Mit ‘Fußball’ getaggte Beiträge

Hallo Sven, ich fand deine Anekdote über dich sehr interessant und es zeigt auf, wie schnell ein Traum platzen kann. Danke, dass du dir für das Interview Zeit genommen hast.

  • Du hast in den 80ern als großes Talent bei Holstein Kiel für Aufsehen gesorgt. Wer hat dich damals entdeckt und wie verlief es am Anfang?

Hallo Frank .. ich hatte seit der C-Jugend immer in der Schleswig-Holstein-Auswahl gespielt , mit der wir uns auch immer heiße Duelle mit Niedersachsen und Herrn Dammeier geliefert hatten, der Detlev Dammeier (ehem. Profi bei Hannover 96) war mein Jahrgang, somit war man natürlich im eigenen Verein aufm Zettel für evtl. höhere Aufgaben 🙂

Aber entscheidend war natürlich, dass der damalige Liga-Trainer Michael Lorkowski (u.a.Trainer bei Hannover 96, St. Pauli) mich schon mit 17 Jahren in die Liga geholt hat. Ich habe dann zur Rückrunde ´86 die Vorbereitung komplett bei der 1.Mannschaft mitgemacht und habe in meinen ersten beiden Puntspielen jeweils 1 Tor erzielt , zudem noch beide Spiele gewonnen und schon hatte man einen Lauf. Ich war ab dem Zeitpunkt immer in der Startelf und habe fast alle Rückrundenspiele durchgespielt .. wir haben die Aufstiegsrunde zur 2.Liga leider sehr knapp verpasst.

  • Hattest du Angebote von Bundesligavereinen vorliegen?

3 Kontakte gab es zu Bundesligavereinen : HSV , Dortmund und Bayern München / beim HSV war damals Erich Ribbeck Sportdirektor , den hatte ich persönlich damals in Kiel am Telefon, er wollte sich mit mir treffen beim jährlichen Hallenturnier in Kiel, was aber nicht zustande kam / Bayern München rief auch bei uns zu Hause an und hatten damals meine Mutter dran , aber Sie sagte zu wem auch immer ( vielleicht war es Uli ? ) ..“der Jung soll man erstmal hier seine Schule zu Ende machen“ . Komischerweise hat sich dann von den Bayern nie wieder jemand gemeldet 😦  und dass es einen Anruf gab, hat sie mir leider erst 1 Jahr später gestanden / zum BVB bin ich eingeladen worden zu einem persönlichen Treffen in Dortmund , zudem war das Spiel BVB – 1.FC Köln angesetzt , was wir dann erstmal geguckt haben . Danach wurde ich in den VIP-Bereich geleitet ( Frank Mill u. Norbert Dickel kennengelernt ) und dem damaligen Sportdirektor von Köln Udo Lattek als neues Talent vorgestellt .. das war schon Wahnsinn .. ich saß dann neben ihm und wir haben die Sportschau geguckt , wo er oben auf dem Monitor ein Interview gegeben hatte. Wir haben letztendlich vereinbart , dass der BVB mich gern verpflichten möchte, sofern ich noch eine Zeit eine konstante Leistung in der 3.Liga bringe.

  • Du hast mir mal erzählt, dass du einst dem großen Udo Lattek als Talent vorgestellt wurdest. Wie kam es dazu und wie war es?

siehe oben

  •  Bei welchem Verein hättest du am liebsten gespielt?

Damals hätte ich mich sicher für den BVB entschieden, weil die auch 1 Jahr nach meiner Verletzung immer noch angerufen haben und gefragt haben, wie es mir geht – die haben sich wirklich gekümmert und es war ein wirklich enger Kontakt .. naja aber vom Bayern-Anruf wusste ich ja nichts 🙂

  • Woran lag es, dass du kein Profi-Fußballer wurdest?

