow Mule

  • 5cl Wodka
  • 2 Limettenkeile (also eine halbe Limette) ausdrücken
  • 10cl Ingwerbier

 

Dark & Stormy (Nationalgetränk auf den Bermuda Inseln)  – Rezept aus dem Barroom München

  • 5cl Gosling´s Black Seal Rum    (warum? siehe weiter unten)
  • 2BL Puderzucker
  • 2cl Limettensaft
  • 10-12cl Ingwerbier

oder auch nur Gosling´s Black Seal Rum + Ingwerbier (Original)

 

Anekdoten zu den beiden Drinks:

Der Dark and Stormy ist einer der berühmtesten Cocktails mit Ginger Beer und wohl auch der einzige, den eine Firma als Marke eingetragen hat und daher (offiziell) immer mit Goslings Black Seal Dark Rum gemixt werden muss!! Glücklicherweiße schlägt sich der Black Seal im Dark and Stormy super, so dass man dagegen auch nichts einwenden kann. Der Dark & Stormy ist das Nationalgetränk auf den Bermudas.

Der Moscow Mule kann sich zu Recht rühmen, den Wodka nach Amerika gebracht zu haben. Nicht dass es dort vorher keinen Wodka gegeben hätte, aber abgesehen von einigen Osteuropäern, die ihn pur tranken, war er den meisten Amerikanern völlig fremd. Er hatte einen ähnlichen Ruf wie Aquavit: „interessant – aber was zum Teufel fange ich damit an?
Es war im Jahre 1941, als John G. Martin von der Heublein Company und sein Freund Jack Morgan in dessen Cock `n Bull Tavern in Los Angeles den Geniestreich vollbrachten, aus drei hoffnungslos erfolglosen Produkten ein erfolgreiches zu machen. Martin hatte 2 Jahre zuvor die Marke Smirnoff gekauft, die den Familien-Wodka des vor den Bolschewiken nach Frankreich geflohenem Vladimir Smirnov seit 1934 in Amerika produzierte. Morgan hatte Ingwerbier, das er nicht loswurde, und eine Freundin ein Kupferwarengeschäft geerbt. Vereint wurden Wodka und Ingwerbier (mit etwas Limette), ausgeschekt in Kupfertassen, plötzlich zu einem der begehrtesten Artikel, die die aufstrebende Stadt der Hollywoodstars zu bieten hatte. Während die Kupfertassen heute Sammlerwert, aber keine sonstige Bedeutung mehr haben, war dies der große Durchbruch für den Wodka: der Screwdriver wurde einer der populärsten Drinks der 50er Jahre, abgelöst vom Harvey Wallbanger Ende 60er; der Red Snapper verkörperte die Auferstehung der seit den 20ern bekannten Bloody Mary. Wodka Martini und Black Russian taten ihr übriges, dass der Wodkakonsum der USA den russischen in den Schatten stellte.

 

Anejo Highball

Dale DeGroff kreierte diesen Cocktail 2000 als Tribut an die großen Bartender Kubas – speziell Constante Ribailaqua aus der Habana’s Floridita Bar, der den berühmten Papa Doble Daiquiri für Ernest Hemingway schuf.

Rezept:

  • 4.5cl Gereifter Rum
  • 1.5cl Orange Curacao
  • 6cl Ginger Beer
  • 0.75cl Limettensaft
  • 2 Dashes Angostura Bitters

 

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Viele berühmte Rezepte mit Gin ähneln sich…Bronx, Negroni, Dry Martini, Gibson,… dabei gibt es viele fruchtige Rezepte mit dieser Spirituose. Einige will ich euch hier einmal näherbringen.

Der Cranberry Cooler ist eine schnelle Longdrinkvariante. Der Vanity ist von der Optik her mit der hässlichste Cocktail, den ich je getrunken habe…und doch schmecken tut. Sieht ein bißchen wie Abwasser aus, hat jedoch seine Daseinsberechtigung auf Cocktailkarten verdient. Der Green Jungle ist ein sehr fruchtiger Vertreter. Der Pink Sling (nicht wirklich pink) bringt unter anderem die seltene Mischung von Ananas und Cassis mit.

