Diese Transfers kamen nicht zustande!

Veröffentlicht: 6. September 2012 in SPORTwelt

Alle Wechsel sind knapp gescheitert – und die Spieler machten woanders Karriere

Andreas Brehme. Der HSV bot einen Amateurvertrag an. Also lotste Felix Magath ihn zum 1. FC Saarbrücken in die 2. Liga. Dort spielte Brehme ein Jahr, dann folgte der Wechsel nach Kaiserslautern.

1996 wollten die Bremer einen gewissen Michael Ballack vom Chemnitzer FC verpflichten, doch der forderte 100 000 Euro Gehalt! Die preisbewussten Hanseaten rechneten genau nach und boten: 90 000. Ballack wechselte nach Kaiserslautern – und wurde bald zum „Capitano“.

Hannover 96 war 1964 an den zweimaligen Weltmeister Pelé dran, hatte bereits Kontakt zum FC Santos aufgenommen. Doch der brasilianische Staat verbot den Wechsel ins Ausland.

1997 hatte Werder Bremen Juri Maximow von Dynamo Kiew an der Angel. Beim Besuch in der Ukraine wurde ihnen auch Andrej Schewtschenko angeboten. Doch die lehnten ab. Schewtschenko landete bei Milan und wurde 2004 Europas Fußballer des Jahres.

Zu langsam: Als die Bayern Wind davon bekamen, dass der Lokalrivale 1860 München den jungen Gerd Müller in Nördlingen besuchen wollte, waren die Bayern eine Stunde vor ihnen da und boten dem 18-Jährigen einen Profivertrag.

Petr Czech: Der Welttorhüter des Jahres 2005 und heutige Keeper des FC Chelsea spielte im Frühjahr 2001 in Bremen vor. Das 18-jährige Torwarttalent wusste durchaus zu überzeugen. Werder sah trotzdem von einer Verpflichtung ab, weil Czechs Arbeitgeber Chmel Blsany 1 Million Mark Ablöse forderte. Czech wechselte daraufhin für die besagte Summe zu Sparta Prag, von dort 2002 dann schon für 5 Millionen Euro zu Stade Rennes. Zwei Jahre später waren seine Dienste dem FC Chelsea sogar 13 Millionen Euro wert.

Hennes Weisweiler hatte als Gladbach-Trainer Anfang der 70er einen jungen Stürmer im Probetraining und schickte ihn wieder weg: „Wat soll ich denn mit däm?!“, fragte die Trainer-Legende. Name des jungen Mannes: Klaus Fischer

Als Jugendspieler schwärmte Franz Beckenbauer für 1860 München. Doch als ihn bei einem Jugendspiel ein Sechzger ohrfeigte, war das Kapitel für Beckenbauer beendet. Er ging zum FC Bayern. Den Kaiser ohrfeigt man nicht!

Mit elf Jahren spielte Philipp Lahm bei 1860 München vor. „Das Erste, was ich sehe, ist der Zaun hinter dem Tor. Der hat große Löcher. ,Nein’, sage ich. ‚Hier will ich nicht spielen’“, schreibt er in seinem Buch „Der feine Unterschied“. Auch er ging zu den Bayern.

„Was soll ich mit diesem Hering?“ fragte Werner Lorant anno 2000 – und schickte Alexander Hleb weg! Durchgefallen bei 1860 München wechselte der Weißrusse zum VfB Suttgart, für nur 150.000 Euro! Später ging es weiter zum FC Arsenal und Barcelona.

2006 wurde Hertha BSC ein großes Talent angeboten: Alexandre Pato, 16 Jahre alt, Brasilianer, Ablöse: 3,5 Mio Euro. Zu viel für Hertha. Als noch Geld da war leistete man sich lieber Alex Alves für acht Millionen Euro. Pato spielt mittlerweile beim AC Mailand.

Diesen jungen Brasilianer hätten gleich zwei deutsche Klubs verpflichten können: 2001 buhlte Borussia Dortmund um Ronaldinho, doch dem Dribbler war „der Sprung nach Dortmund zu groß“. Auch Hertha BSC war dran. Doch Dieter Hoeneß holte Marcelinho.

Da hatte der MSV Duisburg den richtigen Riecher: Vor der EM 1996 wollten die Zebras Pavel Nedved verpflichten, die Unterschrift sollte nach dem Turnier erfolgen. Doch der Tscheche trumpfte in England groß auf, wechselte zu Lazio Rom – und später nach Turin.

Mitte der 70er-Jahre spielte ein französischer Nobody beim 1. FC Saarbrücken vor: Michel Platini. Trainer Slobodan Cendic hielt nichts von ihm. Später wurde er Europas Fußballer des Jahres, Europameister und gewann den Landesmeister-Pokal.

Im Jahr 2002 absolvierte ein 19-jähriger Ghanaer namens Michael Essien ein Probetraining beim VfL Wolfsburg. Augenscheinlich konnte der defensive Mittelfeldspieler vom SC Bastia die Verantwortlichen nicht überzeugen, der VfL sah von einer Verpflichtung ab. In der Folgesaison spielte Essien in der französischen Liga groß auf, Meister Olympique Lyon sicherte sich 2003 seine Dienste für 12 Millionen Euro. 2005 wechselte Essien dann sogar für 38 Millionen Euro zum FC Chelsea.

Quellen: (teils Auszüge): www.bild.de sowie www.aktives-abseits.de  (sehr zu empfehlen, von Marco Heibel

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