Nach Ende der Saison in der 3.Liga war ich ja immer noch A-Jugend-Spieler und die Saison war dort noch nicht zu Ende . Ich hatte große Lust mit meinen alten Kumpels und jahrelangen Freunden noch ein paar Punktspiele zu bestreiten . Ich war so fit und hab nie gedacht, mal vielleicht etwas kürzer zu treten. Es ist dann doch ein sehr kurzer Moment, der über eine Karriere entscheiden kann. Ich hab mir kurz vor Ende eines Spieles bei einem ganz normalen Pressschlag, bei dem weder der Gegner noch ich zurückgezogen hatten, einen Ermüdungsbruch im Knöchel zugezogen, bei dem noch alle Bänder ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Ich musste nach der Regeneration eine Ledermanschette an meinem rechten Fuss tragen, die mich total behinderte … ich hatte keinen vernünftigen Schuss damit und die Pässe als Mittelfeldspieler kamen dann auch nicht mehr so auf den Punkt.

Dann hatten wir 1987 ein Freundschaftsspiel in Kiel gegen den 1.FC Köln mit Jürgen Kohler und Icke Hässler. Lorkowski sagte vor dem Spiel zu mir, dass ich sowieso nicht mehr lange in Kiel sei, wenn ich in diesem Spiel nur genauso spiele, wie die letzte Saison .  Ich hab die Manschette weggelassen …

Nach 31 Min. war Schluss , ich wurde ausgewechselt , weil ich mit dem rechten Fuss umgeknickt war ! Es folgte ein ständiges Auf und Ab gut 1-2 Jahre lang, bis ich einfach gesehen habe, dass ich die Leistung wie vorher nicht mehr bringen kann und bin 1 Klasse tiefer gewechselt in Kiel, wo Bernd Brexendorf als Spielertrainer tätig war.

  • Wärst du lieber heute Fußballer oder war früher alles besser?

Ich wäre damals gern Profi-Fußballer geworden, allein schon wegen der heute so extremen Medienpräsens .

Ich danke dir für deine Story und viel Glück für die Zukunft.

2222

Advertisements

Sportlichen Erfolg kann man kaufen, das war am Montagabend in der Lusail Multipurpose Hall in Katar eindrucksvoll zu bestaunen. Da spielte der Gastgeber der gerade laufenden Handballweltmeisterschaft gegen Slowenien, immerhin Vierter der WM 2013, bei der Katar Platz 20 belegt hatte. Doch die Kräfteverhältnisse von vor zwei Jahren spielen mittlerweile keine Rolle mehr.

Katar gewann 31:29 und qualifizierte sich vorzeitig für das Achtelfinale, bester Torschütze auf Seiten des Siegers war Rafael Capote, gebürtiger Kubaner. Zarko Markovic steuerte fünf Tore bei, der kommt aus Montenegro. Und das Duo im Tor bildeten Danijel Saric, Bosnier, und Goran Stojanovic, wie Markovic Montenegriner. Einen Franzosen, Bertrand Roiné, gibt es im katarischen Team übrigens auch. Dazu einen Spanier, Borja Vidal Fernández, und einen weiteren Bosnier, Eldar Memisevic. Gerade einmal vier Spieler des Kaders sind Einheimische.

Vor vier Jahren bekam Katar den Zuschlag für die WM. Es war auch der Zeitpunkt, als das Casting internationaler Spieler begann. Anders als im Fußball, wo man nur für ein einziges Land A-Länderspiele absolvieren darf, reicht im Handball eine dreijährige Pause, um bei großen Turnieren für eine neue Nation aufzulaufen. Daher lockte Katar internationale Top-Stars ins Emirat, um eine sportlich schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.

Dass die Spieler nicht wegen des guten Wetters am Persischen Golf für das Team auflaufen, ist offensichtlich. Angeblich gibt es für jede gewonnene WM-Partie 100.000 Euro – pro Spieler. Trainiert wird das Team von Valero Rivera, der einst den FC Barcelona zum besten Handballvereinsteam der Welt geformt und Spanien 2013 zum WM-Titel im eigenen Land geführt hatte. Anschließend kam das Angebot der Scheichs.