 

Cranberry Cooler

  • 6cl Gin
  • 2cl Cranberrysirup
  • 12cl Orangensaft

Vanity

  • 2cl Gin
  • 2cl Blue Curacao
  • 1cl Grenadine
  • 2cl Zitronensaft
  • 3-4cl Ananassaft

Green Jungle

  • 2cl Gin
  • 4cl Bols Grüne Banane oder Pisang Ambon
  • 1cl Apricot Brandy
  • 1cl Zitronensaft
  • 8cl Orangensaft

Pink Sling

  • 4cl Gin
  • 2cl Creme de Cassis
  • 1cl Grenadine
  • 2cl Zitronensaft
  • 10cl Ananassaft

 

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Midori ist ein japanischer Melonenlikör, welcher in japan und Mexiko hergestellt wird. Der Alkoholgehalt liegt bei 20%. Er wurde 1978 im legendären New Yorker Club Studio 54 präsentiert.

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Melonball

  • 5cl Midori
  • 3cl weißer Rum
  • 12cl Orangensaft

 

Green Sex Machine

  • 4cl Midori
  • 2cl Lime Juice
  • aufgefüllt mit kalten Sekt

 

Midori Margarita

  • 3cl Midori
  • 5cl Tequila
  • 3cl Zitronensaft
  • 1cl Zuckersirup

 

Midori Tropical

  • 4cl Midori
  • 2cl Triple Sec / Cointreau
  • 2cl weißer Rum
  • 4cl Orangensaft
  • 4cl Ananassaft
  • 2cl Lime Juice

 

Midori Punch

  • 4cl Midori
  • 3cl Wodka
  • 3cl Orangensaft
  • 2cl Limettensaft

 

Midori Daiquiri

  • 3cl Midori
  • 3cl weißer Rum
  • 1cl Triple Sec / Cointreau
  • 2cl Zitronensaft

 

Midori Sour

  • 5cl Midori
  • 3cl Zitronensaft
  • 2cl Lime Juice

 

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Weitere, teilweise alte, Rezepte

Veröffentlicht: 9. Juli 2013 in - REZEPTE-Sammlungen

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Canchánchara (adaptiert aus Cocktailian 2 – Rum & Cachaça)

6 cl Rum (oder Aguardiente)

3 BL Honig (oder zur Vereinfachung 2cl Runny Honey)

2,5cl Limettensaft

Glas: Tumbler

Garnitur: keine

Zubereitung: Alle Zutaten im Tumbler verrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat. Eiswürfel hinzugeben und unterrühren.

 

Sherry Cobbler (adaptiert nach Jerry Thomas Bartenders‘ Guide, 1887)

10 cl Sherry (Dry Fino oder Amontillado)

1 BL Zuckersirup

frische Früchte in kleine Würfel geschnitten (Ananas, Beeren, Orange)

Glas: Highball

Garnitur: frische Früchte und Strohhalm

Zubereitung: Sherry, Zucker und Früchte auf Cubes kräftig shaken. In vorgekühltes und mit Crushed Ice gefülltes Gästeglas abseihen. Mit Strohhalm und Früchten garnieren und servieren.

 

Deauville (adaptiert aus “Das Jahrhundert Mixbuch” von Peter Roth und Carlo Bernasconi, Falken Verlag 1999)

1,5 cl Brandy

1,5 cl Calvados

1,5 cl Orangenlikör

1,5 cl frischer Zitronensaft

Glas: Coupette

Garnitur: keine

Zubereitung: Alle Zutaten auf Eis im Shaker kräftig schütteln und in vorgekühltes Gästeglas abseihen.

 

Espresso Vodka oder Espresso Martini (adaptiert nach Dick Bradsell, Londons Cocktailkönig Ende der 1980er)

4 cl Vodka

1 cl Zuckersirup

1 cl Kahlua

2,5 cl Espresso (abgekühlt)

Glas: Cocktailglas

Zubereitung: Alle Zutaten auf Eiswürfeln shaken und in vorgekühltes Gästeglas abseihen.

Garnitur: drei Kaffeebohnen

 

Hanky Panky Cocktail (Ada Coleman, um 1920. Adaptiert nach “Gaz” Regan “Gin Compendium”)

4,5 cl Gin

4,5 cl italienischer Wermut

2 dashes Fernet Branca

Glas: Cocktailglas

Garnitur: Orangenzeste

Zubereitung: Gin, Wermut und Fernet Branca auf Eis im Rührglas verrühren. Ins Cocktailglas abseihen und mit Orangenzeste abspritzen.