220 Millionen Euro hat die WM offiziell gekostet

„Nach Katar zu gehen, war die beste Entscheidung meines Lebens. Der größte Fehler wäre es gewesen, es nicht zu tun“, sagt Rivera, der dem Vernehmen nach eine Millionensumme für sein Engagement bekommt. Aber Geld spielt in Katar keine Rolle, wenn es darum geht, sich nicht nur als guter, sondern auch als erfolgreicher Gastgeber zu präsentieren. Allein die 220 Millionen Euro, die das Turnier zumindest offiziell gekostet hat, sind das Zehnfache von dem, was der DHB für die WM 2007 im eigenen Land ausgab.

Prestige und Erfolg kennen in Katar keine finanziellen Grenzen. Und so hatte Rivera freie Hand in Sachen Teambetreuung, hielt Trainingslager in Spanien und Frankreich ab. „Ich konnte die Mannschaft fast wie eine Vereinsmannschaft betreuen“, schwärmt der Spanier. Der Gewinn der Handball-Asienmeisterschaft sowie der Asienspiele im vergangenen Jahr waren die ersten großen Erfolge, seitdem Rivera das Sagen hat. Jetzt soll die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 folgen. Um eines der Ausscheidungsturniere dafür zu erreichen, wäre mindestens Platz sieben nötig, also das Erreichen des Viertelfinales.

Rivera war es auch, der eine Idee hatte, wie man bei den WM-Spielen der Katarer Stimmung in die Halle bekommen könnte. Also machte sich der katarische Handballverband in Riveras Heimat Spanien auf die Suche und fand 60 Menschen, denen man Flug, Hotel und Eintrittskarten bezahlte. Und so trommeln, trompeten und brüllen seither bei jedem Katar-Spiel Dutzende Südeuropäer auf der Tribüne, um die Gastgeber anzufeuern. „Das ist krank“, entfuhr es Schwedens Kapitän Tobias Karlsson, als er von den gekauften Fans erfuhr.

Dass solche Geschichten an die Öffentlichkeit gelangen, ist allerdings nicht wirklich nach dem Geschmack von Thani Abdulrahman al-Kuwari. Der Chef des Organisationskomitees behauptete gegenüber der „Berliner Zeitung“, die spanischen Fans „werden nicht bezahlt. Sie wollen ihren Trainer unterstützen“. Dumm nur, dass diese Fans der Deutschen Presseagentur (dpa) bestätigten, alles vom Verband bezahlt zu bekommen.

Überhaupt ist das Thema Zuschauer kein schönes für al-Kuwari und seine Gefolgschaft. Deutschlands Sieg gegen Russland verfolgten offiziell 600 Besucher – in einer Halle, die 15.300 Menschen Platz bietet. Leere Ränge: Ein Bild, das bislang bei vielen Spiel zu beobachten war. „Für mich ist das alles okay und ein Erfolg, was wir hier veranstalten“, sagt al-Kuwari dazu.

Die Ausnahme bilden die Partien der Gastgeber. Katar gegen Brasilien: 11.500 Zuschauer; Katar gegen Chile: 4500 Zuschauer; Katar gegen Slowenien: 9500 Zuschauer. Allerdings sieht man auch in diesen Spielen wenig Einheimische auf den Tribünen. Es sind vor allem Anhänger der anderen Nationen, die die Spiele verfolgen. Und natürlich die 60 gekauften Spanier.

Zudem bekam das kleine Land den Zuschlag für eine Fußball-WM und andere, sportliche Großereignisse. Nur die olympischen Spiele sind noch nicht eingekauft, noch nicht!

(Textauszüge aus spiegel-online, Quelle: spiegel.de)

 

Christiano Ronaldo ist ein Weltfußballer im besten Spieleralter. Keine Frage, ein toller Spieler mit Prädikat Ballzauberer inklusive Tor-Garantie.

Auf Madeira, wo Ronaldo unter armen Verhältnissen aufwuchs, steht ihm zu Ehren eine große Statue. Aber…ob beim großen Ronaldo wirklich alles so groß ist? Man kann es nur erahnen 🙂

Cristiano-Ronaldo-Statue

Gegen Bayern München (1:2) traf er aus wenigen Zentimetern das leere Tor nicht, im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2) in der Nachspielzeit das Gleiche!

Wie es dem 20 Jahre alten Belgier erneut gelungen war, im richtigen Augenblick die falsche Schusstechnik anzuwenden, bleibt sein Geheimnis. Er schwieg nach seinem einsamen Abgang aus dem Stadion. Niemand tröstete ihn. Die Teamkollegen ließen ihn mit seinem Kummer allein.

Das sagt etwas über das ungenügende Miteinander der Wolfsburger Elf. Und es verrät, wie groß der Frust eines Teams sein muss, das so gern zur nationalen und europäischen Elite gehören möchte. Malandas Fehlschüsse verderben dem Verein nicht nur den Saisonstart, sondern bescheren ihm zudem viel Hohn und Spott.

Nach der zweiten schier unglaublichen Slapstick-Einlage von Junior Malanda innerhalb von nur acht Tagen darf man auf das weitere Auftreten des Spielers gespannt sein…irgendwie tut er mir leid, auch wenn er für VW spielt.

 

mLANDA

Der ehemalige Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder ist gestorben. Bekannt wurde der gelernte Mineralölkaufmann durch die Bundesliga-Partie vom 8. November 1975 zwischen Werder Bremen und Hannover 96 (0:0), als er die erste Halbzeit zunächst nach 32 Spielmunten abgepfiffen hatte und sich erst mit Nachdruck davon überzeugen ließ, das Spiel noch weiter fortzusetzen. Eigenen Angaben zufolge hatte er vor der Partie zum Mittagessen ein Bier und einen Malteser zu sich genommen – dieses „Gedeck“ gibt es auch heute noch in der Bremer Vereinsgaststätte für den, der einen „Ahlenfelder“ bestellt.

Der lebenslustige Referee war nicht mehr ganz nüchtern bei jenem Spiel. „Wenn ich sage, dass ich vor Bundesliga-Spielen Wasser und Fanta getrunken habe, dann wäre das eine Lüge.“ Also habe er eben „zu früh in den Flötenkasten reingeblasen“
Auch ein Wortwechsel von „Ahli“ Ahlenfelder ist in das kollektive Fußball-Gedächtnis eingangen. Auf Paul Breitners Satz „Ahli, Du pfeifst wie ein Arsch“, soll Ahlenfelder „Paul, Du spielst wie ein Arsch“ entgegnet haben.

Zudem waren seine Sprüche ein Markenzeichen: „Steh auf, die Rasenheizung ist eh nicht an“.

Mit der heutigen Generation der Schiedsrichter wollte er nie tauschen. Heute wird alles genau beobachtet von zahlreichen Kameras, es geht um viel mehr Geld und Prestige. „Dabei gibt’s inzwischen sogar zwei extra Torrichter, die in der Nase bohren, und so einen Sesselfurzer, der als vierter Mann Täfelchen hochhält“, sagte er der dpa. „Wir haben das früher mit drei Mann hingekriegt.“ (dpa)
Ahlenfelder, der 1983/84 vom DFB als bester deutscher Schiedsrichter mit der „Goldenen Pfeife“ ausgezeichnet wurde, verstarb am 02. August mit nur 70 Jahren an einer schweren Zuckerkrankheit.