 

Old Cuban (Audrey Saunders, 2002)

4,5 cl Rum, Bacardi 8 Anejo

2 cl Limettensaft

3 cl Zuckersirup

2 dashes Angostura

6 Minzblätter

6 cl Champagner

Glas: Coupette

Garnitur: Zucker-Vanilleschote

Zubereitung: Limettensaft, Sirup und Minze leicht im Mixer andrücken. Rum, Bitters und Eis zugeben und schütteln. Doppelt ins Glas abseihen und mit dem Champagner toppen.

 

Rye Sour (adaptiert nach einer Rezeptur aus „Bartenders‘ Guide or How to Mix Drinks“, Jerry Thomas, 1887)

6 cl Rye Whiskey

3 cl Zitronensaft

2 cl Zuckersirup

1/2 Eiweiß (optional)

Bitters (optional)

Glas: Tumbler/Sourglas

Garnitur: Zitronenzeste

Zubereitung: Alle Zutaten in einen Shaker geben, mit Eiswürfel füllen und kräftig schütteln. Dann entweder in einen Tumbler auf Eis oder in ein Sourglas ohne Eis geben. Double Strain bietet sich an. Bei der Nutzung von Eiweiß empfehlen sich Kenntnisse über die Lagerungsrichtlinien und eventuell der Dry Shake an.

Das Drambuie-Rezept ist einige Jahrhunderte alt und entstand wahrscheinlich aus alten Hausrezepten. Der heutige Drambuie wird aus bis zu 17 Jahren alten Malt Whisky, Grain Whisky, Heidehonig der schottischenHighlands und aromatischen Kräutern hergestellt. Sein Name stammt aus dem Gälischen und ist abgeleitet von „an dram bruidheach“ (ein Trank, der zufrieden macht). Er ist pur aber auch in Mixgetränken ein besonderer Genuss. Wenn man an diesen Likör denkt, fällt schnell der Name Rusty Nail oder Prince Charles. Doch ich will euch 3 weitere Rezepte näherbringen.

Honey Dew

  • 3cl Drambuie
  • 3cl Calvados
  • 3cl Zitronensaft

Dieser Cocktail vereint die Geschmäcker süß, sauer, Apfel, Zitrone sowie eine Honignote. Ein wahres Geschmackserlebnis. Ich bevorzuge ihn jedoch im Mixverhältnis 4/3/3cl. Diese Cocktails unter 12cl werden in einem Stielglas serviert

Honeybee of Skye

  • 4cl Drambuie
  • 2cl Mandelsirup
  • 1cl Zitronensaft
  • 12cl Orangensaft

Old Nick

  • 3cl Drambuie
  • 3cl Scotch Whisky
  • 2cl Orangensaft
  • 2cl Zitronensaft
  • 2 Spritzer Angostura

Die berühmteren Klassiker:

Rusty Nail (mehr dazu siehe unter den einzelnen Rezensionen im Blog)

  • 2cl Drambuie
  • 4cl Scotch Whisky

oder im Mixverhältnis 3/3cl.

Prince Charles

  • 3cl Drambuie
  • 3cl Cognac
  • 3cl Zitronensaft

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Wenn man mal schnell ein paar leckere Longdrinks zubereiten will, dann kann ich folgende Kandidaten empfehlen. Sicher, es gibt noch haufenweise andere Longdronks dieser Art, ich setze hier jedoch nur selbst probierte Drinks rein. Und diese sind nicht alltäglich. Die Namen dieser Drinks sind mir nicht bekannt, sollte es welche geben.

exotisch, fruchtig & frisch, geringer Alkoholgehalt

  • 4cl Malibu (Kokoslikör)
  • mit Cranberrysaft auffüllen, natürlich auf Eiswürfel/crushes ice

Diesen Drink habe ich im Sommer 2008 in Polen kennen gelernt und war der Hit vor Ort, geht geschmacklich leicht in die Richtung Waldmeister

  • 4cl Bisongras Wodka (Zubrovka, Grasovka,…)
  • mit Apfelsaft (Direktsaft) auffüllen, auch hier auf Eiswürfel/crushed ice

 

 

 

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