Foto: IMAGO

2-format530

Das Projekt Redbull Leipzig (als RasenBallsport geführt) hat bisher über 120 Mio. € gekostet und fing in der 5. Liga an. Man behielt das Ganze seit Anfang an im Auge, nun rückt es langsam in den Fokus. RBL ist bereits in Liga 2 angekommen. Man verschiebt bereits Spieler untereinander und leistet sich in Liga 2 kurz mal einen Spieler für 9.000.000,-€ !!! Dieser wird jedoch erst einmal für Redbull Salzburg spielen.

Ziel des Ganzen: Redbull will mindestens die Deutsche Meisterschaft.

Nur…braucht die Bundesliga noch einen Retortenclub? Vereine wie Hoffendorf und Golfsburg sind unbeliebt und spielen selten in ausverkauften Stadien. Als ich zu einem Saisonauftakt Hannover 96 gegen die TSG von SAP ging, da waren gerade einmal 70 Zuschauer im Gästeblock, passend mit der Zaunfahne angereist: Das ganze Dorf ist da!

Auch das Publikum aus der Autostadt ist eher ein Witz als ein Support! Wenn ein Stadionsprecher die Laola-Welle anfängt (klappte natürlich nicht) und der Stadionsprecher soagr die Fans selbst einheizen muss…dann Fankultur noch weit entfernt. Ich war paar mal im VW-Stadion…es ist einfach unglaublich.

Ich persönlich finde es für den deutschen Fußball und den östlichen Gefilden der Republik gut, dass dort wieder Bundesliga gespielt wird ( gut, noch ist es nicht soweit) aber für mich sind solche Spielkonzerne in der Bundesliga auf Dauer eine Last für die Fußballkultur.

Neid muss man sich in der Regel erarbeiten…hier ist es nicht der Fall!

 

Dazu gibt es folgendes im Netz zu lesen (www.faszination-fankurve.de):

Unter dem Namen „Nein zu RB – Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn!“ wurde zur Zweitligapremiere von RB Leipzig eine bundesweite Kampagne gegen den Verein und Red Bull gestartet. Die Kampagne richtet sich auch gegen die Kommerzialisierung des Fußballs.

Zum Auftakt der zweiten Bundesliga gab es bereits einen Aktionsspieltag der Kampagne. Faszination Fankurve zeigt oben in der Galerie die Bilder. In einem Informationsflyer listet die Kampagne die Unterschiede, die es nach Meinung der Initiatoren, zu Vereinen wie Wolfsburg und Hoffenheim gibt auf, da Red Bull keinerlei bezug zu Leipzig habe und rein profitorientiert handeln würde.

Die Initiatoren beklagen zudem Wettbewerbsverzerrungen, durch Transfers zwischen den verschiedenen Red Bull Vereinen. Außerdem werden die Hürden bei RB Leipzig kritisiert, um Mitglied zu werden. Somit sehen die Initiatoren bei RB Leipzig eine Grenze überschritten, die im deutschen Fußball bisher nicht überschritten wurde. (Faszination Fankurve, 04.08.2014)

Faszination Fankurve dokumentiert die Gründungsmitteilung der Kampagne:

Bundesweite Kampagne “Nein zu Red Bull!”

Hallo Fußballfans,

wie ihr sicher mitbekommen habt, gab es bisher im Rahmen des 1. Spieltags der 2. Bundesliga verschiedene Aktionen und Spruchbänder, die sich gegen Redbull richteten.

Für uns war das der Start unserer Kampagne ” Nein zu RedBull! Für euch nur Marketing – Für uns Lebenssinn! ”

Wir wollen mit dieser Kampagne auf das Problem mit RedBull im Fußball aufmerksam machen. Kreative Aktionen rund um die Spieltage sollen dabei Ausgangspunkt sein. Genauso wollen wir aber das Thema der immer weiter fortschreitenden Kommerzialisierung unseres Fußballs in den Fokus rücken. RedBull ist da nur ein Rädchen im System – zurzeit das am stärksten polarisierende.

Für uns geht es nicht nur um Tradition oder Werte. Nein es geht vielmehr auch darum, dass mit RB Leipzig eine Grenze überschritten wurde, die eigentlich längst überschritten war… Klar, Fußball ist Massenspektakel, Fußball ist Vermarktungsträger, Fußball muss wirtschaften. Aber für welchen Preis? (Traditions-) Vereine haben auf Dauer keine Mittel, um mit hochgerüsteten Aktiengesellschaften konkurrieren zu können – wirtschaftlich und in letzter Konsequenz dann auch sportlich.

Die Profiligen unterliegen einer wirtschaftlichen Logik, die mit reinem Sport schon lange nichts mehr am Hut hat. Mit RB Leipzig kommt aber ein neuer Akteur dazu, der so auf den ersten Blick ganz andere Interessen verfolgt. Red Bull geht es ums Marketing. Also darum, das Produkt RedBull am besten den potenziellen Kunden zu präsentieren – und dazu dient die Bühne des Fußballs. Ein Teil dieses Marketings ist das Sponsorn verschiedener Events, Vereine und Einzelsportler/innen mit dem Ziel das Produkt bzw. die Marke “RedBull” öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen. Aber von einem normalen Sponsoring kann bei RB Leipzig schon lange keine Rede mehr sein. RedBull gehört der Verein. Eine Mitgliederstruktur gibt es nicht – die ca. 9 Mitglieder sind allesamt RedBull Mitarbeiter/innen. Mittlerweile hat RB Leipzig im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die Teilnahme an der 2. Bundesliga eine sogenannte “Fördermitgliedschaft” ermöglicht, die aber rein auf dem Papier besteht – Stimmberechtigung erhält man damit nicht.

Nicht nur das RedBull das Vereinsrecht mit Füßen tritt und regelrecht ausnutzt, vielmehr schafft sich das Unternehmen einen eigenen Nachwuchs- und Transferkosmos, in dem kleine Vereine in unteren Ligen aufgekauft werden, um zu sogenannten “Farmteams”- also Vereine, die für RedBull Spieler ausbilden – umgestaltet zu werden, die dann wiederum die ausgebildeten Spieler an RB Leipzig oder Redbull Salzburg abgeben. Aber auch transferrechtlich – und das hat sich schon gezeigt – besitzt RedBull die Möglichkeit Regelungen gezielt zu umgehen.

Für uns sind solche krassen Wettbewerbsvorteile nicht hinnehmbar. DFL und DFB schauen tatenlos zu. Der Amateurfußball liegt brach und die Profiligen sind ungleicher denn je…

RedBull ist nur ein Teil des Problems – aber der Größte.

siehe auch: www.nein-zu-rb.de

Bela Guttmann war Benficas Trainer während der erfolgreichsten Phase des Klubs zwischen 1959 und 1962. In der Zeit gewann man zwei Mal den Europapokal der Landesmeister, einmal gegen den FC Barcelona und einmal gegen Real Madrid. Nachdem Benficas damaliger Präsident António Vital dem Trainer eine Gehaltserhöhung verweigerte, soll Guttmann gesagt haben: „Benfica wird in Europa 100 Jahre nichts mehr gewinnen.“ Wenn dem tatsächlich so war, hat Guttmann bis heute Recht behalten.

Benfica Lissabon stand seitdem 8x in einem Finalspiel…und verlor allesamt…zuletzt vor wenigen Tagen gegen den FC Sevilla im Elfmeterschießen. Tragisch ging es auch letztes Jahr im Finale gegen Chelsea London zu. Es stand 1:1, man spielte die Engländer teilweise schwindelig…und kassierte in der Nachspielzeit das bittere 1:2.

Dieses Jahr stellte man ihm zu Ehren im Benfica Stadion eine Statue auf, geholfen hat es bisher nicht, der Fluch wurde noch nicht gebrochen.

 

Guttmann war auch der Entdecker vom späteren Weltstar Eusebio!

Diese Diashow benötigt JavaScript.